Trotz der Begrenzungen durch das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz können die Krankenhäuser in Niedersachsen auch im Jahr 2027 mit zusätzlichen Finanzmitteln aus der gesetzlichen Krankenversicherung rechnen. Darauf weist der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) in Niedersachsen hin. Nach den aktuellen Finanzierungsdaten werden die Kliniken gegenüber Anfang 2026 Mehreinnahmen von bis zu fünf Prozent erzielen.
„Die Zahlen zeigen: Begrenzungen von Ausgabenzuwächsen sind nicht mit Kürzungen gleichzusetzen. Hier entsteht in der Diskussion um das Beitragssatzstabilisierungsgesetz bisweilen ein falscher Eindruck“, betonte vdek-Landesleiter Hanno Kummer. „Gleichzeitig ist es völlig richtig, dass der Gesetzgeber den Ausgabenanstieg angesichts der dramatischen Finanzentwicklung bremst“, sagte er. Die Leistungsausgaben der Krankenkassen werden in diesem Jahr bundesweit voraussichtlich bei 370 Milliarden Euro liegen und damit 81 Milliarden Euro oder 28 Prozent höher als noch 2023.
In der Prognose zu den Mehreinnahmen der Krankenhäuser noch nicht eingerechnet sind mögliche zusätzliche Erlöse durch höhere Behandlungszahlen sowie künftige Tarifrefinanzierungen. Darüber hinaus hat der Gesetzgeber den Krankenhäusern weitere zusätzliche Mittel in Höhe von insgesamt 550 Millionen Euro zugesagt.
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