Vorsorge und Rehabilitation

Gesundheit fördern, Krankheit vermeiden oder Krankheitsfolgen verhindern, das sind die Ziele der medizinischen Vorsorgeleistungen der gesetzlichen Krankenkassen. Demgegenüber können die Folgen einer akuten Erkrankung oder eines chronischen Leidens oft so gravierend sein, dass es den Betroffenen nicht mehr möglich ist, ihren Alltag zu meistern. Leistungen zur medizinischen Rehabilitation der Krankenkassen sollen hier die Patienten unterstützen, um trotz der krankheitsbedingten Beeinträchtigungen weitgehend selbstständig leben und am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können. Dazu gehört auch, Pflegebedürftigkeit abzuwenden oder zu mindern.

Maßnahmen der medizinischen Vorsorge und Rehabilitation zählen zum Leistungsangebot der gesetzlichen Krankenversicherung. Die Krankenkassen sind immer dann zuständig, wenn kein anderer Träger wie etwa die Rentenversicherung (bei den meisten erwerbsfähigen Personen) in der Leistungspflicht steht.

Die vdek-Landesvertretung vertritt die Ersatzkassen in unterschiedlichen Gremien und Arbeitsgruppen, die sich mit der Ausgestaltung und Weiterentwicklung der Vorsorge und Rehabilitation oder dem Abschluss von Versorgungsverträgen nach den §§ 111, 111a oder 111c SGB V auf Landesebene befassen.

Stationäre Rehabilitation

Versicherte haben Anspruch auf Leistungen zur medizinischen Rehabilitation, sofern diese notwendig sind, um eine Behinderung oder Pflegebedürftigkeit abzuwenden, zu beseitigen, zu mindern, auszugleichen, ihre Verschlimmerung zu verhüten oder ihre Folgen zu mildern. Wenn Maßnahmen der ambulanten Rehabilitation nicht ausreichen, kann die Krankenkasse die erforderliche Rehabilitation mit Unterkunft und Verpflegung in einer stationären Einrichtung durchführen.

Die Zahl der stationären Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen ist seit 2000 leicht gestiegen. Hintergrund sind vermehrte Maßnahmen im Anschluss an Krankenhausaufenthalte sowie neue geriatrische Rehabilitationsangebote.

Säulendiagramm zu: Vorsorge- und Rehaeinrichtungen

Vorsorge- und Rehaeinrichtungen

Entwicklung der Zahl der Vorsorge- und Rehaeinrichtungen in Niedersachsen

2000 - 2014

Ambulante Rehabilitation

Bei der ambulanten Rehabilitation werden die komplexen Angebote der medizinischen Rehabilitation wohnortnah durchgeführt. Die Verbandszentrale hat auf ihrer Seite die Zulassungsbedingungen zusammengestellt.

Mutter-Vater-Kind

Mütter und Väter, die Kinder erziehen, sind häufig besonders belastet. Daraus können gesundheitliche Probleme entstehen, wenn Überforderungssituationen, Erziehungsschwierigkeiten oder Partnerschaftskonflikte auftreten. Spezielle medizinische Leistungen zur Vorsorge oder Rehabilitation für Mütter und Väter – allein oder mit Kindern – sollen insbesondere durch Berücksichtigung psychosozialer Problemsituationen von Familien helfen, die Gesundheit zu stärken bzw. Behinderung und Pflegebedürftigkeit abzuwenden oder zu mildern.

Die Zahl der Betten im Bereich der Müttergenesung ist ab 1996 deutlich gestiegen. Weil gleichzeitig weniger Leistungsanträge gestellt wurden, ging die Auslastung in vielen Häusern zurück. In der Folge kam es ab 2004 auf hohem Versorgungsniveau zu leichten Kapazitätsanpassungen. Durch dann wieder anhaltend steigende Antragszahlen und eine entsprechende Entwicklung der Belegung sind die Kapazitäten seitdem wieder erweitert worden und erreichen seit 2010 erneut den alten Höchststand.

Parallel zu dieser Entwicklung ist die Zahl der Einrichtungen seit 1996 leicht gesunken. Damit verteilen sich heute mehr Betten auf etwas weniger Häuser. Der Trend bei der Müttergenesung geht also zu größeren, leistungsfähigen Einheiten.

Säulendiagramm zur Müttergenesung: Einrichtungen und Bettenzahl 1996 - 2014

Kapazitäten Müttergenesung

Entwicklung der Zahl der Einrichtungen und Betten in Niedersachsen

1996 - 2014

Niedersachsen hat überproportional viele Mütter- und Mutter/Vater-Kind-Vorsorge- und Rehaeinrichtungen: Fast ein Drittel der Einrichtungen des Müttergenesungswerks befindet sich zwischen Harz und Nordsee, während der Landesanteil an der Bevölkerung der Bundesrepublik nur rund zehn Prozent beträgt. Damit wird in Niedersachsen mit seinen attraktiven Standorten wie etwa an der Küste ein erheblicher Teil der Versorgungskapazitäten auch für Versicherte in anderen Bundesländern vorgehalten.

Tortendiagramm zu Einrichtungen des Müttergenesungswerks 

Einrichtungen Müttergenesungswerk

Zahl der Einrichtungen in Niedersachsen im Vergleich zum restlichen Bundesgebiet

2014