Zur Landtagswahl in Rheinland-Pfalz haben wir die Parteien zu ihren Positionen in der Gesundheits- und Pflegepolitik befragt. An dieser Stelle veröffentlichen wir die Antworten der CDU Rheinland-Pfalz auf unseren Wahlprüfstein.
Zur Landtagswahl in Rheinland-Pfalz haben wir die Parteien zu ihren Positionen in der Gesundheits- und Pflegepolitik befragt. An dieser Stelle veröffentlichen wir die Antworten der CDU Rheinland-Pfalz auf unseren Wahlprüfstein.
Gordon Schnieder ist seit 2024 Landesvorsitzender der CDU des Landes Rheinland-Pfalz. Als Spitzenkandidat der CDU Rheinland-Pfalz tritt er bei der Landtagswahl an. Zuvor war er Oberbürgermeister in Birresborn und ist seit vielen Jahren in verschiedenen Funktionen in der Landespolitik aktiv.
vdek: Ein unzureichende Patientensteuerung führt bundesweit und auch in Rheinland-Pfalz zu Fehlversorgungen, insbesondere durch eine hohe Inanspruchnahme der Notaufnahmen und eine mangelnde Koordination.
Wir wollen, dass Patientinnen und Patienten schneller in die richtige Versorgungsebene kommen – und zwar verlässlich, digital unterstützt und mit klaren Zuständigkeiten. Dafür setzen wir auf folgende Bausteine:
Zudem unterstützen wir die Einführung des Primärarztsystems, bei welchem Hausärztinnen und Hausärzte als erste Anlaufstelle eine Lotsenfunktion wahrnehmen und so andere medizinische Einrichtungen entlasten. Auch eine integrierte Notarztzentrale sorgt dafür, dass Notfälle effizient, kompetent und zentral gesteuert werden können. Wir setzen uns dafür ein, Schnittstellen zwischen Rettungsdienst und ambulanter Versorgung zu optimieren. Ziel ist es, kurze Reaktionszeiten zu sichern, Ressourcen gezielt einzusetzen und die Versorgungsqualität auch in schwierigen Lagen stabil zu halten.
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Wir sorgen für eine starke, zukunftsfähige und verlässliche Pflege – mit konsequenter Entlastung und echter Unterstützung.
Für uns als CDU Rheinland-Pfalz ist klar: Gesundheit darf keine Frage der Postleitzahl sein. Versorgung müssen in Stadt und Land gleichwertig gesichert sein – durch mehr Personal, bessere Strukturen und konsequente Digitalisierung.
Deshalb werden wir die Anzahl der Pflegeausbildungsplätze um mindestens 25 Prozent steigern, die Medizinstudienplätze von derzeit 450 auf 650 Plätze pro Jahr erhöhen und uns für die Gründung einer zweiten medizinischen Fakultät sowie den Ausbau mehrerer Satellitenstandorte einsetzen. Mit unserem Programm „Start, Stay & Comeback“ wollen wir Studentinnen und Studenten sowie ältere Ärztinnen und Ärzte für den Dienst in Rheinland-Pfalz zurückgewinnen. Zudem beschleunigen wir die Anerkennung ausländischer Abschlüsse bei Wahrung unserer hohen Qualitätsstandards.
Wir sorgen für moderne und eƯizientere Strukturen. Dazu gehört eine stärkere Verzahnung von ambulanter und stationärer Versorgung, der Ausbau von sektorenübergreifenden Praxiskliniken, die haus- und fachärztliche Angebote bündeln und bei Bedarf um passende Angebote erweitert werden sowie eine Planung, die Erreichbarkeit, Qualität und regionale Bedarfe zusammen denkt.
Die Chancen der Digitalisierung müssen konsequent genutzt werden. Telemedizin und Videosprechstunden können die Sicherstellung der medizinischen Versorgung nicht ersetzen, aber sie können eine wichtige Ergänzung sein – besonders dort, wo Wege weit sind und Fachärzte fehlen. Um deutlich kürzere Warteizeiten bei der Terminvergabe zu erreichen, werden wir Terminservicestellen stärken und digitale Terminvermittlungen ausbauen. Informationen müssen dort ankommen, wo sie gebraucht werden. Neben der elektronischen Patientenakte braucht es dafür eine digitale Infrastruktur, die funktioniert – mit sicheren Kommunikationswegen und einheitlichen Standards. So erreichen wir eine umfassende und verlässliche Versorgung, die wohnortnahe Strukturen und digitale Angebote sinnvoll verbindet.
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Gesundheit darf keine Frage der Postleitzahl sein: Mit mehr Fachkräften, klaren Strukturen und Digitalisierung sichern wir beste Versorgung im ganzen Land.
vdek: Die pflegerische Versorgung in Rheinland-Pfalz steht angesichts des Fachkräftemangels, steigender Eigenanteile für Pflegebedürftige und wachsender Anforderungen an Qualität und Koordination unter großem Druck. Die Eigenbeteiligung in stationären Pflegeeinrichtungen stieg in Rheinland-Pfalz im Vergleich zum Januar 2025 im ersten Aufenthaltsjahr von Jahr von 3.003 Euro auf 3.222 Euro in 2026. Damit wächst der finanzielle Druck auf Pflegebedürftige und Angehörige weiter.
Aus Sicht der CDU Rheinland-Pfalz braucht es ein Bündel an Maßnahmen, um für eine nachhaltige Entlastung im Bereich der Pflege zu sorgen:
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Wir sorgen für eine starke, zukunftsfähige und verlässliche Pflege – mit konsequenter Entlastung und echter Unterstützung.
Welche Schwerpunkte setzen die Parteien für die zukünftige rheinland-pfälzische Gesundheits- und Pflegepolitik? Die Antwort finden Sie in unserem Wahlprüfstein zur Landtagswahl. » Lesen