Gesundheitschancen sind noch immer ungleich verteilt. Menschen in belastenden Lebenslagen erkranken häufiger und profitieren oft weniger von Angeboten der Prävention und Gesundheitsförderung. Mehr als zehn Jahre nach Inkrafttreten des Präventionsgesetzes bleibt die Förderung gesundheitlicher Chancengleichheit deshalb eine zentrale Aufgabe der gesetzlichen Krankenversicherung und ihrer Partner.
Vor diesem Hintergrund kamen beim Dialogforum Prävention Hessen 2026 im Haus der Jugend in Frankfurt Vertreterinnen und Vertreter der Partnerorganisationen der Landesrahmenvereinbarung Prävention Hessen sowie der Fachforen zusammen. Ziel war es, erfolgreiche Ansätze sichtbar zu machen sowie aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der Präventionsarbeit in Hessen zu diskutieren.
Gemeinsame Verantwortung für mehr gesundheitliche Chancengleichheit
„Gesundheitliche Chancengleichheit zu stärken bleibt eine gemeinsame Aufgabe. Das Dialogforum hat gezeigt, wie wichtig der regelmäßige Austausch zwischen den beteiligten Akteuren ist. Prävention gelingt besonders dann, wenn unterschiedliche Partner ihre Erfahrungen einbringen und gemeinsam an Lösungen arbeiten“, sagte Dr. Axel Kortevoß, stellvertretender Leiter der vdek-Landesvertretung Hessen, stellvertretend für die Geschäftsführung der ARGE GKV-Bündnis für Gesundheit und die gesetzlichen Krankenkassen in Hessen.
Im Mittelpunkt des Dialogforums standen die Erfahrungen aus den Fachforen der Landesrahmenvereinbarung sowie aktuelle Herausforderungen der Präventionsarbeit. Die Beiträge aus den Fachforen zeigten beispielhaft, welche Ergebnisse die gemeinsame Arbeit bereits hervorgebracht hat und wo weiterer Handlungsbedarf besteht.
Praxisbeispiele zeigen Potenziale der Zusammenarbeit
Anhand von Praxisbeispielen wurde darüber hinaus aufgezeigt, wie erfolgreiche Gesundheitsförderung durch sektorübergreifende Zusammenarbeit gelingen kann. Die vorgestellten Projekte verdeutlichten, welchen Beitrag vernetzte Strukturen dazu leisten, Menschen in ihren Lebenswelten besser zu erreichen und gesundheits-förderliche Rahmenbedingungen nachhaltig zu stärken. „Besonders wertvoll war die Offenheit, mit der die Fachforen ihre Erfahrungen geteilt haben. Auch die vorgestellten Praxisbeispiele haben greifbar gemacht, wie intersektorale Zusammenarbeit bereits heute funktioniert und welche Chancen darin liegen. Die Diskussionen haben zugleich gezeigt, dass viele Herausforderungen fachübergreifend sind und unterschiedliche Perspektiven erfordern“, so Dr. Kortevoß weiter.
Durch die Veranstaltung führte Dr. Katharina Böhm von der Hessischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e. V. Der fachliche Austausch innerhalb der Landesrahmenvereinbarung wird auch künftig fortgesetzt.
Hintergrund
Die Landesrahmenvereinbarung Prävention Hessen bündelt die Zusammenarbeit von Akteuren aus Sozialversicherung, Gesundheitswesen, Kommunen und Land mit dem Ziel, Prävention und Gesundheitsförderung gemeinsam weiterzuentwickeln. Die gesetzlichen Krankenkassen engagieren sich dabei auf Grundlage des Präventionsgesetzes für den Aufbau gesundheitsförderlicher Strukturen und die Verbesserung gesundheitlicher Chancengleichheit. Die regelmäßig stattfindenden Dialogforen dienen dem fachlichen Austausch, der Vernetzung der Beteiligten sowie der Weiterentwicklung gemeinsamer Strategien und Maßnahmen.
Über das GKV-Bündnis für Gesundheit in Hessen
Das GKV-Bündnis für Gesundheit in Hessen ist eine Initiative der gesetzlichen Krankenkassen zur Förderung der Gesundheit und Prävention in hessischen Kommunen und kreisfreien Städten. Es unterstützt Projekte, die auf die Verbesserung der Lebensqualität ausgerichtet sind, und leistet wirkungsvolle Beiträge zur Weiterentwicklung kommunaler Gesundheitsförderung.
Darüber hinaus hat die ARGE GKV-Bündnis für Gesundheit ein neues offenes Förderangebot gestartet, das Kommunen gezielt beim Aufbau gesundheitsförderlicher Strukturen unterstützt. Im Fokus stehen insbesondere Menschen in besonders herausfordernden Lebenslagen, die durch niedrigschwellige, lebensweltorientierte Präventionsmaßnahmen besser erreicht werden sollen.
Weitere Informationen zu den Tätigkeiten und den Kontaktdaten der ARGE GKV-Bündnis für Gesundheit in Hessen erhalten Interessierte auf der Website des GKV-Bündnisses für Gesundheit.
Kontakt
Heike Kronenberg
Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)
Landesvertretung Hessen
Tel.: 0 69 / 96 21 68 - 20
E-Mail: heike.kronenberg@vdek.com