Gesund leben: Besser so, wie ich es will

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Auf einer Pressekonferenz im Landesgesundheitsministerium wurde das besondere Präventionsprojekt der Öffentlichkeit vorgestellt. Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen stehen im Mittelpunkt des Projekts mit dem Forschungsinstitut für Inklusion durch Bewegung und Sport (FIBS).

Ziel des auf drei Jahre angelegten Projektes ist es, dass die Beteiligten ihre Kompetenzen und Ressourcen in den Bereichen Bewegung und Ernährung stärken. Die Behindertenbeauftragte der Landesregierung, Claudia Middendorf, hat die Schirmherrschaft übernommen.

Pressemitteilung zum Download (25.08.2020) vdek und FIBS starten neues Präventionsprojekt in NRW
25.8.2020 FIBBS u.a. Claudia Middendorf und Dirk RuissGruppe

vlnr: Mit Corona-bedingtem Abstand: Dr. Vera Tillmann und Dr. Volker Anneken (Wissenschaftliche Leiterin und Geschäftsführer des Forschungsinstituts für Inklusion durch Bewegung und Sport gGmbH - FIBS), Claudia Middendorf (Behindertenbeauftragte des Landes NRW), Dirk Ruiss (Leiter der vdek-Landesvertretung NRW)

Steuerungsgruppe 10.9.2020

vlnr: Dr. Dieter Schartmann (LVR), Dr. Sophia Schmidt (VHS NRW), Dr. Volker Anneken (FIBS), Sigrid Averesch-Tietz (vdek NRW), Dr. Vera Tillmann (FIBS), Ringo Schoepke (vdek NRW), Cornelia Remark (FIBS), Dr. Annette Schmidt (LVW) und Prof. Dr. Friedrich Diekmann (Katholische Hochschule NRW).

Steuerungsgruppe

Die Steuerungsgruppe des Projekts „Gesund leben: Besser so, wie ich es will!“ vom Forschungsinstitut für Inklusion durch Bewegung und Sport gGmbH (FIBS) traf sich am 10. September 2020 erstmals. Dabei wurde der aktuelle Stand, erste Ergebnisse sowie die nächsten Schritte diskutiert. Die Steuerungsgruppe besteht aus Vertreterinnen und Vertretern der Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung, der vdek-Landesvertretung NRW, der Wissenschaft, dem Landesverband der Volkshochschulen NRW, den Landschaftsverbänden LVR und LWL sowie aus der Landesarbeitsgemeinschaft für freie Wohlfahrtspflege.

Wissenschaftlicher Artikel - Zeitschrift „Erwachsenenbildung und Behinderung“ (ZEuB) Tillmann, Remark & Perowanowitsch - 2021 - Gesundheitsbildung in Corona-Zeiten

Treffen mit Workshop zu Selbstbestimmung und „Persönliches Budget“

Was wäre die erste Maßnahme, die Sie als Ministerpräsidentin oder Ministerpräsident ergreifen würden, um das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben zu sichern?

Dieser und anderen Fragen stellten sich die Stakeholderinnen und Stakeholder im vom vdek e.V. geförderten Projekt „Gesund leben: Besser so, wie ich es will!“ bei ihrem Treffen am 11. Mai 2022. Bei sommerlichen Temperaturen hatte das Projektteam des FIBS in die Tagungsräume der Gold-Kraemer-Stiftung eingeladen.
Herzstück des Treffens war diesmal ein Workshop zu den Themen Selbstbestimmung und Persönliches Budget, durchgeführt von Vertreterinnen und Vertretern der Kompetenzzentren Selbstbestimmt Leben (KSL) Arnsberg und Düsseldorf.
Nach einer Einführung ins Thema Selbstbestimmung wurde intensiv das Persönliche Budget besprochen. Zur konkreten Anwendung dieser Leistungsform hatten die anwesenden Stakeholderinnen und Stakeholder viele Fragen.
Mehr Informationen zum Persönlichen Budget bietet etwa die Broschüre der KSL.NRW: https://www.ksl-nrw.de/de/service/1339/ksl-konkret-1-das-persoenliche-budget

In einer anschließenden Reflexionsrunde konnten die Teilnehmenden neben der oben aufgeführten Frage auch über weitere Aspekte der Selbstbestimmung nachdenken.

