Expertenanhörung im NRW-Landtag

Krankenkassen sehen große Chancen für patientenorientierte Krankenhausstruktur

Gemeinsame Pressemitteilung der Krankenkassen/-verbände in Nordrhein-Westfalen

Düsseldorf/Dortmund (01.12.2021). Mit der neuen Krankenhausplanung in Nordrhein-Westfalen wird die dringend erforderliche Kehrtwende eingeleitet und gute Voraussetzungen für eine zukunftsfähige, qualitäts- und patientenorientierte Krankenhausstruktur im Land geschaffen. Diese Chance sollten die Beteiligten in den im nächsten Jahr anstehenden regionalen Planungsverfahren konsequent nutzen, erklärten heute die gesetzlichen Krankenkassen anlässlich der Expertenanhörung im Landtag.

„Patienten müssen auch in Zukunft darauf vertrauen können, dass stationäre Behandlungen nur dort erfolgen, wo die bestmöglichen Voraussetzungen dafür gegeben sind. Die Pandemie hat gezeigt, dass klare Zuständigkeiten und Spezialisierungen notwendig sind“, erklärte Tom Ackermann, Vorstandsvorsitzender der AOK NordWest, stellvertretend für die gesetzlichen Krankenkassen. Deshalb sei es erforderlich, dass der qualitätsorientierte Umbau der Krankenhausstrukturen weiter forciert werde. Aus aktuellen Umfragen ist bekannt, dass Menschen in NRW eindeutig mehr Wert auf hohe Qualität als auf eine Vielzahl von Kliniken im nahen Umfeld legen.

Die gesetzlichen Krankenkassen betonten weiter, dass eine Konzentration von Krankenhausstandorten einen zielgerichteten ärztlichen und pflegerischen Personaleinsatz, höhere Investitionsmittel pro Krankenhausstandort und höhere Qualitätsstandards ermöglicht. Für die gesetzlichen Krankenkassen ist dabei wichtig, dass auch bei der Bündelung der Leistungen eine flächendeckende Versorgung auch in ländlichen Regionen weiterhin sichergestellt ist.

Die vorgeschlagenen Spezialisierungs- und Konzentrationsprozesse sowie Mindestfallzahlen müssen im Ergebnis dazu führen, dass bestimmte hochspezialisierte Leistungen künftig auch nur noch von klar definierten Kliniken im Land erbracht werden dürfen.

Außerdem muss nach Auffassung der Krankenkassen ein passender Rahmen für eine bessere Zusammenarbeit zwischen Krankenhäusern und Vertragsärzten geschaffen werden. „Das wäre ein großer Schritt hin zu mehr Versorgungsqualität in NRW“, so Ackermann. Damit können die knappen Investitionsmittel des Landes für Krankenhäuser künftig optimaler und zielgerichtet verwendet werden. Flankierend wären zusätzliche finanzielle Mittel für Investitionen, Innovationen und Digitalisierung in ausreichender Höhe zur Verfügung zu stellen.

Kontakt

Sigrid Averesch-Tietz
Pressesprecherin
Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek)
Landesvertretung Nordrhein-Westfalen

Tel.: 02 11 / 3 84 10 - 15
Fax.: 02 11 / 3 84 10 - 20
E-Mail: sigrid.averesch-tietz@vdek.com

und

Bärbel Brünger
Stellvertretende Pressesprecherin
Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek)
Landesvertretung Nordrhein-Westfalen

Tel.: 02 31 / 9 17 71 - 20
Mobil: 01 73 / 73 83 758
E-Mail: baerbel.bruenger@vdek.com