Wie kann Gesundheitskompetenz gezielt gestärkt werden, um Prävention wirksamer zu gestalten und die Versorgung langfristig zu sichern? Diese zentrale Zukunftsfrage stand im Mittelpunkt des diesjährigen vdek-Forums, zu dem die vdek-Landesvertretung Bayern rund 100 Gäste aus Politik, Wissenschaft und Praxis begrüßte.
Impulse aus Politik, Wissenschaft und Praxis
Die Bayerische Staatsministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention (StMGP), Judith Gerlach, eröffnete das vdek-Forum mit einem Grußwort und betonte: „Prävention muss noch stärker als bisher in unserem Alltag ankommen. Denn angesichts der wachsenden Herausforderungen unseres Gesundheitssystems ist es wichtiger denn je, Krankheiten vorzubeugen, bevor sie überhaupt entstehen. In Bayern gehen wir mit unserem Masterplan Prävention voran: Im Oktober 2025 haben wir den strategischen Rahmen zur Stärkung von Gesundheit und Prävention vorgestellt, den wir gemeinsam mit zahlreichen Partnern umsetzen. Dazu gehören auch die Krankenkassen. Ihnen kommt beim Thema Prävention eine Schlüsselrolle zu: Sie sind nicht nur Finanzierer von Präventionsangeboten, sondern auch wichtige Gestalter und Multiplikatoren. Mir ist es deshalb ein besonderes Anliegen, für mehr Kooperation auch zwischen den Krankenkassen zu werben. Die Potenziale sind hier noch nicht ausgeschöpft! Sie alle sind Partner im Bündnis für Prävention und ich lade dazu ein, den Masterplan Prävention gemeinsam mit Leben zu füllen. Dafür danke ich bereits jetzt!“
Fachliche Impulse aus Wissenschaft und Praxis lieferten Dr. Alexandra Fretian von der Technischen Universität München und Björn-Ingemar Janssen vom Verband der Ersatzkassen. In der Dialogrunde zur Zukunft der Gesundheitskompetenz diskutierten sie anschließend gemeinsam mit Dr. Max Loy (StMGP) und Benjamin Laub (Kassenärztliche Vereinigung Bayerns), wie Gesundheitskompetenz in Bayern nachhaltig gestärkt werden kann und welche politischen, wissenschaftlichen und praktischen Schritte hierfür erforderlich sind.
Starkes Engagement der Ersatzkassen in Bayern
Die Ersatzkassen in Bayern setzen sich seit vielen Jahren mit vielfältigen Initiativen und Angeboten für Prävention und Gesundheitsförderung ein. Die Best Practice-Beispiele „Klimaspürnasen“ (Techniker Krankenkasse), „DURCHBLICKT!“ (BARMER) und „fit4future“ (DAK-Gesundheit) zeigten anschaulich, wie wirksame Ansätze zur Stärkung der Gesundheitskompetenz unterschiedlicher Zielgruppen in der Praxis umgesetzt werden - und unterstrichen zugleich das starke Engagement der Ersatzkassen in Bayern.
Klarer Gestaltungswille aller Akteure gefragt
Das vdek-Forum 2026 hat es deutlich gemacht: Gesundheitskompetenz ist ein entscheidender Hebel, um Prävention wirksamer zu gestalten und die Versorgung nachhaltig zu sichern. Voraussetzung hierfür sind verständliche Strukturen, niedrigschwellige Angebote sowie eine sektorenübergreifende Zusammenarbeit. Zudem braucht es einen klaren Gestaltungswillen aller Akteure im Gesundheitswesen – von der Politik über die Krankenkassen bis hin zu den Leistungserbringern.
Thomas Hackenberg, Leiter der vdek-Landesvertretung Bayern, brachte es in seinem Fazit auf den Punkt: „Gesundheitskompetenz ist kein Randthema, sondern eine gemeinsame Gestaltungsaufgabe, die konsequent weiterverfolgt werden muss, um Prävention zu stärken und die Versorgung auch künftig sicherzustellen.“
Hintergrund
Bei den Veranstaltungen der vdek-Landesvertretung Bayern kommen regelmäßig zentrale Akteure des bayerischen Gesundheitswesens zusammen, um aktuelle Fragen der Gesundheitsversorgung zu diskutieren. Das vdek-Forum 2026 fand am 27. Januar 2026 in München statt.
Kontakt
Dr. Linda Föttinger
Landesvertretung Bayern
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