Präventionsprojekt von Ersatzkassen und Landeshauptstadt Hannover startet

Theaterpädagogik soll psychosoziale Gesundheit in Pflegeheimen fördern

Zwei Männer unterzeichnen Papiere vor dem Aufsteller "Gesunde Lebenswelten - Ein Angebot der Ersatzkassen"

Startschuss: Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay (links) und vdek-Landeschef Jörg Niemann unterzeichnen die Kooperationsvereinbarung im Neuen Rathaus.

Unter dem Titel „Demenz bewegt (Theater) bewegt Demenz“ startet jetzt ein gemeinsames Präventionsprojekt von Ersatzkassen und Landeshauptstadt Hannover. Mit Hilfe von Theaterpädagogik soll dabei die psychosoziale Gesundheit der Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen gestärkt werden. Die Kooperationsvereinbarung ist von Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay und dem Leiter des Verbandes der Ersatzkassen (vdek) in Niedersachsen, Jörg Niemann, unterzeichnet worden.

Bei dem Ansatz sollen Pflege-und Betreuungskräfte auch mit Unterstützung von Theaterprofis in die Lage versetzt werden, Aktivität und Lebensfreude vor allem von Demenzerkrankten spielerisch zu fördern. Die Laufzeit des Projekts beträgt 43 Monate, die Ersatzkassen – Techniker Krankenkasse, BARMER, DAK-Gesundheit, Kaufmännische Krankenkasse, Handelskrankenkasse und Hanseatische Krankenkasse, tragen Kosten in Höhe von 600.000 Euro.

„Wir freuen uns sehr, dass wir mit dem Evaluationsergebnis eines früheren Theaterprojektes beim Deutschen Verein e.V. den Verband der Ersatzkassen (vdek) davon überzeugen konnten, ein so großzügig finanziertes und unterstütztes Präventionsprojekt für Menschen mit Demenz und Pflegekräfte in Alten- und Pflegeeinrichtungen zu entwickeln und freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit“, sagte Oberbürgermeister Belit Onay zum Start des Kooperationsprojektes.

„Die Ersatzkassen wollen dazu beitragen, dass Menschen auch in der späten Lebensphase Freude an Aktivität und am sozialen Miteinander haben. Eine größere Zufriedenheit der Bewohnerinnen und Bewohner wird auch den Arbeitsalltag der Pflegekräfte erleichtern und positiver gestalten“, sagte vdek-Landeschef Jörg Niemann.

Projektziel ist die Erarbeitung, Erprobung und spätere Umsetzung eines Konzeptes sowie eines Handlungsleitfadens, um theaterpädagogische Elemente in den Alltag der Pflegeeinrichtungen zu integrieren. Dazu werden sowohl Pflegekräfte als auch Geschäftsführungen von Pflegeheimen in unterschiedlicher Trägerschaft eingebunden. Die Projektleitung ist beim Fachbereich Senioren der Landeshauptstadt Hannover angesiedelt. Im Zuge des Projekts bringen verschiedene Beteiligte ihre Kompetenzen ein, von einer Theaterpädagogin oder einem Theaterpädagogen über eine Pflegeschule bis hin zu Bewohnerinnen und Bewohnern sowie Angehörigen. Das Projekt wird wissenschaftlich evaluiert, vor allem mit Blick auf die Lebensqualität der Pflegebedürftigen.

Kontakt

Hanno Kummer
Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)
Landesvertretung Niedersachsen

Tel.: 05 11 / 3 03 97 - 50
E-Mail: hanno.kummer[at]vdek.com