Krankenkassen und Gesundheitsausgaben
Die gesetzliche Krankenversicherung trägt in Berlin die mit Abstand größte Last bei der Finanzierung des Gesundheitssystems – deutlich vor anderen Trägern wie Beihilfe, Rentenversicherung oder Sozialhilfe.
Damit wird klar: Die Stabilität des Berliner Gesundheitswesens hängt wesentlich von der Leistungsfähigkeit der GKV ab. Aus Sicht der Ersatzkassen muss das Land Berlin deshalb stärker in die Daseinsvorsorge investieren – insbesondere in wohnortnahe Infrastruktur, Präventionsnetzwerke und Digitalisierung. Gesundheitsversorgung ist eine öffentliche Aufgabe, die nicht allein durch Beiträge der Versicherten finanziert werden darf. Landesmittel müssen gezielter eingesetzt werden, um strukturelle Engpässe zu beseitigen und soziale Ungleichheiten abzubauen.
Die gesetzliche Krankenversicherung trägt in Berlin die mit Abstand größte Last bei der Finanzierung des Gesundheitssystems – deutlich vor anderen Trägern wie Beihilfe, Rentenversicherung oder Sozialhilfe.
Damit wird klar: Die Stabilität des Berliner Gesundheitswesens hängt wesentlich von der Leistungsfähigkeit der GKV ab. Aus Sicht der Ersatzkassen muss das Land Berlin deshalb stärker in die Daseinsvorsorge investieren – insbesondere in wohnortnahe Infrastruktur, Präventionsnetzwerke und Digitalisierung. Gesundheitsversorgung ist eine öffentliche Aufgabe, die nicht allein durch Beiträge der Versicherten finanziert werden darf. Landesmittel müssen gezielter eingesetzt werden, um strukturelle Engpässe zu beseitigen und soziale Ungleichheiten abzubauen.
Die GKV wendet in Berlin pro Quartal rund 3,8 Milliarden Euro alleine für ärztliche Leistungen auf. Arzneimittel, Heilmittel sowie Ausgaben für pflegerische und therapeutische Leistungen bilden dabei die größten Einzelposten.
Um die wirtschaftliche Tragfähigkeit der Versorgung auch künftig sicherzustellen, fordern die Ersatzkassen verbindliche Regelungen zur Preisbildung bei Arzneimitteln, die Stärkung der Rabattverträge – insbesondere für Biosimilars – sowie eine konsequente Digitalisierung der Verordnungsprozesse. Gleichzeitig müssen interdisziplinäre Versorgungskonzepte stärker gefördert werden – etwa durch Primärversorgungsmodelle, in denen Ärzt:innen, Pflegekräfte, Therapeut:innen und soziale Dienste Hand in Hand arbeiten.
In Berlin ist die Mehrheit der gesetzlich Versicherten bei einer der sechs Ersatzkassen versichert. Dieser hohe Marktanteil verdeutlicht die zentrale Rolle der Ersatzkassen in der gesundheitlichen Versorgung der Hauptstadt.
Aus Sicht der vdek-Landesvertretung Berlin/Brandenburg ergibt sich daraus ein klarer Gestaltungsauftrag: Die Ersatzkassen müssen systematisch in landesweite Versorgungsprozesse eingebunden werden – etwa bei innovativen Versorgungsmodellen, der sektorenübergreifenden Steuerung und der Digitalisierung. Als zentraler Akteur des Gesundheitswesens der Hauptstadt stehen wir bereit, die Gesundheits- und Pflegelandschaft aktiv im Interesse der Versicherten mitzugestalten.
Mit einem Versichertenanteil von 86,7 % stellt die gesetzliche Krankenversicherung das zentrale Versorgungssystem in Berlin dar. Diese breite Absicherung durch die GKV bildet die Grundlage für ein solidarisch finanziertes Gesundheitswesen, das unabhängig von Einkommen, Herkunft oder sozialem Status allen Menschen offensteht.
Die Ersatzkassen setzen sich für die Stärkung der GKV-Strukturen ein – sowohl im Leistungsrecht als auch in der Versorgungsplanung. Die politische Steuerung sollte sich dabei nicht auf Einzelprojekte beschränken, sondern die GKV in ihrer Gesamtverantwortung ernst nehmen: als Versorgungspartner, als Präventionsakteur, als Garant für finanzielle Stabilität im System und als Gestalter eines innovativen Gesundheitswesens.
Die Zahl der bei Ersatzkassen versicherten Berliner:innen wächst seit Jahren stabil – bei gleichzeitiger Stagnation oder leichtem Rückgang bei anderen Kassenarten.
Dieser Trend bestätigt das Vertrauen der Versicherten in die Leistungsfähigkeit und Innovationskraft der Ersatzkassen. Vor diesem Hintergrund fordern die Ersatzkassen mehr strukturelle Einbindung in die regionalpolitische Versorgungsgestaltung – etwa durch Beteiligung an sektorenübergreifenden Versorgungsbündnissen, Modellprojekten zur Primärversorgung oder in landesweite Präventionsprogramme. Die Ersatzkassen stehen bereit, Verantwortung zu übernehmen – vorausgesetzt, die politischen Rahmenbedingungen ermöglichen faire Mitgestaltung.
Broschüre als Download – Das Gesundheitswesen in Berlin
Ausgewählte Basisdaten zur gesundheitlichen und pflegerischen Versorgung 2025/2026