Krankenkassen weisen Vorwürfe des Hausarztverbandes zurück

Die gesetzlichen Krankenkassen in Nordrhein-Westfalen weisen die Vorwürfe des Hausärzteverbandes Westfalen-Lippe zurück, wonach sie Abrechnungen von Leistungen aus dem Vertrag über die hausarztzentrierte Versorgung (Hausarztmodell) blockieren würden. Aus Sicht der Krankenkassen handelt es sich lediglich um einen kurz vor dem Abschluss stehenden Synchronisationsprozess mit dem Dienstleister des Hausärzteverbandes. Die Krankenkassen sehen deshalb keinen Anlass für die Einleitung eines Schiedsverfahrens, da die kurzfristige Auszahlung der Vergütung ansonsten auf unbestimmte Zeit verzögert würde. Und das kann nicht im Sinne der Hausärzte sein.

Die Krankenkassen in NRW haben in den letzten Monaten mit dem Dienstleister des Hausärzteverbandes (HÄV), der HÄVG Hausärztliche Vertragsgemeinschaft AG, intensiv darüber verhandelt, wie es möglichst zeitnah gelingen kann, den am Hausarztvertrag teilnehmenden Ärzten die Vergütung aus dem Hausarztvertrag auszuzahlen. Dabei war es ausdrücklich Wunsch der HÄVG, die Abrechnungen für die Vergütung der Quartale 1 bis 4/2013 wegen intern notwendiger Abstimmungsprozesse innerhalb der HÄVG zusammenzufassen und erst zu Beginn dieses Jahres abrechnen zu wollen. Dies hat zur Konsequenz, dass die Krankenkassen bis zum heutigen Tage keine korrekten Abrechnungsunterlagen erhalten haben.

Die Krankenkassen haben ihre bisherige Verpflichtung aus dem Hausarztvertrag erfüllt und regelmäßige Abschlagszahlungen an die HÄVG überwiesen. Darüber hinaus wurde zusätzlich im letzten Jahr ein Sonderabschlag an die Hausärzte ausgezahlt, obwohl die Krankenkassen hierzu gar nicht verpflichtet waren. Damit wollten die Krankenkassen gegenüber den Hausärzten ein Zeichen setzen, dass sie durchaus Verständnis für ihre Lage haben. Die internen Strukturprobleme beim Dienstleister des Hausärzteverbandes sollten nicht auf dem Rücken der Ärzte ausgetragen werden.

Damit die HzV-Vergütung zeitnah in voller Höhe ausgezahlt werden kann, haben die Krankenkassen dem Hausärzteverband in der letzten Woche ein Gesprächsangebot unterbreitet, um die letzten technischen Einzelheiten, etwa bei der Datenübermittlung, zu erörtern. Dabei besteht die Möglichkeit, auch über weitere Sonderabschläge zu beraten.

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E-Mail: sigrid.averesch-tietz@vdek.com

und

Bärbel Brünger
Stellvertretende Pressesprecherin
Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek)
Landesvertretung Nordrhein-Westfalen

Tel.: 02 31 / 9 17 71 - 20
Mobil: 01 73 / 73 83 758
E-Mail: baerbel.bruenger@vdek.com