Niedersachsens Sozialminister Dr. Andreas Philippi hat am heutigen Mittag gemeinsam mit Kuratoriumsmitgliedern der Stiftung Zukunft der Altenpflegeausbildung die neue landesweite Kampagne „Pflege ist safe“ vorgestellt. Dabei handelt es sich um eine Initiative, die von der Stiftung mit mehr als einer Million Euro finanziert und von den Partnerinnen und Partnern der Konzertierten Aktion Pflege Niedersachsen (KAP.Ni) unterstützt wird. Ziel ist es, mehr junge Menschen für eine Ausbildung in der Pflege zu gewinnen.
Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt auf der Ansprache junger Menschen über die sozialen Medien. Dort sollen authentische Einblicke in den Pflegealltag vermittelt, Vorurteile abgebaut und die vielfältigen Möglichkeiten der Pflegeberufe sichtbarer gemacht werden. Die zentrale Botschaft „Pflege ist safe“ soll in diesem Zusammenhang die Krisensicherheit und Zukunftsfähigkeit des Berufsfeldes unterstreichen.
„Mit der Kampagne möchten wir deutlich machen, dass Pflegeberufe nicht nur eine sinnstiftende Tätigkeit zum Wohle anderer Menschen bieten, sondern zugleich attraktive Ausbildungsvergütungen, vielfältige Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten sowie eine hohe berufliche Sicherheit“, betonte Minister Philippi im Rahmen der Kampagnenvorstellung. „Gerade vor dem Hintergrund des wachsenden Fachkräftebedarfs ist Aufklärung und aktives Werben umso wichtiger.“
Die Kampagne startete bereits am 31. August 2026 auf allen bekannten Social-Media-Plattformen, wie z.B. Instagram, TikTok oder Facebook. Bis einschließlich Oktober sollen die Anzeigen aktiv ausgespielt werden. Im weiteren Verlauf ist angedacht, die Kampagnenleistung auszuwerten und zu optimieren, um noch mehr Menschen erreichen zu können. Ein zweiter Zeitraum ist für das erste Quartal 2027 geplant. Die bisherigen Zahlen zeigen, dass die Botschaften auf großes Interesse stoßen: Innerhalb der ersten vier Wochen konnten bereits rund 15,8 Millionen Impressionen ausgespielt und etwa fünf Millionen Menschen direkt angesprochen werden. Das entspricht 63 Prozent der Bevölkerung in Niedersachsen. Auch die neue Kampagnenwebsite verzeichnet mit rund 30.000 Besucherinnen und Besuchern in den ersten vier Wochen eine sehr erfreuliche Resonanz. Darüber hinaus hat es nach Angaben der Stiftung Zukunft der Altenpflegeausbildung erste konkrete Anfragen telefonisch und via E-Mail zu Ausbildungsplätzen gegeben. Hierzu wurde auf der Website eine Seite zu aktuell verfügbaren Ausbildungsplätzen verlinkt: https://pflege-helden.info/
Wie wichtig diese Bemühungen sind, veranschaulicht eine unmittelbar vor dem Start der Kampagne durchgeführte Umfrage, an der rund 470 Personen teilgenommen haben. Demnach zeigten sich 54 Prozent der Befragten grundsätzlich offen für einen Pflegeberuf. Gleichzeitig machten jedoch 76 Prozent deutlich, dass sie Pflege mit schlechten Löhnen verbinden, 73 Prozent mit belastendem Schichtdienst, 64 Prozent mit hoher psychischer Belastung und immerhin noch gut 39 Prozent mit fehlenden Aufstiegschancen.
Junge Menschen erreichen
Andrea Hirsing und Timo Stein, seitens der Verbände der Einrichtungsbetreiber vorgeschlagene Kuratoriumsmitglieder, freuen sich über den erfolgreichen Start der Kampagne: „Die bisherigen Zahlen zeigen, dass es richtig war, den Schwerpunkt der Kampagne auf den Bereich Social Media zu legen: Wir müssen die jungen Menschen dort erreichen, wo sie sich in ihrem sozialen Umfeld bewegen.“
Hanno Kummer, der auf Vorschlag der Verbände der Pflegekassen ins Kuratorium berufen wurde, teilt diese Bewertung und ergänzt: „Auch die inhaltliche Ausrichtung der Kampagne überzeugt. Die Berufe in der Pflege sind in vielerlei Hinsicht „safe“. Das müssen wir den Auszubildenden von morgen vermitteln, damit sie eine bewusste Entscheidung für eine Tätigkeit in der Pflege treffen können.“
Hintergrund
Die Stiftung Zukunft der Altenpflegeausbildung wurde im Jahr 2012 per Landesgesetz als rechtsfähige Stiftung des öffentlichen Rechts errichtet. Ziel der Stiftung ist es, dem in Folge der demografischen Entwicklung drohenden Fachkräftemangel in der Altenpflege entgegenzuwirken. Die Stiftungsorgane bilden das Kuratorium und die Geschäftsführung.
Kontakt
Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)
Landesvertretung Niedersachsen
Pressesprecher
Simon Kopelke
Telefon: 05 11 / 3 03 97 - 50
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