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Aktionen im Rahmen des Projekts

Mitmach-Videos

Aufgrund der Corona-Pandemie sind Gruppenangebote derzeit leider nicht möglich. Das Präventionsangebot wird daher durch Einzelgespräche und viele Telefonate aufrechterhalten. Darüber hinaus wurden Video-Clips zum Thema Ernährung und Bewegung erstellt. Diese finden Sie hier:

Photovoice

Im Rahmen des Projekts „Gesund leben: Besser so, wie ich es will!“ wird mit Hilfe der partizipativen Forschungsmethode „Photovoice“ das gemeinsame Forschen von Menschen mit Behinderung und Wissenschaftlerinnenund Wissenschaftlern ermöglicht. Hierbei dokumentieren Menschen mit Behinderung durch selbstständiges Fotografieren ihre Lebensweisen und nehmen aktiv am Forschungsvorhaben teil. Diese Methode wird im Projekt fortlaufend eingesetzt.

Als ersten Einstieg in das Projekt haben die Teilnehmenden Leitfragen zum Thema Ernährung zugesendet bekommen, welche sie mithilfe von Fotos beantworten sollten.

Die beiden Bilder unten zeigen die Antworten eines Projektteilnehmers auf die Leitfragen „Was essen Sie am liebsten?“ und „Was essen Sie nicht gerne?“. Mit Hilfe der Gesten „Daumen hoch bzw. Daumen runter“ unterstreicht der Teilnehmende seine Bewertung der auf den Bildern abgebildeten Mahlzeiten. Mit Hilfe dieser Einschätzung konnten erste Einblicke in die Vorlieben oder Abneigungen sowie die Ernährungsweise der Teilnehmenden gewonnen werden. 

Darüber hinaus dienen die Fotos auch der Überprüfung des Erkenntnisgewinns bei den Teilnehmenden. Mithilfe der Bilder wird das erlernte Wissen abgefragt – was ist gesundes und was weniger gesundes Essen.

NRW Präventionsprojekt FIBS

Weitere Infos finden Sie hier:

Kochevent

Am 15. Januar 2022 hat im Rahmen des Projektes „Gesund leben: Besser so, wie ich es will!“ ein Kochkurs stattgefunden. Hierbei haben die Teilnehmenden mit einer Ernährungsberaterin gemeinsam die Welt der Gewürze kennengelernt. Es wurden frische und getrocknete Kräuter unter die Lupe genommen und hierfür geeignete Gerichte vorgestellt. Auch die Pizza, die anschließend gemeinsam gebacken worden ist, wurde mit passenden Kräutern gewürzt und verschiedene Zutaten wurden als Belag ausgewählt. Das gemeinsame Backen und Essen der Pizza hat allen Teilnehmenden gut gefallen und Lust auf noch weitere Kochevents bereitet.

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Mit Mr. Jack nach Ungarn

Veganes Gulasch? Ja, das geht! Erfahren konnte man das am 19. Februar 2022 in der Diakonie Recklinghausen. Im Rahmen des Projekts „Gesund leben – Besser so, wie ich es will!“ fand in den Räumlichkeiten der Tagesbetreuung ein Kochkurs statt. Geleitet wurde der Kurs von der Ökotrophologin der Einrichtung, Alina Bettin.

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Auf dem Speiseplan standen ein veganes Gulasch mit Kartoffelbrei und zum Nachtisch Mango-Eis – getreu dem Motto des Projekts also ein rundum gesundes und abwechslungsreiches Mahl. Anstelle des traditionell für Gulasch verwendeten Fleisches wurde Jackfrucht verarbeitet. Die ballaststoffreiche asiatische Frucht wird bereits seit einigen Jahren als veganer Fleischersatz verwendet. Nachdem die Schnippelarbeiten erledigt waren und das Gulasch auf dem Herd köchelte, sprachen die Teilnehmenden über unterschiedliche Gewürze und deren Einsatz. Pünktlich zur Mittagszeit stand das Essen auf dem Tisch. Und das Fazit aller Teilnehmenden? Gulasch ist auch ohne Fleisch sehr lecker!

