Zwei NRW-Projekte zur Versorgung von Senioren mit Einwanderungsgeschichte erhalten vdek-Zukunftspreis 2016

Für die Betreuung von älteren Migranten sind zwei Initiativen aus Nordrhein-Westfalen mit dem vdek-Zukunftspreis ausgezeichnet worden. Den ersten Preis erhielt in Berlin der Kölner Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt mit seinem Projekt „Häusliche Unterstützung für Menschen mit Demenz aus dem Herkunftsland Türkei“. Der zweite Preis ging an die „Interkulturelle Hospizarbeit IKHO“ des Bildungsinstituts im Gesundheitswesen gGmbH in Essen (BiG).

NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens würdigte in Berlin die Preisträger. Die Projekte hätten Vorbildcharakter, weil sie auf die konkreten Wünsche und Bedürfnisse der Menschen vor Ort und ihren Angehörigen eingehen. „Ich wünsche mir, dass sie möglichst oft nachgeahmt werden“, sagte Steffens.
Der Leiter der vdek-Landesvertretung in NRW, Dirk Ruiss, unterstrich: „Die ausgezeichneten Projekte zeigen, dass Barrieren abgebaut und überwunden werden können.“

Die Kölner Arbeiterwohlfahrt schult und vermittelt türkischsprachige Helfer in die Familien. Die 30-stündige Schulung wurde 2013 entwickelt, um ein kultursensibles Angebot aufzubauen. Die Helfer sprechen deutsch und türkisch. Darüber hinaus bietet die Arbeiterwohlfahrt im Stadtteil Ehrenfeld eine türkischsprachige Beratung und einen häuslichen Unterstützungsdienst für Demenzerkrankte und ihre Angehörigen an. Auch ein Demenzcafé zählt dazu.
Das Bildungsinstitut im Gesundheitswesen (BIG) will Migranten den Zugang zur Palliativversorgung und der hospizlichen Begleitung verbessern. In Zusammenarbeit mit dem Büro Chancengleichheit der Stadt Oberhausen, dem Verein pro wohnen international e.V. und der Pflegezentrale Duisburg sollen diese Ziele erreicht werden. BIG gewinnt und qualifiziert Migranten für die ehrenamtliche Hospizarbeit.

Der Preis wird seit 2010 jährlich verliehen, in diesem Jahr zum Thema „Alterung der Migrationsgeneration – Interkulturelle Versorgungskonzepte für eine sich verändernde Seniorengeneration“. Der erste Preis ist mit 10.000 Euro, der zweite mit 5.000 Euro dotiert. Zum fünften Mal wurden Projekte aus NRW ausgezeichnet. Weitere Preise gingen an die Johanniter Seniorenhäuser GmbH in Stuttgart („Betreuung mal anders … - Technik unterstützt Integration“) und an das Projekt „Die Pflegetipps – Palliative Care“ der Deutschen PalliativStiftung aus Fulda.

Weitere Informationen zum vdek-Zukunftspreis 2016 finden Sie auf unserer Homepage unter http://www.vdek.com/ueber_uns/vdek-zukunftspreis.html

Kontakt

Sigrid Averesch-Tietz
Pressesprecherin
Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek)
Landesvertretung Nordrhein-Westfalen

Tel.: 02 11 / 3 84 10 - 15
Fax.: 02 11 / 3 84 10 - 20
E-Mail: sigrid.averesch-tietz@vdek.com

und

Bärbel Brünger
Stellvertretende Pressesprecherin
Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek)
Landesvertretung Nordrhein-Westfalen

Tel.: 02 11 / 3 84 10 - 27 und 02 31 / 9 17 71 - 20
Mobil: 01 73 / 73 83 758
E-Mail: baerbel.bruenger@vdek.com

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