Sterbebegleitung: 4.600 Niedersachsen nutzen ambulante Hospizdienste

Immer mehr Menschen werden am Lebensende von einem ambulanten Hospizdienst begleitet. Nach einer Prognose des Verbandes der Ersatzkassen (vdek) nehmen in diesem Jahr rund 4.600 Menschen in Niedersachsen diese ehrenamtlichen Dienste in Anspruch – etwa doppelt so viele wie zu Beginn des Jahrzehnts. Die Ersatzkassen unterstützen die ambulante Hospizarbeit 2019 landesweit mit drei Millionen Euro.

„Viele Menschen haben den Wunsch, die letzte Zeit des Lebens zu Hause zu verbringen. Die Hospizdienste stehen Betroffenen dabei zur Seite und können einen wertvollen Beitrag leisten, diesen Wunsch zu erfüllen“, sagte der Leiter der vdek-Landesvertretung, Jörg Niemann. 

In der ambulanten Hospizarbeit geben ehrenamtlich Engagierte schwerstkranken und sterbenden Menschen sowie deren Angehörigen psychosozialen Beistand und begleiten den Trauerprozess. Hauptamtliche Kräfte koordinieren die Arbeit der Ehrenamtlichen und unterstützen Betroffene als Teil einer multiprofessionellen Versorgung am Lebensende.

Das Geld der Ersatzkassen fließt an landesweit 94 Hospizdienste mit rund 3.950 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Die Kassen fördern sowohl die Betreuung als auch Aufwendungen für Fahrten und andere Sachkosten.

Der vdek ermutigt Betroffene und Angehörige, Kontakt zu den Diensten zu suchen und zu prüfen, ob eine Unterstützung hilfreich sein könnte. Für Versicherte ist das Angebot kostenfrei. In allen Teilen des Landes stehen ambulante Hospizdienste zur Verfügung. Jede Ersatzkasse gibt ihren Versicherten weitere Auskunft.

Kontakt

Hanno Kummer
Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)
Landesvertretung Niedersachsen

Tel.: 05 11 / 3 03 97 - 50
E-Mail: hanno.kummer[at]vdek.com