Ersatzkassen und Soziales Zentrum starten Präventionsprojekt für den Dortmund Norder

Nordstadt wird gesund und fit

Der Dortmunder Norden ist ein Teil der Stadt mit vielfältigen Schwierigkeiten. Niedriges Einkommen und hohe Arbeitslosigkeit – dazu kommen Sprachbarrieren und kulturelle Hemmnisse. Deshalb starten die Ersatzkassen und das Soziale Zentrum Dortmund das Projekt Nordstark. Es kümmert sich um die gesundheitlichen Auswirkungen der besonderen Lebenssituation und hier insbesondere um die Kinder.

Gegenstand des Projektes ist die Einrichtung eines Gesundheitslotsen. Dieser soll das persönliche Bindeglied zwischen den Familien aus dem Stadtteil und den verschiedenen gesundheitsfördernden Präventionsangeboten im Quartier darstellen.

„Das Präventionsgesetz legt einen Schwerpunkt auf die Verminderung sozialbedingter Ungleichheiten von Gesundheitschancen,“ so Dirk Ruiss vom Verband der Ersatzkassen NRW (vdek). „Die Ersatzkassen konzentrieren sich deshalb mit diesem Projekt auf eine schwer erreichbare Zielgruppe mit besonderem Präventionsbedarf im Quartier.“

„In der Beratungsarbeit haben wir festgestellt, dass besonders Grundschulkinder der Dortmunder Nordstadt unter Übergewicht leiden,“ so Dr. Nina Pohl, Vorstandsmitglied des Sozialen Zentrums.  „Die Ursachen sehen wir dafür in der Ernährung aber auch im Bewegungsmangel. Das Projekt „Nordstark“ möchte an dieser Thematik ansetzen und diese Kinder in bedarfsgerechte Angebote vermitteln. Hier wird die Kooperation mit dem Jugendamt und dem Gesundheitsamt der Stadt Dortmund von besonderer Bedeutung sein.“ 

Dr. Frank Renken, Leiter des Dortmunder Gesundheitsamtes, betont die Bedeutung und Wichtigkeit von Prävention und Gesundheitsförderung für Menschen mit und ohne Migrationshintergrund. „Wir wissen, dass Risiken für die gesunde Entwicklung von Kindern ungleich verteilt sind. Für die Dortmunder Nordstadt gilt, dass dort viele Kinder in Familien unter schwierigen sozialen Bedingungen leben und daher ihre Gesundheitsrisiken erhöht sind. Das Projekt "Nordstark" wendet sich an diese Kinder und Familien und will dort ansetzen, wo der Bedarf an gesundheitsförderlichen Maßnahmen besonders hoch ist. Aus Sicht der Stadt Dortmund ist der sozialraumbezogene Ansatz deshalb besonders positiv zu sehen.“

Mit dem Projekt „Nordstark“ soll eine gesunde Lebensweise etabliert und der Aufbau eines Gesundheitsnetzwerkes im Quartier unterstützt werden. Erste Maßnahmen kümmern sich um die Gewichtsreduzierung von Kindern im Grundschulalter durch gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung.

Das Projekt wird durch die Fachhochschule Dortmund evaluiert. Sollten die Erfahrungen mit „Nordstark“ positiv sein, steht einer Ausweitung des Projektes nichts im Wege, so Dirk Ruiss vom vdek NRW.

Kontakt

Sigrid Averesch-Tietz
Pressesprecherin
Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek)
Landesvertretung Nordrhein-Westfalen

Tel.: 02 11 / 3 84 10 - 15
Fax.: 02 11 / 3 84 10 - 20
E-Mail: sigrid.averesch-tietz@vdek.com

und

Bärbel Brünger
Stellvertretende Pressesprecherin
Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek)
Landesvertretung Nordrhein-Westfalen

Tel.: 02 11 / 3 84 10 - 27 und 02 31 / 9 17 71 - 20
Mobil: 01 73 / 73 83 758
E-Mail: baerbel.bruenger@vdek.com