Welttag der Patientensicherheit 2026 am 17.09.2026

Sichere Versorgung chronisch kranker Menschen stärkt Lebensqualität und Teilhabe

Menschen mit chronischen Erkrankungen nehmen über lange Zeiträume regelmäßig Medikamente ein, besuchen verschiedene Ärztinnen und Ärzte und werden oft ambulant und im Krankenhaus behandelt. Gerade für sie sind eine gut abgestimmte Versorgung und ein verlässlicher Informationsaustausch besonders wichtig. Darauf weist die vdek-Landesvertretung Hessen anlässlich des Welttags der Patientensicherheit am 17.09.2026 hin. Der diesjährige Aktionstag steht unter dem Motto „Sichere Versorgung chronisch erkrankter Menschen – für ein gutes Leben!“.

„Chronisch kranke Menschen kommen besonders häufig mit dem Gesundheitssystem in Kontakt, deshalb müssen Behandlungsschritte und Informationen nahtlos ineinandergreifen. Wo Informationen verloren gehen oder Therapien nicht ausreichend abgestimmt sind, können vermeidbare Risiken entstehen“, sagt Claudia Ackermann, Leiterin der vdek-Landesvertretung Hessen.

Besonders an den Schnittstellen entstehen Risiken

Chronische Erkrankungen erfordern häufig die Zusammenarbeit verschiedener Ärztinnen und Ärzte, Therapeutinnen und Therapeuten sowie weiterer Leistungserbringer. Besonders an den Übergängen zwischen ambulanter Versorgung, Krankenhausbehandlung, Rehabilitation und Pflege kommt es auf reibungslose Abläufe und eine verlässliche Kommunikation an. Sie helfen, Komplikationen zu vermeiden und Lebensqualität, Selbstständigkeit und Teilhabe chronisch kranker Menschen zu erhalten.

Strukturierte Versorgung schafft Sicherheit

Für chronisch kranke Menschen bieten die Ersatzkassen unter anderem strukturierte Behandlungsprogramme (Disease-Management-Programme, DMP) an. Sie fördern eine leitliniengerechte Betreuung, regelmäßige Untersuchungen und Patientenschulungen. Auch die eigene Gesundheitskompetenz ist ein wichtiger Baustein der Patientensicherheit. Wer seine Erkrankung und Therapie versteht, kann informierte Entscheidungen treffen, Komplikationen und Risiken besser erkennen. Digitale Angebote wie die elektronische Patientenakte unterstützen zudem den sicheren Austausch relevanter Informationen.

Aus Erfahrungen lernen, Versorgung verbessern

Die Ersatzkassen setzen sich außerdem dafür ein, die Erfahrungen von Patientinnen und Patienten stärker für die Weiterentwicklung der Versorgung zu nutzen. Über das Portal „Mehr Patientensicherheit“ können Versicherte und Angehörige anonym über positive wie negative Erfahrungen in der Gesundheitsversorgung berichten. Die Erkenntnisse aus inzwischen knapp 2.000 Berichten werden ausgewertet und machen Verbesserungspotenziale im Versorgungsalltag sichtbar. Für das Projekt wurde die Initiative der Ersatzkassen beim Deutschen Preis für Patientensicherheit mit dem zweiten Platz ausgezeichnet.

„Patientensicherheit ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Voraussetzung ist, dass Patientinnen und Patienten, Leistungserbringer und Krankenkassen gemeinsam Verantwortung übernehmen und aus Erfahrungen lernen. Gerade chronisch kranke Menschen profitieren von einer Versorgung, die sicher, verständlich und gut organisiert ist“, so Ackermann abschließend.

Kontakt

Heike Kronenberg
Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)
Landesvertretung Hessen

Tel.: 0 69 / 96 21 68 - 20
E-Mail: heike.kronenberg@vdek.com