Handbuch für Multiplikatoren

Handbuch

Im Rahmen des Projektes wurde ein Multiplikatorenhandbuch für Pflegende, Angehörige und Interessierte erstellt, um die Ergebnisse des Projektes zu den Themenbereichen „Gesundheit", „Ernährung" und „Bewegung und Sport" nachhaltig zu verstetigen und das im Projekt erarbeitete implizite Wissen weiterzutragen.  

Projekt-Abschlusstreffen

Das Abschlusstreffen des Projekts am 12. August 2022 stand unter dem Motto „Bewegungsvielfalt“. In einem Bewegungsparcours konnten die Teilnehmenden verschiedene Bewegungsangebote ausprobieren. Von verschiedenen Wurfspielen über Hockey – für alle Teilnehmenden war etwas dabei. Das Wetter war perfekt, und das gemeinsame Bewegen hat allen viel Freude bereitet.

Gestärkt wurde sich mit selbst gebackenen Waffeln in klassischer und veganer Variante. Beide Waffelvarianten wurden von allen Teilnehmenden für sehr gut befunden und mit Genuss verspeist. Auch wurden die Inhalte des Projektes zusammengefasst und überlegt, wie man anderen Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen davon erzählen kann. Die Projektinformationen werden in einem Heft vorgestellt, das von den Teilnehmenden und den Mitarbeitenden gemeinsam gestaltet wird. Damit möglichst viele Menschen das Heft nutzen können, wird es einen Vorlesestift geben. Die Vorfreude auf das fertige Heft ist schon sehr groß.

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Kongress „Armut und Gesundheit“ in Berlin am 6.03.2023

Der Kongress fand am 6. und 7. März 2023 in digitaler Form statt und stand unter dem Motto „gemeinsam Wandel gestalten“. Das Forschungsinstitut für Inklusion durch Bewegung und Sport (FIBS) gGmbH nutzte den Kongress, um in einem Vortrag von dem vdek-geförderten Präventionsprojekt „Gesund leben: Besser so, wie ich es will“ zu berichten. Die zentrale Fragestellung war dabei: Wie muss sich die Lebenswelt Wohnen für Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen verändern, um gesundheitliche Chancengleichheit zu erzielen?

Pressetermin auf der REHACARE in Düsseldorf am 13.09.2023

Bei einem Pressetermin auf der internationalen Fachmesse für Rehabilitation und Pflege REHACARE in Düsseldorf wurden die Projektergebnisse des erfolgreichen Präventionsprojekts „Gesund leben: Besser so, wie ich es will!“ am Messestand des Landtags NRW vorgestellt.

Vor Ort waren sowohl die Projektführung des Forschungsinstituts für Inklusion durch Bewegung und Sport (FIBS), der Projektförderer vdek NRW als auch Claudia Middendorf, Beauftragte der Landesregierung für Menschen mit Behinderung in Nordrhein-Westfalen.

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vlnr: Ringo Schoepke (vdek), Dr. Vera Tillmann (Wiss. Leiterin FIBS gGmbH), Christian Breidenbach (vdek), Claudia Middendorf (Beauftragte der Landesregierung für Menschen mit Behinderung sowie für Patientinnen und Patienten in NRW) und Dr. Volker Anneken (Geschäftsführer FIBS gGmbH)

Fachveranstaltung „Gesundheit einfach machen – gemeinsam Gesundheitsförderung gestalten“ 19.10.2023

Bei der Fachveranstaltung „Gesundheit einfach machen – gemeinsam Gesundheitsförderung gestalten“ am 19. Oktober 2023 zur Gesundheitsförderung von Menschen mit Lernschwierigkeiten hielt Dr. Vera Tillmann vom FIBS Forschungsinstitut für Inklusion durch Bewegung und Sport einen Vortrag, der deutlich machte, wie sinnvoll es für Akteure in dem Feld ist, Informationen und Materialien gebündelt an einem Ort finden zu können.

PDF zum Download (19.10.2023) Präsentation Dr. Tillmann: Gesund leben