Chronische Erkrankungen auf dem Vormarsch - aber die Versorgung wird immer besser

Immer mehr chronisch Kranke lassen sich in Behandlungsprogrammen medizinisch betreuen. Schon rund 800.000 Menschen in Nordrhein profitieren inzwischen von den strukturierten Programmen, das sind 2,7 Prozent mehr Patienten als im vergangenen Jahr. In den so genannten Disease-Management-Programmen (DMP) arbeiten Haus- und Fachärzte sowie Krankenhäuser in enger Kooperation zusammen und betreuen die Patienten nach anerkannten Leitlinien.
Der neue Qualitätssicherungsbericht der Nordrheinischen Gemeinsamen Einrichtung DMP zeigt: Die Zunahme chronischer Krankheiten in der Bevölkerung spiegelt sich in den Teilnehmerzahlen der DMP wider. Die Analysen belegen, dass die Behandlungsprogramme die Versorgung der Patienten mit chronischen Erkrankungen in Nordrhein entscheidend verbessern. So bekommen vor allem Patienten mit hohen Ausgangswerten beim Blutzucker und Blutdruck im DMP Diabetes ihre Werte umso besser in den Griff, je länger sie am DMP teilnehmen. Diese Entwicklung ist auch dem Engagement der beteiligten Ärzte um eine systematische Qualitätsentwicklung zu verdanken – vom Erwerb von Zusatzqualifikationen bis hin zu einer konsequenten Teamarbeit.
Die Besonderheit des nordrheinischen Qualitätssicherungsberichtes liegt in der differenzierten Auswertung der DMP-Dokumentation, die im Bundesgebiet einzigartig ist. Seit zwei Jahren bietet der Bericht zudem regionale Analysen. Erstmals wurde nach Kreisen und kreisfreien Städten zum Beispiel differenziert aufbereitet, in welchem Umfang Hausärzte die Patienten an Spezialisten überweisen, wenn Komplikationen auftreten.
Als Indikator für den Erfolg der DMP belegen die entscheidenden Kennziffern eine im ganzen Rheinland erfreulich hohe Qualität der Versorgung: So konnten beispielsweise  im vergangenen Jahr bei 99,2 Prozent der Patienten im DMP Asthma stationäre Notfalleinweisungen vermieden werden.

 

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E-Mail: sigrid.averesch-tietz@vdek.com

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Bärbel Brünger
Stellvertretende Pressesprecherin
Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek)
Landesvertretung Nordrhein-Westfalen

Tel.: 02 31 / 9 17 71 - 20
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