Förderung durch die ARGE GKV-Bündnis für Gesundheit in Hessen

Neues Mikroprojekt „HEAT – Gi“ in Gießen stärkt Gesundheit älterer Menschen bei Hitze

Am 01.02.2026 ist in Gießen das Mikroprojekt „HEAT – Gi – Hitzeprävention und Anpassung älterer Menschen an Temperaturbelastungen“ gestartet, das die Gesundheitskompetenz hochaltriger Menschen im Umgang mit Klimaveränderungen und sommerlicher Hitze stärkt. Das Projekt wird vom Willi-Robert-Pitzer-Institut für Versorgungsforschung und Rehabilitation am Fachbereich Gesundheit der Technischen Hochschule Mittelhessen in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt Gießen konzipiert und umgesetzt. Die ARGE GKV-Bündnis für Gesundheit in Hessen unterstützt das Projekt im Rahmen des Förderschwerpunktes „Klima und Gesundheit“ in den kommenden zwei Jahren mit rund 45,000 Euro. Ziel des Projektes ist die Stärkung der körperlichen und seelischen Gesundheit bei klimatischen Belastungen insbesondere hochaltriger Menschen (70+) sowie die Förderung der gesundheitlichen Chancengleichheit.

Ehrenamtliche werden zu Hitze-Lotsinnen und -Lotsen qualifiziert

Im Rahmen des Projektes werden Ehrenamtliche zu Hitze-Lotsinnen und Lotsen ausgebildet. Sie sollen künftig als niedrigschwellige Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für ältere Menschen fungieren, alltagsnahe Hinweise geben und bei Fragen zur Hitzeresilienz unterstützen. Nach der Schulung werden die Lerninhalte in leichter Sprache aufbereitet, um den Zugang für hochaltrige Menschen zu erleichtern. Darüber hinaus ist eine Veranstaltungsreihe geplant, die älteren Menschen und ihren Angehörigen praktische Impulse z.B. zu Trinkverhalten, hitzeangepasster Ernährung, Sonnenschutz im Alter, sicherem Umgang mit Medikamenten bei Hitze sowie ein dem Klima angepassten Bewegungsverhalten vermitteln.

„Auch in Deutschland kommt es zunehmend zu intensiven Hitzewellen. Ältere Menschen sind besonders anfällig für gesundheitliche Belastungen durch Hitze. Daher ist es entscheidend, ihre Gesundheitskompetenz zu stärken und ihnen alltagsnahe Unterstützung anzubieten. Mit der Verankerung des Themas ‚Klimawandel und Gesundheit‘ im Leitfaden Prävention haben Kommunen die Möglichkeit erhalten, innovative und wirksame Präventionsangebote zu entwickeln. ‚HEAT – Gi‘ ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie wir gemeinsam die Gesundheit älterer Menschen nachhaltig stärken können“, betont Claudia Ackermann, Leiterin des Verbands der Ersatzkassen e. V. (vdek) stellvertretend für die Geschäftsführung der ARGE GKV-Bündnis für Gesundheit in Hessen.

„HEAT GI“ stärkt kommunalen Gesundheitsansatz

„Als Universitätsstadt Gießen begrüßen wir außerordentlich die Projektinhalte von HEAT-GI. Die Ergebnisse werden bei uns Eingang finden und bereits vorhandenen Ansätze – wie den Coole Stadtplan erweitern,“ so Oberbürgermeister Becher. Er verweist darauf, dass sich die Wirtschaftsförderung im Rahmen des Förderprogramm „Zukunft Innenstadt“ in einem Teilprojekt den Fragen widmet, welche Möglichkeiten es gibt, künstliche Verschattung in die Innenstadt einzubringen. Mit HEAT GI wird es selbstverständlich eine intensive Zusammenarbeit geben. „Da liegt eine enge Zusammenarbeit mit HEAT-GI ja unbedingt nahe“, fasst Becher zusammen

„Uns beschäftigt bei HEAT – Gi ganz besonders, wie Präventionsangebote ältere Menschen im Alltag wirklich erreichen und unterstützen können. Als Institut für Versorgungsforschung ist es uns wichtig, nicht nur Konzepte zu entwickeln, sondern zu verstehen, was in der Praxis funktioniert. Die Erfahrungen aus dem Projekt sollen dazu beitragen, kommunale Gesundheitsangebote künftig noch passgenauer und alltagstauglicher zu gestalten“, sagt Prof. Dr. Susanne Hanefeld, Leiterin des Willy Robert Pitzer-Instituts für Versorgungsforschung und Rehabilitation am Fachbereich Gesundheit der Technischen Hochschule Mittelhessen.

„Der erfolgreiche Förderantrag der Technischen Hochschule Mittelhessen, welchen wir im Rahmen unserer gesundheitlichen Gesamtstrategie Gemeinsam Gesundheit gestalten unterstützt haben, zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind die Gesundheitsförderung und die Prävention in der Region zu stärken “, ergänzt Gesundheitsdezernent Frank Ide vom Landkreis Gießen. „Dies soll der Einstieg in eine flächendeckende und nachhaltige Entwicklung für die ganze Region sein, bei der unser Gesundheitsamt die koordinierende Rolle und fachliche Begleitung übernimmt. Dass ältere Einwohner*innen in einem ersten Schritt damit erreicht werden sollen, unterstreicht die Bedeutung der Prävention in dieser Lebensphase und ist gleichzeitig Motivation, um weitere Präventionsangebote für unsere älter werdende Bevölkerung zu initiieren.“

Über das GKV-Bündnis für Gesundheit in Hessen:

Das GKV-Bündnis für Gesundheit in Hessen ist eine Initiative der gesetzlichen Krankenkassen zur Förderung der Gesundheit und Prävention in hessischen Kommunen und kreisfreien Städten. Es unterstützt Projekte, die auf die Verbesserung der Lebensqualität ausgerichtet sind, und leistet wichtige Beiträge zur nachhaltigen Entwicklung kommunaler Gesundheitsförderung. Weitere Informationen zu den Tätigkeiten der ARGE GKV-Bündnis für Gesundheit in Hessen erhalten Interessierte auf der Website des GKV-Bündnisses für Gesundheit (https://www.gkv-buendnis.de/). Die Geschäftsstelle der ARGE steht darüber hinaus bei Fragen rund um die Projektberatung und Antragbearbeitung telefonisch unter 069 / 96 21 68 – 72 zur Verfügung. 

Kontakt

Heike Kronenberg
Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)
Landesvertretung Hessen

Tel.: 0 69 / 96 21 68 - 20
E-Mail: heike.kronenberg@vdek.com