GKV Gemeinschaftsförderung Selbsthilfe

Fast 500.000 Euro für die Selbsthilfe im Saarland

Die Gemeinschaftsförderung der gesetzlichen Krankenkassen zieht Bilanz:

  • 498.057,86 € flossen 2019 in die Förderung von Selbsthilfemaßnahmen im Saarland
  • 131 Anträge auf Förderung gestellt
  • Informations- und Beratungstermine bei der KNAPPSCHAFT im Januar 2020

Für Gruppierungen in der Selbsthilfe ist die Gemeinschaftsförderung durch die gesetzlichen Krankenkassen eine wichtige Unterstützung in ihrer täglichen Arbeit. Die Arbeitsgruppe der Krankenkassen, die aus der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland, dem BKK Landesverband Mitte, der IKK Südwest, der KNAPPSCHAFT, der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) sowie dem Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) besteht, entscheidet gemeinsam mit Vertretern der Selbsthilfe über die Förderung der einzelnen Anträge.

Im letzten Jahr wurden 131 Anträge auf Fördermittel gestellt. Davon waren 107 aus der örtlichen Ebene und 21 von Landesebene. Drei Anträge wurden von der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe im Saarland (KISS) gestellt. Zwei Anträge beziehen sich auf besondere Vorhaben der Kontaktstelle. Die Fördersummen belaufen sich auf 119.141,46 € für die örtliche Ebene, 186.249,80 € für die Landesebene und 192.666,60 € für die Kontaktstelle.

„Für die Betroffenen, die sich hilfesuchend an Selbsthilfegruppen wenden, sind diese Angebote ein wichtiger Teil ihres Alltags und der Bewältigung ihrer Situation. Die Förderung der Gruppen und Landesverbände ist daher mehr als nur gesetzlich geboten“, sagt Armin Beck, Leiter der Regionaldirektion der KNAPPSCHAFT in Saarbrücken. „Es ist uns wichtig, dass die Anträge schnell und unbürokratisch bearbeitet werden, damit die Antragsteller zeitnah über die Fördermittel verfügen können“, so Beck weiter.

Im Jahr 2019 sind 14 neue Antragsteller auf Fördermittel für die Selbsthilfe gegenüber dem Vorjahr dazu gekommen. Die meisten gestellten Anträge wurden positiv beschieden. Nur 7 wurden wegen formeller Fehler abgelehnt. Außerdem wurde ein Antrag zurückgezogen, da die geplante Maßnahme ausgefallen ist. Insgesamt konnten 60 Antragsteller von einem vereinfachten Antragsverfahren Gebrauch machen und mit wenig bürokratischem Aufwand eine Förderung bis zu 500 € erhalten.

Der größte Teil der bewilligten Fördermittel wurde im Mai des vergangenen Jahres an die Verantwortlichen der Selbsthilfe ausgezahlt.
   
Das Highlight des Jahres war der mit 1.000 € dotierte Selbsthilfepreis. Er wurde im August im Rahmen des Selbsthilfetages der gesetzlichen Krankenkassen in Saarbrücken an die Diabetiker Sportgruppe Saarland e. V. für Ihr großes Engagement verliehen. Im Rahmen dieses Selbsthilfetages stellten die Vertreter der Selbsthilfe im Saarland ihre Arbeit der saarländischen Bevölkerung in der Fußgängerzone vor. Die Kosten für die Ausrichtung des Selbsthilfetages beliefen sich auf 30.680,81 €. Durch den GKV-Selbsthilfetag konnten auch in diesem Jahr wieder viele saarländischen Bürgerinnen und Bürger erreicht werden und die ehrenamtliche Arbeit der Selbsthilfeakteure vorgestellt werden.

Derzeit stehen aus dem Förderjahr 2019 noch Restmittel in Höhe von 19.014,37 € zur Verfügung. Sie werden dem Gesamtbudget für das Jahr 2020 zugefügt.

Die Krankenkassen und ihre Verbände geben für die Förderung der Selbsthilfe im Jahr 2020 voraussichtlich 1,15 € pro Versicherten aus. Im Saarland wird es für das Jahr 2020 dementsprechend ein Grundbudget in Höhe von 577.000 € geben. Dazu kommen Restmittel aus dem Jahr 2019 sowie kassenindividuelle Mittel und nicht verausgabte kassenindividuelle Mittel aus dem Jahr 2018.

Zum 1. Januar 2020 hat der Gesetzgeber Änderungen in den Richtlinien zur Förderfähigkeit von Angeboten der Selbsthilfe beschlossen. Daher bietet die KNAPPSCHAFT als Federführer der GKV-Gemeinschaftsförderung in Zusammenarbeit mit der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe im Saarland (KISS) einen Informationstag an.

Am 30. Januar zwischen 8 und 18 Uhr gibt es in der Regionaldirektion der KNAPPSCHAFT (St. Johanner Straße 46/48, 66111 Saarbrücken) persönliche Informationen zu den Änderungen. Außerdem erhalten die Antragsteller auch Hilfestellung beim Ausfüllen der Förderanträge für das laufende Jahr. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Einzelberatungen können nach Absprache auch früher angeboten werden.
 

Kontakt

Angela Legrum
Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)
Landesvertretung Saarland

Tel.: 06 81 / 9 26 71 - 17
E-Mail: angela.legrum@vdek.com