Wohnortnahe Unterstützung für pflegende Angehörige in NRW:

Neue Kontaktbüros Pflegeselbsthilfe (KoPS) sichern flächendeckendes Netz

Wer Angehörige pflegt, findet in Nordrhein-Westfalen (NRW) unkompliziert und nah am Wohnort Hilfe. In den letzten Monaten wurden die 33 Kontaktbüros Pflegeselbsthilfe (KoPS) zu einem Netz aus 53 KoPS aufgebaut. „Damit befindet sich nun in jedem Kreis, in jeder Stadt NRWs ein Kontaktbüro“, sagte Karl-Josef Laumann, Gesundheitsminister des Landes Nordrhein-Westfalen. Die KoPS sind Anlaufpunkte für pflegende Angehörige und Pflegebedürftige. Sie erhalten dort Informationen über bereits bestehende Selbsthilfegruppen für pflegende Angehörige. Zudem unterstützen die KoPS Pflegeselbsthilfegruppen in ihrer Arbeit und helfen bei der Gründung, dem Aufbau und der Finanzierung weiterer Gruppen.

„Pflegeselbsthilfegruppen bieten pflegenden Angehörigen, in NRW sind das immerhin ca. eine Million Menschen, eine gute Möglichkeit, sich auszutauschen und mit Rat und Tat zu unterstützen“, erklärte Minister Laumann. Die Angehörigen seien enorm belastet – insbesondere in Pandemie-Zeiten. „Der Austausch mit Menschen in ähnlichen Situationen gibt Kraft und Sicherheit. Man fühlt sich nicht so allein“, fügte der Minister hinzu.

In NRW leben rund 770 000 pflegebedürftige Menschen, mehr als drei Viertel von ihnen werden zuhause betreut.

Dirk Ruiss, Leiter des Verbandes der Ersatzkassen in NRW (vdek), ermuntert pflegende Angehörige und pflegebedürftige Menschen stellvertretend für alle Pflegekassen in NRW, das Angebot zu nutzen: „Wer den Austausch sucht, vielleicht eine neue Selbsthilfegruppe in der Nachbarschaft gründen möchte, sollte sich nicht scheuen, die Unterstützung der Kontaktbüros Pflegeselbsthilfe in Anspruch zu nehmen.“

Das Landesnetz Pflegeselbsthilfe wird vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW, den Landesverbänden der Pflegekassen und dem Verband der Privaten Krankenversicherung gefördert.

Koordiniert und fachlich begleitet werden die KoPS von der Fach- und Koordinierungsstelle der Regionalbüros Alter, Pflege und Demenz in Trägerschaft des Kuratoriums Deutsche Altershilfe (KDA).

Kontakt

Sigrid Averesch-Tietz
Pressesprecherin
Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek)
Landesvertretung Nordrhein-Westfalen

Tel.: 02 11 / 3 84 10 - 15
Fax.: 02 11 / 3 84 10 - 20
E-Mail: sigrid.averesch-tietz@vdek.com

und

Bärbel Brünger
Stellvertretende Pressesprecherin
Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek)
Landesvertretung Nordrhein-Westfalen

Tel.: 02 31 / 9 17 71 - 20
Mobil: 01 73 / 73 83 758
E-Mail: baerbel.bruenger@vdek.com