Informationsveranstaltung der Krankenkassen: vdek würdigt Entwicklung der Selbsthilfe als „Erfolgsgeschichte“

Der Verband der Ersatzkassen (vdek) hat die Entwicklung der Selbsthilfe in den vergangenen Jahren als „Erfolgsgeschichte“ gewürdigt. „Die Selbsthilfe hat es in vergleichsweise kurzer Zeit geschafft, ergänzend zu den klassischen Versorgungsleistungen einen festen Platz in unserem Gesundheitswesen einzunehmen“, sagte der Leiter der vdek-Landesvertretung, Jörg Niemann, vor rund 100 Teilnehmern einer landesweiten Informationsveranstaltung der gesetzlichen Krankenkassen für Selbsthilfevertreter in Hannover. Die Selbsthilfeförderung durch die Krankenkassen sei erst im Jahr 2000 überhaupt sozialgesetzlich geregelt worden. Heute würden die Kassen die Selbsthilfe in Niedersachsen mit mehr als drei Millionen Euro unterstützen. Davon profitierten landesweit rund 40 Selbsthilfekontaktstellen, 50 Landesorganisationen der Selbsthilfe und 1.500 Selbsthilfegruppen.

„Die Selbsthilfe ist heute kein Randgebiet mehr, sondern akzeptierter Teil des Umgangs mit Krankheit und Gesundheit. Ganz selbstverständlich verweisen Krankenhäuser, Ärzte, aber auch Krankenkassen bei der Information von Patienten und Versicherten auch auf Möglichkeiten der Selbsthilfe“, betonte Niemann.

Die Selbsthilfe schließe eine Lücke im Gesundheitswesen, indem sich Betroffene gegenseitig unterstützten. „Schon die Gewissheit, nicht allein zu sein, hilft. In vielen Fällen kann das auch die medizinische Therapie unterstützen. Gleichzeitig wird die Kompetenz der Betroffenen gestärkt und stärker in die medizinische Therapie einbezogen, sodass sich diese weiterentwickeln kann“, sagte der vdek-Landeschef. Die Kassen würden ihr finanzielles Engagement deshalb aus voller Überzeugung leisten.

Niemann verwies auf das gute und partnerschaftliche Miteinander, das sich zwischen Selbsthilfe und Krankenkassen gerade in Niedersachsen entwickelt habe. „Es gibt transparente Antragsverfahren mit klaren fachlichen und örtlichen Zuständigkeiten auf Seiten der Krankenkassen. Der bürokratische Aufwand für Antragsteller wird auf das Notwendige begrenzt. Außerdem werden Vertreter der Selbsthilfe an Förderentscheidungen der Kassen auf allen Ebenen beteiligt“, sagte er. Die Krankenkassen unterstützten sowohl einzelne Projekte wie Veranstaltungen als auch durch Pauschalförderung die originäre Selbsthilfearbeit wie die Treffen der Mitglieder.

Ausdrücklich ermutigte Niemann Betroffene und Angehörige, Angebote der Selbsthilfe zu nutzen und sich dabei von den Krankenkassen unterstützen zu lassen.

Kontakt

Hanno Kummer
Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)
Landesvertretung Niedersachsen

Tel.: 05 11 / 3 03 97 - 50
E-Mail: hanno.kummer[at]vdek.com