Gesunde Lebenswelten
Unter der Dachmarke „Gesunde Lebenswelten“ bündeln die Ersatzkassen ihr Engagement zur Stärkung der gesundheitlichen Chancengleichheit und vereinen verschiedene Aktivitäten mit dem Fokus auf Zielgruppen mit besonderem Präventions- und Gesundheitsförderungsbedarf. Im Fokus des gemeinsamen Vorgehens steht das Engagement in nichtbetrieblichen Lebenswelten und in stationären Pflegeeinrichtungen.
Mit Prävention- und Gesundheitsförderungsmaßnahmen in nichtbetrieblichen Lebenswelten sollen ausdrücklich schwer erreichbare Zielgruppen mit schlechteren Gesundheitschancen (vulnerable Zielgruppen) und einem Schwerpunkt im Setting Kommune oder Quartier angesprochen werden. Dies können im Besonderen Projekte sein für Menschen mit Behinderung, ältere Menschen, pflegende Angehörige und auch Menschen aus benachteiligten Quartieren.
Neben Projekten zur Gesundheitsförderung und Prävention für vulnerable Zielgruppen in nichtbetrieblichen Lebenswelten engagieren sich die Ersatzkassen und der vdek ebenfalls für Projekte, die sich an Bewohnerinnen und Bewohner in (teil-)stationären Pflegeeinrichtungen richten.
Dabei können jeweils ausgewählte Projekte begleitet werden, die den im Leitfaden Prävention bzw. im Leitfaden Prävention in stationären Pflegeeinrichtungen festgelegten Handlungsfeldern und Qualitätskriterien entsprechen. Neben neuen innovativen Projektideen können auch Erfahrungen aus bereits umgesetzten Projekten geprüft, weiterentwickelt und gefördert werden.
Die fachliche Begleitung der Präventionsprojekte erfolgt über die vdek-Landesvertretung Bayern. Für die Antragstellung stehen Ihnen folgende Antragsformulare zur Verfügung:
Stand: 01.01.2026
Stand: 01.01.2026
Ihre Ansprechpartnerin für Gesunde Lebenswelten:
Inés Rösner
Arnulfstraße 201 a
80634 München
Tel.: 089 / 55 25 51-44
Laufende Projekte nach § 5 SGB XI
Neben körperlichem und seelischem Wohlbefinden ist auch das soziale Miteinander ein entscheidender Faktor für unsere Gesundheit. In stationären Pflegeeinrichtungen spielen daher Gruppenaktivitäten eine wichtige Rolle im Alltag der Bewohnenden. Das Projekt „agiL“ knüpft an diesen Ansatz an. Während der zweijährigen Projektdauer soll das bestehende Betreuungs- und Bewegungsangebot um einen gesundheitsfördernden Bezug ergänzt bzw. vorhandene Maßnahmen weiterentwickelt werden.
Das Projekt wird in fünf stationären Pflegeeinrichtungen in Würzburg und Schweinfurt umgesetzt und startete zum 01.09.2021. Während der gesamten Projektdauer werden die Einrichtungen von qualifizierten Fachkräften des Vereins „Mehr Zeit für Kinder e.V.“ unterstützt und begleitet. Neben der Maßnahmenplanung sollen die Pflegeeinrichtungen auch die Umsetzung der Projektideen aktiv mitgestalten. Im Mittelpunkt steht ein ganzheitlicher Ansatz bestehend aus den Komponenten Bewegungsförderung, kognitive Leistungsfähigkeit, Entspannung und Achtsamkeit. Aufbauend auf einer Bedarfsanalyse werden gemeinsam darauf ausgerichtete Maßnahmen entwickelt.
Besonders wichtig ist die nachhaltige Etablierung der Maßnahmen in den teilnehmenden Einrichtungen. Im Projektverlauf sollen Mitarbeitende dazu befähigt werden, selbstständig gesundheitsfördernde Maßnahmen und Konzepte für Bewohnende zu erarbeiten und diese auch über das Projektende hinaus im Alltag zu integrieren. Darüber hinaus sollen auch die erarbeiteten Strukturen und Prozesse in den Einrichtungen etabliert werden, um die Lebensqualität, das Wohlbefinden und die Gesundheitsressourcen der Bewohnenden langfristig zu stärken.