Reges Interesse bei Pressegespräch in der Königsberger Diakonie

Die Ersatzkassen unterstützen in den nächsten drei Jahren die Königsberger Diakonie bei Maßnahmen zur Gesundheitsförderung von älteren Menschen. Bei einem Pressegespräch in Wetzlar wurde das Projekt vorgestellt.

Mit zunehmendem Alter fällt es Seniorinnen und Senioren schwerer, den Alltag mit allen Sinnen wahrzunehmen. Die Sehkraft lässt nach, Gerüche und Geschmack können nur noch eingeschränkt empfunden werden. Das führt oft dazu, dass auch die Freude am Essen verloren geht – manchmal sogar so sehr, dass eine Mangelernährung eintritt. Schwäche, Infektanfälligkeit und eine verzögerte Genesung nach Krankheiten können die Folge sein.

Damit es möglichst nicht so weit kommt, hat die Königsberger Diakonie gemeinsam mit dem Verein „Mehr Zeit für Kinder e. V.“ ein neuartiges Präventionsprojekt entwickelt, das am 05.02.2020 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

Zehn Frauen stehen auf einer Terrasse. Vier von ihnen stehen links von einem Aufsteller, auf dem geschrieben steht "Für ein gesundes Gleichgewicht im Leben". Die anderen sechs Frauen stehen rechts daneben.

Die Projektpartnerinnen zu Beginn des Pressegesprächs 

 „Für ein gesundes Gleichgewicht im Leben“ soll die rund 400 Bewohner in vier stationären Pflegeeinrichtungen durch Entspannung, Achtsamkeit und richtige Ernährung zu einem gesünderen Lebensstil motivieren. Da sich die vier Häuser strukturell in ihrer Größe, der Einbindung von Tagespflege und durch separate oder integrierte Betreuung von an Demenz erkrankten Menschen zum Teil deutlich unterscheiden, wird bei der Konzeption und Umsetzung der Maßnahmen jedes Haus gesondert betrachtet, und die individuellen Bedürfnisse seiner jeweiligen Bewohnerinnen und Bewohner werden in den Vordergrund gerückt.

Im Rahmen des vdek-Präventionskonzeptes unterstützen die Ersatzkassen, vertreten durch den vdek, das Projekt „Für ein gesundes Gleichgewicht im Leben“ in den kommenden drei Jahren mit über 240.000,00 Euro.

Claudia Ackermann, Leiterin der vdek-Landesvertretung Hessen, stellte zunächst kurz das Präventionsgesetz vor, das in seiner heutigen Form die gesetzliche Grundlage für viele Präventionsprojekte bildet, bevor sie die Fördermöglichkeiten durch das vdek-Präventionskonzept erklärte. Dabei stellte sie auch heraus, dass „Für ein gesundes Gleichgewicht im Leben“ das erste Projekt in stationären Pflegeeinrichtungen ist, das alle Ersatzkassen in Hessen gemeinsam fördern. Das ist #regionalstark. 

 

An einem langen Tisch sitzen zu beiden Seiten sechs Personen. Bis auf eine Person sind alles Frauen.

Claudia Ackermann, Leiterin der vdek-Landesvertretung, erklärt die Fördermöglichkeiten.

Sowohl bei der Maßnahmenplanung und Konzeptentwicklung als auch bei der Umsetzung des Projektes wird die Königsberger Diakonie vom Verein „Mehr Zeit für Kinder e. V.“ (MZfK) unterstützt. MzfK verfügt über langjährige Erfahrungen im Bereich der Prävention und der Gesundheitsförderung sowie in den Bereichen Entspannung und Ernährung hinsichtlich der Anbieterqualifikation laut Leitfaden Prävention.

 

Eine Frau mit dunklen Haaren und schwarzem Blazer sitzt an einem Tisch. Sie schaut nach links.

Eva Steinmetz, Vorstand der Königsberger Diakonie

Eva Steinmetz, Vorstand der Königsberger Diakonie, freute sich, dass die Ersatzkassen das Präventionsprojekt der Königsberger Diakonie fördern. Sie stellte heraus, dass das Projekt zusätzlich die Chance bietet, die Pflegeeinrichtungen ganzheitlich weiterzuentwickeln und sowohl für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als auch für Bewohnerinnen und Bewohner einen deutlichen Mehrwert zu erzielen.

Eine Frau mit blauem Kleid und langen hellbraunen Haaren sitzt an einem Tisch und redet.

Katrin Bunk, Mehr Zeit für Kinder e. V.

Für den Verein „Mehr Zeit für Kinder e. V.“ (MZfK) sei es wichtig, gesundheitsförderliche Themen im Alltag eigenständig umzusetzen und die Einrichtungen umfassend und nachhaltig darin zu unterstützen,  sagte Katrin Bunk, stellvertretende Geschäftsführerin von MZfK. Anlässlich des Pressetermins zeigten sie und ihre beiden ebenfalls angereisten Mitarbeiterinnen Beispiele für gezielte Entspannungs- und Sinnesübungen in stationären Pflegeeinrichtungen, die auch gleich in der Praxis erprobt werden konnten.

An einem langen Tisch sitzen 8 Frauen und ein Mann. Der Mann benutzt einen Laptop. Die Frauen rollen Massagebälle in ihren Händen.