Betriebliches Gesundheitsmanagement

Interview DRK Krankenhaus Saarlouis zu MEHRWERT:PFLEGE

In einem gemeinsamen Interview beantworteten Barbara Baltus, Pflegedirektorin vom DRK Krankenhaus in Saarlouis, und Rainer Dannegger, Geschäftsführender Direktor der DRK Krankenhaus GmbH Saarland, drei Fragen zur Umsetzung von MEHRWERT:PFLEGE in Saarlouis.

Baltus DRK SLS_Fokus regionalstark

Barbara Baltus

Pflegedirektorin DRK Krankenhaus in Saarlouis

 

DRK_Dannegger

Rainer Dannegger

Geschäftsführender Direktor der DRK Krankenhaus GmbH Saarland

 

Frage 1: Am DRK-Krankenhaus in Saarlouis wird bereits seit 2017 ein betriebliches Gesundheitsmanagement umgesetzt. Warum haben Sie sich entschieden, zusätzlich externe Unterstützung durch das Angebot MEHRWERT:PFLEGE einzuholen?

zu 1) Wir haben uns dazu entschieden externe Unterstützung durch das Angebot MEHRWERT-PFLEGE einzuholen, um unsere BGM-Strukturen zu festigen und mit Nachhaltigkeit im Betrieb zu verankern. Durch externe Beratung werden „Blinde Flecken“ mit Licht erhellt und wir als reflektierter Betrieb sind offen für jede neue Erkenntnis.

Frage 2: Würden Sie auch anderen Einrichtungen (Hinweis: das Angebot von MEHRWERT:PFLEGE kann von stationären Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern in Anspruch genommen werden) empfehlen, sich durch die Experten von MEHRWERT:PFLEGE begleiten zu lassen? Wenn ja, warum?

zu 2) Ja, wir würden auf jeden Fall Einrichtungen empfehlen sich an MEHRWERT:PFLEGE zu beteiligen. Ein Angebot, in dem es um die Verbesserung der Situation Pflegender geht, sollte genutzt werden. Das Gesundheitssystem befindet sich aktuell in einer außergewöhnlichen Lage, sodass ein gutes Betriebsklima und zufriedene Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen entscheidend für eine gute Patientenversorgung sind. Einen zusätzlichen Blickwinkel von außen zu erhalten, um Gelungenes beizubehalten und sich von Überflüssigem zu trennen, ist unserem Betrieb sehr wichtig. Den Spagat zwischen wenig Personal, hoher Pflegequalität und gesunden Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen lässt sich durch ein gut strukturiertes betriebliches Gesundheitsmanagement erhalten. Eine positive Arbeitsatmosphäre, fördert gesunde und zufriedene Mitarbeiter, die gerne bei uns tätig sind.

Frage 3: Das Corona-Virus hält uns über zwei Jahren in Atem und hat auch den Alltag in Krankenhäusern und Pflegeheimen auf den Kopf gestellt. Warum ist aus Ihrer Sicht genau jetzt die richtige Zeit, um das Thema Gesundheit stärker in Betrieben zu verankern? Warum hat sich das DRK-Krankenhaus entschlossen, dies trotz der Corona-Pandemie zu tun?

zu 3) Unsere grundsätzliche Entscheidung fiel bereits vor Corona. Corona hinterlässt zusätzlich Spuren beim Personal. Die erste bis dritte Welle hat uns gezeigt, wie wichtig der persönliche Kontakt zu unseren Mitarbeitern im „Face to Face“ Austausch ist – trotz Maskenpflicht. Gerade junge Familienmütter und -väter meisterten Drei- bis Vierfachbelastungen durch die Neuorganisation der Arbeits- und Familienstrukturen. Kurzarbeit, Ängste den Job zu verlieren etc. Soziale Strukturen wie Kindergarten und Schule waren nicht mehr verlässlich und die Familien standen vor nie dagewesenen Herausforderungen. Flexibilität und Kreativität eines jeden Einzelnen wurden gefordert. Mit Tools aus dem betrieblichen Gesundheitsmanagement und immer einem offenen Ohr für die Alltagssorgen unterstützen wir unsere Mitarbeiter. Die Arbeit darf nicht zu einer zusätzlichen Belastung führen! Das ist uns ein großes Anliegen.


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Das ersatzkassengemeinsame Angebot MEHRWERT:PFLEGE

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MEHRWERT:PFLEGE unterstützt Krankenhäuser und (teil-)stationäre Pflegeeinrichtungen ganzheitlich in der betrieblichen Gesundheitsförderung. Die teilnehmenden Organisationen erhalten kostenfrei eine umfassende Prozessberatung zum Auf- bzw. Ausbau ihres betrieblichen Gesundheitsmanagements. Das Ziel ist es, die psychosoziale und physische Gesundheit der Beschäftigten zu verbessern. Für die Phase der Maßnahmenumsetzung steht der eigens konzipierte Gesundheitsbaukasten zur Verfügung, aus dem Maßnahmen der Gesundheitsförderung bedarfsgerecht ausgewählt und in den Gesamtprozess integriert werden können. Durch die Umsetzung von MEHRWERT:PFLEGE sollen die Organisationen dazu befähigt werden, den Prozess auch selbstständig weiterzuführen. Mehr