Fünftes Dialogforum Prävention in Hessen

Am 16.05.2019 trafen sich die Partner der „hessischen Landesrahmenvereinbarung zur Umsetzung des Präventionsgesetzes“ zum 5. Dialogforum im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration (HMSI) in Wiesbaden. Im Mittelpunkt des Austausches standen die Berichterstattung über die Entwicklungen seit dem 4. Dialogforum im Herbst 2018 sowie die Festlegung der zukünftigen Handlungsfelder für Prävention und Gesundheitsförderung in Hessen.

Porträt eines Mannes mit Brille

 

Zu Beginn der Veranstaltung betonte Dr. Stephan Hölz, Abteilungsleiter Gesundheit im HMSI, erneut die Notwendigkeit einer auf die jeweilige Region passgenau zugeschnittenen Präventionsstrategie.

Dazu passend wurde das neue kommunale Förderprogramm des GKV-Bündnisses für Gesundheit vorgestellt. Es soll eine Gesamtstrategie der Kommunen und damit eine noch engere Zusammenarbeit der Beteiligten ermöglichen und im Besonderen qualitätsgesicherte und nachhaltige Präventionsprojekte für vulnerable Zielgruppen in Kommunen begünstigen. Alle Kommunen, die bereits Koordinationsstrukturen aufgebaut haben oder mit Projektantragstellung aufbauen, können sich an das Programmbüro des GKV-Bündnisses für Gesundheit wenden, das beim Verband der Ersatzkassen e.V., Landesvertretung Hessen, angesiedelt ist.

Schuleingangsuntersuchung wichtiger Impuls für die Ermittlung von Präventionsbedarfen

Ferner wurden die vorliegenden Daten der Schuleingangsuntersuchungen vorgestellt und eingeordnet. Dabei betonte Dr. Helmut Uphoff vom „Hessischen Landesplanungs- und Untersuchungsamt im Gesundheitswesen – Zentrum für Gesundheitsschutz“ einerseits die Wichtigkeit der vollumfassenden Schuleingangsuntersuchung.  

Teilnehmer schauen einer POwerpoint-Präsentation zu

 

Er zeigte weiterhin auf, welche Bedarfe sich aus diesen Daten ermitteln lassen, für die ggf. auch Präventionsprojekte entwickelt und angeboten werden können.

Drei Jahre Landesrahmenvereinbarung – eine Zwischenbilanz

Im weiteren Verlauf des fünften Dialogforums Prävention haben die Partner der „hessischen Landesrahmenvereinbarung zur Umsetzung des Präventionsgesetzes“ die Arbeit der vergangenen drei Jahre seit Unterzeichnung der Vereinbarung analysiert und bilanziert, welche Ziele erreicht worden sind. Dabei betonten die Partner, wie essentiell eine gute Vernetzung und eine gut aufeinander abgestimmte Zusammenarbeit ist. Erneut wurde hervorgehoben, dass eine enge Zusammenarbeit mit den Kommunen wichtig ist, um lebensweltbezogene Gesundheitsförderung und Prävention nachhaltig zu stärken und dauerhaft im Land und in den Kommunen zu verankern. Es wurde auch diskutiert, wie die Kommunen noch stärker als bislang bei der Umsetzung von Präventionsprojekten unterstützt werden können. Sogenannte „Kommunale Kümmerer“ könnten beispielsweise als Bindeglied und Schnittstelle eine wichtige Rolle einnehmen und den Kommunen beratend zur Seite stehen.

 
Zwei Männer und eine Frau sitzen an einem Tisch und hören zu

v.l.n.r.: Dr. Axel Kortevoß (Referatsleiter Ambulante Versorgung, vdek-Landesvertretung Hessen), Claudia Ackermann (Leiterin der vdek-Landesvertretung Hessen), Wolfgang Schmidt-Rosengarten (Leiter des Referats Prävention und Suchthilfe im HMSI) 

Vertreter der GKV betonten dabei die Sonderrolle Hessens als ursprünglich erstem Bundesland mit einer Landesrahmenvereinbarung Prävention. Durch die geleistete Aufbauarbeit im strukturellen Bereich seien Land und Dialogforum Vorreiter bei der Umsetzung des Präventionsgesetzes.

Die Teilnehmer des Dialogforums waren sich einig, dass es im Bes. mit neuen kommunalen Strukturen leichter gelingen kann, Präventionsprojekte flächendeckend zu etablieren.

„Die Teilnehmer des Dialogforums Prävention haben in den vergangenen drei Jahren damit begonnen, Strukturen sukzessive aufzubauen. Jetzt müssen Taten in der Umsetzung folgen. Hierfür sind alle Partner der LRV verantwortlich. Wir arbeiten weiter mit großem Einsatz daran, Prävention und Gesundheitsförderung stärker in der Lebenswirklichkeit zu verankern."

Claudia Ackermann, Leiterin der vdek-Landesvertretung Hessen

Gruppenbild der Teilnehmer auf einer Treppe

Das nächste Dialogforum Prävention ist für Herbst 2019 geplant.