Krankenhäuser in Bayern

In Bayern existiert ein flächendeckendes Netz von Krankenhäusern, das für die Patientinnen und Patienten eine qualitativ hochwertige und wohnortnahe Versorgung gewährleistet. Den Ersatzkassenversicherten stehen derzeit 414 zugelassene Krankenhäuser mit insgesamt 74.030 Betten und 3.855 Plätzen zur Verfügung (Quelle: Krankenhausplan des Freistaates Bayern 2018, 43. Fortschreibung).

Darunter befinden sich 5 Hochschulkliniken in München (Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität und Klinikum rechts der Isar der TU München), Regensburg, Erlangen und Würzburg sowie 42 Vertragskrankenhäuser nach §§ 108 Nr. 3, 109 SGB V. Die restlichen 367 Krankenhäuser sind als Plankrankenhäuser in den Krankenhausplan des Landes Bayern aufgenommen.

Einen Überblick über die Struktur der bayerischen Krankenhauslandschaft bezogen auf die Plankrankenhäuser und untergliedert nach Regierungsbezirken und Versorgungsstufen (VS) bietet folgende Übersicht (Stand 1.1.2018):

  VS I VS II VS III Fach-KH
Oberbayern 44 11 4 75
Niederbayern 20 4 - 15
Oberpfalz 16 5 - 8
Oberfranken 10 8 2 12
Mittelfranken 20 2 2 16
Unterfranken 21 4 - 17
Schwaben 29 3 2 17
Betten/Plätze gesamt 23.290 17.944 8.383 18.733

Veränderte Rahmenbedingungen wie der medizinisch-technische Fortschritt, Änderungen im Fachrichtungsspektrum, neue ambulant durchführbare Behandlungsmöglichkeiten sowie demographische Entwicklungen erfordern eine kontinuierliche Überprüfung und Anpassung der effektiv benötigten Krankenhauskapazitäten in Bayern. Auch durch die Finanzierung auf der Basis von Fallpauschalen (DRG) hat die Krankenhauslandschaft einen Umbruch erfahren. Die Verweildauer in den Krankenhäusern ist aufgrund des neuen Anreizsystems erheblich zurückgegangen; Wirtschaftlichkeit und Qualität der Leistungserbringung hat durch die festen Pauschalen zunehmend an Bedeutung gewonnen. Hinzu kommt eine intensive Überprüfung der Leistungsstrukturen auch durch den Wettbewerb mit benachbarten Krankenhäusern. Leistungsstarke Krankenhäuser profitieren von diesem Wettbewerb, leistungsschwache Krankenhäuser müssen sich umorientieren. Vorwiegend für die regional ausgerichteten kleineren kommunal geführten Häuser der Grund- und Regelversorgung wächst der Druck sich zu konzentrieren, defizitäre Bereiche zu schließen bis hin zur Aufgabe von Krankenhausstandorten. Diesen Prozess der Weiterentwicklung der bayerischen Krankenhausstrukturen begleitet der vdek im Interesse seiner angeschlossenen Mitgliedskassen und deren Versicherten sehr intensiv.