Stationäre Rehabilitation in Bayern

Zielsetzung rehabilitativer Versorgung in stationären Rehabilitationseinrichtungen nach §§ 111 und 111a SGB V ist es, nicht nur vorübergehende alltagsrelevante Beeinträchtigungen der Aktivitäten und Teilhabe zu verbessern und einer Pflegebedürftigkeit des Versicherten vorzubeugen. Durch eine frühzeitige Einleitung der gebotenen Behandlungsmaßnahmen soll der Patient (wieder) befähigt werden, eine Erwerbstätigkeit bzw. bestimmte Aktivitäten des täglichen Lebens möglichst in der Art und dem Ausmaß auszuüben, in der sie für seinen persönlichen Lebenskontext als typisch erachtet werden. Dies erfordert in der Regel eine interdisziplinäre und teamorientierte Patientenversorgung.

In Bayern stehen den Mitgliedern der Ersatzkassen derzeit 305 stationäre Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen (davon 63 geriatrische Einrichtungen) mit insgesamt 16.692 Betten zur Verfügung. Neben den klassischen Indikationsbereichen der orthopädischen, neurologischen und kardiologischen Erkrankungen spielt ebenso die Psychosomatik eine wachsende Rolle. Auch im Bereich der geriatrischen Rehabilitation besteht ein flächendeckendes Versorgungsangebot auf qualitativ exzellentem Niveau. Eine besondere Form der stationären Vorsorge und Rehabilitation sind Mutter-Vater-Kind-Maßnahmen. Diese speziellen Maßnahmen werden in Einrichtungen des Müttergenesungswerkes oder Mutter-Vater-Kind-Einrichtungen mit Versorgungsvertrag nach § 111 a SGB V erbracht.

Einrichtungen Anzahl
Vorsorge- und Reha 188
Suchteinrichtungen 30
Geriatrie 63
Mutter 2
Mutter-/Vater-Kind 21
Rehabilitation psychisch kranker und behinderter Menschen (RPK) 9