Ambulante Rehabilitation in Bayern

Wie die stationäre Rehabilitation erfasst auch die ambulante Rehabilitation alle für den Patienten individuell erforderlichen medizinischen Leistungen und Behandlungsmöglichkeiten. Ziel ist es nicht nur vorübergehende alltagsrelevante Beeinträchtigungen der Aktivitäten und Teilhabe zu bessern und einer Pflegebedürftigkeit des Versicherten vorzubeugen. Bei dieser wohnortnahen Rehabilitationsform wird die Integration des Betroffenen in das gewohnte berufliche und soziale Umfeld erleichtert und durch die Einbeziehung der Lebenswirklichkeit in die rehabilitative Behandlung eine Aktivierung des Selbsthilfepotenzials gefördert.

Auf Basis der Anforderungen aus den trägerübergreifend vereinbarten und jeweils indikationsbezogenen „BAR-Rahmenempfehlungen zur ambulanten medizinischen Rehabilitation“ sind in Bayern gegenwärtig 90 ambulante indikationsübergreifende Rehabilitationseinrichtungen mit 110 Versorgungsverträgen sowie 6 Einrichtungen für die Rehabilitation psychisch kranker und behinderter Menschen (RPK) zugelassen. Ergänzt wird dieses Angebot durch 5 mobile geriatrische Rehabilitationseinrichtungen. Eine anzahlmäßige Differenzierung der Einrichtungen nach den einzelnen medizinischen Indikationsbereichen ist nachfolgender Tabelle zu entnehmen:

Indikation Anzahl
Muskuloskeletale Erkrankungen 73
Neurologische Erkrankungen 12
Kardiologische Erkrankungen 5
Psychische und psychosomatische Erkrankungen 3
Geriatrische Erkrankungen 12
Suchterkrankungen 2
Rehabilitation psychisch kranker und behinderter Menschen (RPK) 6

Die mobile Rehabilitation stellt eine besondere Form der ambulanten Rehabilitation dar. Diese kommt in Betracht, sofern eine angemessene Versorgung mit anderen Rehabilitationsangeboten nicht möglich ist. Es handelt sich hierbei um rehabilitationsbedürftige Menschen, bei denen die Rehabilitationsfähigkeit und eine positive Rehabilitationsprognose ausschließlich für das gewohnte oder ständige Wohnumfeld festgestellt werden kann. Mobile Rehabilitation zeichnet sich insofern gegenüber anderen Rehabilitationsformen dadurch aus, als sie den Menschen in seinem vertrauten häuslichen Umfeld berücksichtigt und dieses mit einbezieht. Diese Form der Rehabilitation eignet sich nicht nur für die geriatrische Rehabilitation, sondern auch für andere Indikationen.