Am 10.02.2026 findet bundesweit der „Tag der Kinderhospizarbeit“ statt. Aus diesem Anlass betont Claudia Ackermann, Leiterin der vdek-Landesvertretung Hessen, wie wichtig ambulante Kinderhospizdienste für Familien mit lebensverkürzend erkrankten Kindern sind, warum die Ersatzkassen diese seit Jahren fördern, und dankt vor allem den 493 Ehrenamtlichen, die diese Arbeit erst möglich machen.
Ambulante Kinderhospizarbeit als zentrale Stütze für Familien
Wenn ein Kind schwer erkrankt ist, verändert sich das Leben der gesamten Familie grundlegend. In Hessen stehen den Betroffenen derzeit acht ambulante Kinderhospizdienste zur Seite. Sie begleiten Kinder und Angehörige psychosozial, entlasten im Alltag und geben Orientierung in einer emotional sehr belastenden Situation.
„Die Ehrenamtlichen in den ambulanten Kinderhospizdiensten sind eine unverzichtbare Stütze für die betroffenen Kinder und ihre Familien. Ihr Engagement ermöglicht es vielen Kindern, in ihrem vertrauten Zuhause zu bleiben. Dafür gebührt ihnen unser großer Dank und unsere Anerkennung“, betont Ackermann.
Förderung durch die Ersatzkassen
Die Ersatzkassen sind in Hessen der größte Einzelförderer der ambulanten Kinderhospizarbeit. 2025 stellten sie 653.000,00 Euro für die häusliche Sterbebegleitung von Kindern bereit. Insgesamt förderten alle gesetzlichen Krankenkassen in Hessen die ambulante Kinderhospizarbeit mit mehr als 1,3 Millionen Euro.
Die Mittel fließen vor allem in die Aus-, Fort- und Weiterbildung der Ehrenamtlichen. Hauptamtliche Fachkräfte bereiten sie auf ihre Aufgaben vor und begleiten sie durch Supervision, Gesprächsschulungen sowie Trainings zu Trauer, Verlust und Abschied. Zusätzlich werden Sachkosten wie Fahrtkosten oder Büromaterial gefördert. 2025 wurden in Hessen 291 Kinder und ihre Familien durch haupt- und ehrenamtliche Kräfte begleitet.
Hospizlotse erleichtert Suche nach Unterstützung
Für viele Familien ist die Diagnose einer lebensverkürzenden Erkrankung ihres Kindes ein Schock. Häufig stehen sie vor der Frage, welche Form der Betreuung die richtige ist: ambulante Begleitung zu Hause oder der Aufenthalt in einem stationären Kinderhospiz. Um die Orientierung zu erleichtern, haben der vdek und die Ersatzkassen das Portal www.hospizlotse.de entwickelt. Ackermann erklärt: „Der bevorstehende Tod des eigenen Kindes und das Abschiednehmen ist das Schlimmste, was Eltern passieren kann. Die Suche nach der bestmöglichen Betreuung kann Familien in dieser Situation schnell überfordern. Dafür haben die Ersatzkassen den Hospizlotsen ins Leben gerufen. Er hilft, qualifizierte Angebote in der Nähe schnell zu finden, damit mehr Zeit für das Wesentliche bleibt!“
Kontakt
Heike Kronenberg
Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)
Landesvertretung Hessen
Tel.: 0 69 / 96 21 68 - 20
E-Mail: heike.kronenberg@vdek.com