KV Nordrhein und Krankenkassen im Rheinland

KV Nordrhein und Krankenkassen im Rheinland einigen sich auf Honorarzuwachs für 2022

Die Mittel für die ambulante Versorgung und die Vergütung der Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten in Nordrhein steigen im kommenden Jahr um gut 73 Millionen Euro. Darauf haben sich die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein und die gesetz-lichen Krankenkassen im Rheinland geeinigt. Mit der Vereinbarung setzen die Verhandlungspartner die bundesweiten Vorgaben für 2022 um und ver-ständigten sich ergänzend auf die Fortführung einiger regionaler Sonderre-gelungen.  

Unter Berücksichtigung der bereits auf Bundesebene vereinbarten Be-schlüsse zum Orientierungspunktwert und der Veränderungsrate bei Morbi-dität und demografischer Entwicklung steigt die morbiditätsbedingte Ge-samtvergütung (MGV) in Nordrhein 2022 um insgesamt 45,6 Millionen Eu-ro. Um zusätzlich rund 27,2 Millionen Euro wächst die Vergütung für die so-genannten Einzelleistungen inklusive der Fortführung bisheriger Sonderver-einbarungen und Zuschläge – hierzu zählt etwa die Förderung ambulanter Operationen im Rheinland.

Verlängerung extrabudgetärer Vergütungselemente

Neben der Umsetzung der Bundesvorgaben konnten sich KV und Kassen in den diesjährigen Verhandlungen auch auf die Fortführung weiterer nord-rhein-spezifischer Abmachungen einigen – so wird die extrabudgetäre Fi-nanzierung der Schlafdiagnostik bis Ende 2022 weiter von den Kranken-kassen getragen, ebenso die Förderung der Pflegeheimversorgung im Rheinland. Auch die seit 2020 bestehende Strukturförderung des ambulan-ten Notdienstes wird es im kommenden Jahr geben.

„Mit unserer Vereinbarung bewegen wir uns im Rahmen der Bundesvorga-ben, die schlichtweg keine größeren Sprünge zugelassen haben. Umso wichtiger ist es, dass wir uns auf die Fortführung einiger extrabudgetärer Regelungen in Nordrhein einigen konnten“, sagt Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein. „Bedauerlicherweise konnte eine regionale Vereinbarung zu den spezifischen und aufgrund gesetzlicher Vor-gaben erheblich gestiegenen Hygienekosten in der Dialyse bzw. in den ope-rativen Fachgebieten nicht getroffen werden, nachdem sich bereits der GKV-Spitzenverband einer diesbezüglichen Regelung gegenüber ver-schlossen hatte“, ergänzt Bergmann.

Günter Wältermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Rheinland/Hamburg, erklärt im Namen der gesetzlichen Krankenkassen im Rheinland: „Wir freu-en uns, dass es den Beteiligten auch in diesem Jahr gelungen ist, frühzeitig zu einem Abschluss zu kommen. Dies belegt erneut die gute Vertragspart-nerschaft im Rheinland und die Handlungsfähigkeit der Selbstverwaltung. Die gemeinsame Entscheidung, die Förderung der Pflegeheimversorgung und des ambulanten Notdienstes fortzusetzen, trägt maßgeblich dazu bei, die Versorgung weiterhin zu optimieren. Davon profitieren unsere Versicher-ten.“ 

Dirk Ruiss, Leiter des Verbandes der Ersatzkassen (vdek e. V.) in NRW, betont: „Die KV Nordrhein hat auch von ihrer Seite die Verhandlungen kon-struktiv und zielorientiert geführt. Dadurch war ein schnelles und für beide Seiten akzeptables Ergebnis möglich. Auch vor dem Hintergrund der ge-meinsamen bewältigten Pandemie und der gemeinsam erbrachten Leistung ist dies ein angemessenes Ergebnis.“

Kontakt

Sigrid Averesch-Tietz
Pressesprecherin
Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek)
Landesvertretung Nordrhein-Westfalen

Tel.: 02 11 / 3 84 10 - 15
Fax.: 02 11 / 3 84 10 - 20
E-Mail: sigrid.averesch-tietz@vdek.com

und

Bärbel Brünger
Stellvertretende Pressesprecherin
Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek)
Landesvertretung Nordrhein-Westfalen

Tel.: 02 31 / 9 17 71 - 20
Mobil: 01 73 / 73 83 758
E-Mail: baerbel.bruenger@vdek.com