Ersatzkassen in NRW setzen sich für kürzere Wartezeiten bei Psychotherapien ein – vdek unterstützt effektive Regelungen um gute ärztliche Versorgung zu erhalten

Düsseldorf, 22. Mai. 2014 - Die Ersatzkassen in Nordrhein-Westfalen unterstützen alle Regelungen, die effektiv dazu beitragen, dass die  gute ärztliche Versorgung auch in ländlichen Regionen erhalten bleibt. . „Wir wollen, dass die Versicherten auch in Zukunft sehr gut medizinisch behandelt werden“, sagte Dirk Ruiss, Leiter der Landesvertretung Nordrhein-Westfalen des Verbandes der Ersatzkassen (vdek). „Es muss sicher gestellt bleiben, dass Versicherte die Ärzte ohne weite und langwierige Anfahrtswege aufsuchen können.“ Anlass ist die heutige öffentliche Anhörung im Ausschuss für Arbeit, Gesundheit und Soziales des nordrhein-westfälischen Landtags zur hausärztlichen Versorgung. Dazu hat der vdek eine Stellungnahme abgegeben.

Danach sehen die Ersatzkassen derzeit keine Anhaltpunkte für einen Ärztemangel in Nordrhein-Westfalen. Allerdings ist zu erkennen, dass sich Ärzte insbesondere in städtischen Zentren niederlassen, in denen viele Patienten – auch Privatversicherte – leben. Nach Ansicht des vdek muss diese Entwicklung gestoppt werden, damit auch in Zukunft ein gleichmäßiges ärztliches Angebot – vor allem im hausärztlichen Bereich - zwischen Stadt und Land gesichert bleibt. Deshalb sollten insbesondere junge Ärzte für eine Tätigkeit in ländlichen Regionen gewonnen werden, etwa indem die Kommunen für ein attraktives Lebensumfeld sorgen. Zudem regt der vdek an, auch öffentliche Stipendienprogramme für junge Mediziner aufzulegen, die auf dem Land arbeiten wollen. Die Ersatzkassen und die Kassenärztlichen Vereinigungen Nordrhein und Westfalen-Lippe fördern bereits Stipendien für den ärztlichen Nachwuchs mit jährlich rund 400.000 Euro. Auch die Aus- und Weiterbildung von Allgemeinmedizinern sollte  stärker gefördert werden.

Der vdek fordert zudem, dass die Kassenärztliche Vereinigung gesetzlich verpflichtet wird, freiwerdende Praxen in überversorgten Stadtgebieten aufzukaufen und anschließend zu schließen, damit eine Umsteuerung in ländliche Regionen gelingt. Die finanziellen Mittel dafür stehen bereits im Rahmen der vertragsärztlichen Gesamtverfügung bereit: Jeder ausscheidende Arzt verringert das von der Kassenärztlichen Vereinigung zu vergütende und wegen der Überversorgung zu hohe Leistungsvolumen.

Darüber hinaus setzen sich die Ersatzkassen dafür ein, die psychotherapeutische Versorgung zu verbessern. So plädieren sie dafür, der Therapie vorgeschaltete Sprechstunden einzurichten, um die Wartezeiten für Patienten zu verkürzen. Ein weiteres Instrument ist die Förderung der Gruppentherapie.

Die ausführliche Stellungnahme mit Daten zur Entwicklung der ärztlichen Versorgung in NRW findet auf der Homepage des vdek unter: vdek.com/LVen/NRW/Politik/Stellungnahmen.html.

Kontakt

Sigrid Averesch-Tietz
Pressesprecherin
Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek)
Landesvertretung Nordrhein-Westfalen

Tel.: 02 11 / 3 84 10 - 15
Fax.: 02 11 / 3 84 10 - 20
E-Mail: sigrid.averesch-tietz@vdek.com

und

Bärbel Brünger
Stellvertretende Pressesprecherin
Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek)
Landesvertretung Nordrhein-Westfalen

Tel.: 02 31 / 9 17 71 - 20
Mobil: 01 73 / 73 83 758
E-Mail: baerbel.bruenger@vdek.com