Bevölkerung
Die amtliche Bevölkerungsvorausberechnung prognostiziert für Berlin bis 2045 einen Zuwachs auf über vier Millionen Einwohner:innen – ein Plus von mehr als zehn Prozent. Gleichzeitig wird die Stadt deutlich älter: Der Anteil der Menschen über 67 Jahre steigt von rund 17% im Jahr 2021 auf knapp 20% im Jahr 2045.
Damit wird sichtbar, dass die wachsende Metropole nicht nur mehr, sondern auch zunehmend ältere Bürger:innen versorgen muss. Für die Ersatzkassen bedeutet dies, Prävention, Gesundheitsförderung und solidarische Finanzierung besonders zu unterstreichen – damit alle Generationen auch künftig gleichberechtigten Zugang zu einer hochwertigen Versorgung haben.
Die Grafik zeigt: Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen sind nach wie vor die häufigsten Todesursachen in Berlin – zusammen machen sie über 60 % aller Todesfälle aus.
Diese Entwicklung verdeutlicht, dass Prävention und Früherkennung in Berlin gezielter ausgebaut werden müssen. Die Ersatzkassen setzen sich daher für den konsequenten Ausbau quartiersbezogener Präventionsangebote ein, etwa für Bewegung, Ernährung und Stressbewältigung – besonders in sozialen Brennpunkten. Die bestehenden Programme der Krankenkassen sollten über kommunale Rahmenkonzepte gestützt und systematisch in Lebenswelten wie Kitas, Schulen, Betriebe und Pflegeeinrichtungen eingebunden und nachhaltig verankert werden. Das Land Berlin ist gefordert, verbindliche Konzepte für Prävention zu entwickeln und ressortübergreifend umzusetzen.
Seit 2016 ist in Berlin ein leichter Rückgang der Geburtenzahlen zu beobachten. Zwar bleibt die absolute Zahl vergleichsweise hoch, die demografische Entwicklung weist jedoch auf eine schrittweise Alterung hin.
Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, gesundheitliche Unterstützungsangebote für Familien konsequent auszubauen. Ein wichtiger Baustein ist dabei eine verlässliche Hebammenversorgung in allen Bezirken, die auch aufsuchende Angebote im häuslichen Umfeld einschließt.
Berlin gehört mit einem Durchschnittsalter von 42,8 Jahren zu den jüngeren Bundesländern – dennoch steigt der Anteil älterer Menschen kontinuierlich an.
Diese Entwicklung verdeutlicht, dass die Hauptstadt gleichzeitig von einem Bevölkerungswachstum und von einer demografischen Alterung geprägt ist. Während die Zahl jüngerer Menschen weitgehend stabil bleibt, wird die Gruppe der Älteren künftig einen größeren Anteil an der Stadtgesellschaft ausmachen. Dies verändert langfristig die sozialen Strukturen, die Lebenswelten und auch die Nachfrage nach gesundheitsbezogenen Angeboten.
Seit 2016 ist in Berlin ein leichter Rückgang der Geburtenzahlen zu beobachten. Zwar bleibt die absolute Zahl vergleichsweise hoch, die demografische Entwicklung weist jedoch auf eine schrittweise Alterung hin.
Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, gesundheitliche Unterstützungsangebote für Familien konsequent auszubauen. Ein wichtiger Baustein ist dabei eine verlässliche Hebammenversorgung in allen Bezirken, die auch aufsuchende Angebote im häuslichen Umfeld einschließt.
Berlin gehört mit einem Durchschnittsalter von 42,8 Jahren zu den jüngeren Bundesländern – dennoch steigt der Anteil älterer Menschen kontinuierlich an.
Diese Entwicklung verdeutlicht, dass die Hauptstadt gleichzeitig von einem Bevölkerungswachstum und von einer demografischen Alterung geprägt ist. Während die Zahl jüngerer Menschen weitgehend stabil bleibt, wird die Gruppe der Älteren künftig einen größeren Anteil an der Stadtgesellschaft ausmachen. Dies verändert langfristig die sozialen Strukturen, die Lebenswelten und auch die Nachfrage nach gesundheitsbezogenen Angeboten.
Die Zahl der Beschäftigten im Gesundheitswesen liegt in Berlin unter dem Bundesdurchschnitt – trotz steigender Nachfrage, großer Arzt- und Krankenhausdichte.
Dies ist alarmierend und unterstreicht die Notwendigkeit, Berlin als Arbeitsort im Gesundheitswesen attraktiver zu machen. Die Ersatzkassen fordern ein landesseitiges Fachkräfteprogramm mit folgenden Eckpunkten: gezielte Ausbildungsförderung, Schaffung von Studienplätzen insbesondere in Pflege und Therapieberufen, schnellere Anerkennung ausländischer Abschlüsse sowie Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Zudem muss die Integration von Pflegefachkräften in multiprofessionelle Teams (z. B. Community Health Nurses, Physician Assistants) strukturell und finanziell gefördert werden.
Die Grafik zeigt eine hohe Konzentration des Personals in ambulanten und stationären Einrichtungen, während Vorleistungseinrichtungen und der Verwaltungsapparat deutlich schwächer besetzt sind.
Dies spiegelt die noch immer sektoral geprägte Versorgungslogik wider. Die Ersatzkassen fordern daher, ambulante Versorgungsformen – etwa Medizinische Versorgungszentren (MVZ), Primärversorgungszentren oder interdisziplinäre Gesundheitszentren – strukturell zu stärken. Das Land Berlin sollte gezielt dort investieren, wo ambulante Strukturen unterentwickelt sind, etwa in Marzahn-Hellersdorf, Reinickendorf oder Spandau. Neue Berufsbilder und Delegationsmodelle sollten gefördert werden – nicht als Ausnahme, sondern als regulärer Teil der Versorgung.
Broschüre als Download – Das Gesundheitswesen in Berlin
Ausgewählte Basisdaten zur gesundheitlichen und pflegerischen Versorgung 2025/2026