Die Honorare für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte in Niedersachsen sind zuletzt deutlich gestiegen. Darauf verweist der Verband der Ersatzkassen vdek und beruft sich dabei auf aktuelle Zahlen der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN).
„Die Zahlen machen deutlich: Es besteht kein Grund dazu, Patientinnen und Patienten durch überspitzte öffentliche Diskussionen zu verunsichern“, betont vdek-Landesleiter Hanno Kummer mit Blick auf die Kritik am geplanten Beitragssatzstabilisierungsgesetz der Bundesregierung. Es sei unseriös so zu tun, als ob sich die Versorgung verschlechtern würde, weil zukünftig die Ausgaben der Kassen nicht mehr so schnell steigen sollen und Arztpraxen keine wirkungslosen Extra-Honorare für Terminvergaben bekämen. „Alle Beteiligten sollten ihrer Verantwortung gerecht werden und zum sachlichen Dialog zurückkehren“, sagte Kummer.
Auch Psychotherapeuten profitieren
Das Honorarvolumen je Ärztin beziehungsweise Arzt erhöhte sich im letzten Quartal 2025 gegenüber dem Vorjahresquartal um 7,36 Prozent. Hausärztinnen und Hausärzte verzeichneten sogar einen Anstieg von 7,81 Prozent. Auch in der psychotherapeutischen Versorgung entwickelte sich die Vergütung positiv: Das Honorarvolumen der Psychotherapeutinnen und -therapeuten stieg um 6,86 Prozent, während die Zahl der Behandlungsfälle lediglich um 3,75 Prozent zunahm.
Auch die von Ärztinnen und Ärzten häufig kritisierte Budgetierung ist inzwischen deutlich zurückgeführt worden. Nach den aktuellen KVN-Daten unterliegen nur noch 5,6 Prozent aller hausärztlichen Leistungen einer Budgetierung. Im fachärztlichen Bereich gelten lediglich für 35,12 Prozent der Leistungen Mengenbegrenzungen bei der Abrechnung.
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