Prävention

Die Krankenkassen haben durch die Gesetzgebung seit 2000 wieder einen erweiterten Handlungsrahmen in der Primärprävention und betrieblichen Gesundheitsförderung erhalten. Dadurch ist es den Krankenkassen möglich, den Gesundheitszustand der Versicherten unter deren aktiver Beteiligung zu verbessern und gesundheitlichen Beeinträchtigungen frühzeitig und wirksam entgegenzuwirken, anstatt sie kostenintensiv zu kurieren. Nähere Informationen hat die Verbandszentrale in einer Übersicht zusammengestellt.

Mammographie-Screening

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Rund 18.000 Frauen sterben jährlich in Deutschland an dieser Erkrankung. Die Heilungschancen eines Mammakarzinoms sind im frühen Stadium allerdings gut und werden durch kontinuierliche Fortschritte in der Therapie immer besser. Rechtzeitig erkannt und behandelt, sind die meisten Erkrankungen heilbar — was es für Frauen umso wichtiger macht, alle Möglichkeiten der Früherkennung zu nutzen:

Die Krebsvorsorge-Untersuchung für Frauen ab 30 Jahren und die regelmäßige Selbstuntersuchung der Brust sind die zwei ersten Bausteine in der Früherkennung. Mit dem 50. Lebensjahr kommt die regelmäßige Teilnahme am Mammographie-Screening dazu.

Die Mammographie ist eine Röntgenuntersuchung der Brust. Sie kann Veränderungen sichtbar machen, lange bevor sie tastbar sind. Mit dieser Untersuchungsmethode kann der Krebs in einem Stadium entdeckt werden, in dem er gut heilbar ist. Zum Mammographie-Screening werden Frauen zwischen 50 und 69 Jahren eingeladen, da in diesem Alter das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, besonders hoch ist.

Das Screening ist also keine Maßnahme, die bei einem konkreten Verdacht durchgeführt wird, sondern die vorsorgliche Untersuchung in einem Altersabschnitt, in dem Frauen besonders gefährdet sind, an Brustkrebs zu erkranken.

Die Qualitätsanforderungen an die befundenden Ärzte im Screening sind sehr hoch. Sie müssen im Jahr Aufnahmen von mindestens 5.000 Frauen begutachten, um durch ihre Erfahrung die Zuverlässigkeit der Befunde zu gewährleisten. Zudem werden die Aufnahmen immer von zwei Ärzten begutachtet. Auffällige Befunde werden im Team besprochen.

Die Einladung zum Screening erfolgt für Niedersachsen und weitere Bundesländer durch das Gesundheitsamt Bremen. Frauen müssen sich daher nicht um einen Termin bemühen, sondern werden im Abstand von zwei Jahren persönlich eingeladen.

In Niedersachsen stehen insgesamt 41 Mammographie-Einheiten für die Befunderhebung zur Verfügung.

Weitere Informationen erhalten Sie beim Mammographie Screening Bremen