Organspende in Bayern

“Organspende kann Leben retten.“ Diesem Satz stimmen viele Menschen zu, aber nur jeder Vierte bekundet tatsächlich seine Bereitschaft zur Organspende in einem Organspendeausweis. Die Anzahl der durchgeführten Organspenden ist in der Konsequenz seit Jahren rückläufig. Waren es im Jahr 2010 noch 1.296 transplantierte Organe, wird die Zahl von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung für das Jahr 2015 mit lediglich 877 angegeben. Zwar konnte die Spendebereitschaft durch intensive Informationskampagnen wieder etwas gesteigert werden. Die Lücke zu den zu versorgenden Wartelistenpatienten – die Stiftung Eurotransplant gibt für 2017 über 10.000 Patienten an – ist jedoch weiterhin erheblich.

Weitere Informationen zur Organverteilung und Koordination bietet die Stiftung Eurotransplant.

Die Organspendebereitschaft unter der Bevölkerung erlitt in den vergangenen Jahren mehrfach Rückschläge durch verschiedene öffentlich gewordene Unregelmäßigkeiten und Rechtsverstöße an deutschen Transplantationskliniken. Um die Bereitschaft zur Organspende zu erhöhen, wurden in der Vergangenheit diverse Maßnahmen auf Bundes- und Landesebene ergriffen. Unter anderem haben die Krankenkassen alle Versicherten ab dem 16. Lebensjahr regelmäßig zu dieser Thematik informiert. Die Ersatzkassen stehen Versicherten und Interessierten hierzu sowohl im persönlichen Gespräch als auch telefonisch zur Verfügung. Der Verband der Ersatzkassen hat parallel dazu einen umfangreichen  Fragen- und Antwortenkatalog rund um das Thema Organspende verfasst.

Vor dem Hintergrund, dass in Bayern rund 1.500 schwerkranke Menschen auf ein lebensrettendes Organ warten, wurde im Jahr 2016 ein breites gesellschaftliches Bündnis („Bündnis Organspende“) gegründet. Gemeinsames Ziel ist dabei für mehr Organspenden zu werben.

Die Ersatzkassen in Bayern engagieren sich im „Bündnis Organspende“.