Gesunde Lebenswelten

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Unter der Dachmarke „Gesunde Lebenswelten“ bündeln die Ersatzkassen ihr Engagement zur Stärkung der gesundheitlichen Chancengleichheit und vereinen verschiedene Aktivitäten mit dem Fokus auf Zielgruppen mit besonderem Präventions- und Gesundheitsförderungsbedarf. Im Fokus des gemeinsamen Vorgehens steht das Engagement in nichtbetrieblichen Lebenswelten und in stationären Pflegeeinrichtungen.

Mit Prävention- und Gesundheitsförderungsmaßnahmen in nichtbetrieblichen Lebenswelten sollen ausdrücklich schwer erreichbare Zielgruppen mit schlechteren Gesundheitschancen (vulnerable Zielgruppen) und einem Schwerpunkt im Setting Kommune oder Quartier angesprochen werden. Dies können im Besonderen Projekte sein für Menschen mit Behinderung, ältere Menschen, pflegende Angehörige und auch Menschen aus benachteiligten Quartieren.

Neben Projekten zur Gesundheitsförderung und Prävention für vulnerable Zielgruppen in nichtbetrieblichen Lebenswelten engagieren sich die Ersatzkassen und der vdek ebenfalls für Projekte, die sich an Bewohnerinnen und Bewohner in (teil-)stationären Pflegeeinrichtungen richten.

Dabei können jeweils ausgewählte Projekte begleitet werden, die den im Leitfaden Prävention bzw. im Leitfaden Prävention in stationären Pflegeeinrichtungen festgelegten Handlungsfeldern und Qualitätskriterien entsprechen. Neben neuen innovativen Projektideen können auch Erfahrungen aus bereits umgesetzten Projekten geprüft, weiterentwickelt und gefördert werden. 

Die fachliche Begleitung der Präventionsprojekte erfolgt über die vdek-Landesvertretung Bayern. Für die Antragstellung stehen Ihnen folgende Antragsformulare zur Verfügung:

Ihre Ansprechpartnerin für Gesunde Lebenswelten: 

Inés Rösner-Mimilidis

Arnulfstraße 201 a
80634 München

Tel.: 089 / 55 25 51-44

Abgeschlossene Projekte nach § 5 SGB XI

agiL - ausgeglichen und gesund in jedem Lebensabschnitt

agiL – ausgeglichen und gesund in jedem Lebensabschnitt

Neben körperlichem und seelischem Wohlbefinden ist auch das soziale Miteinander ein entscheidender Faktor für die Gesundheit. In stationären Pflegeeinrichtungen spielen daher Gruppenaktivitäten eine wichtige Rolle im Alltag der Bewohnenden. Das Projekt „agiL“ knüpfte an diesen Ansatz an und ergänzte bzw. entwickelte bestehende Betreuungs- und Bewegungsangebote um gesundheitsfördernde Aspekte weiter.

Das Projekt wurde in fünf stationären Pflegeeinrichtungen in Würzburg und Schweinfurt umgesetzt und startete am 01.09.2021. Während der Projektlaufzeit wurden die Einrichtungen von qualifizierten Fachkräften des Vereins „Mehr Zeit für Kinder e. V.“ unterstützt und begleitet. Neben der Maßnahmenplanung gestalteten die Pflegeeinrichtungen die Umsetzung der Projektideen aktiv mit. Im Mittelpunkt stand ein ganzheitlicher Ansatz mit den Schwerpunkten Bewegungsförderung, kognitive Leistungsfähigkeit, Entspannung und Achtsamkeit. Auf Grundlage einer Bedarfsanalyse wurden gemeinsam entsprechende Maßnahmen entwickelt und umgesetzt.

Ein besonderer Fokus lag auf der nachhaltigen Verankerung der Maßnahmen in den teilnehmenden Einrichtungen. Ziel war es, Mitarbeitende zu befähigen, gesundheitsfördernde Maßnahmen und Konzepte für Bewohnende eigenständig zu entwickeln und langfristig in den Alltag zu integrieren. Darüber hinaus wurden Strukturen und Prozesse geschaffen, die dazu beitragen, die Lebensqualität, das Wohlbefinden und die Gesundheitsressourcen der Bewohnenden dauerhaft zu stärken.

Projektlaufzeit: 01.09.2021 bis 31.12.2023