Krebsregister Saarland – Gemeinsam dem Krebs den Kampf ansagen!

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Alle relevanten Akteure – Politik, Patienten, Ärzte und Krankenkassen – können dazu beitragen "dem Krebs den Kampf anzusagen"!

Die Krebstherapie ist im Laufe der Jahre immer umfangreicher, spezialisierter und damit auch komplexer geworden. Die Folge: An die Stelle der klassischen Arzt-Patienten-Beziehung bei der Behandlung von Krebskranken ist eine Beziehung zwischen Patienten und einem sektorenübergreifenden Netz von Leistungserbringern aus unterschiedlichen Fachgebieten und Fachgruppen getreten. Als Antwort auf diese Entwicklung fiel 2008 der Startschuss, um in jedem Bundesland ein klinisches Krebsregister aufzubauen. Das Ziel: mehr Transparenz in die komplexe Krebsversorgung bringen. Transparenz ist aber nicht die einzige wichtige Aufgabe. Krebsregister leisten zudem durch das Sammeln und Bereitstellen von Daten, beispielsweise über den Behandlungserfolg bestimmter Therapieansätze, wichtige Beiträge zur Qualitätssicherung.

Mann mit Brille, Krawatte und schwarzem Sakko.

Krebsregister sind eine wertvoller Baustein im Kampf gegen Krebs. Durch die Analyse der Daten lassen sich zum einen wichtige Erkenntnisse für Präventionsprojekte und Früherkennungsprogramme gewinnen und zum anderen hilft es den Ärzten die beste Behandlung für ihre Patienten zu wählen.

Martin Schneider, Leiter der vdek-Landesvertretung Saarland

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Krebsregister 1

Der Aufbau einer flächendeckenden klinischen Krebsregistrierung ist mittlerweile in allen Bundesländern abgeschlossen. Längst sind weitere Aufgaben, wie z.B. das Monitoring der Mortalität sowie die Erforschung von Krebserkrankungen, hinzugekommen. Zusätzlich hat auch bei den Krebsregistern die Digitalisierung Einzug gehalten, was neue Chancen - auch in der Krebsprävention - bietet. Zukünftig wird es möglich sein, die Daten aller 16 Krebsregister gemeinsam auszuwerten. So erhält man ein klareres Bild, wo man ansetzen kann, um die unkontrollierte Vermehrung und das wuchernde Wachstum von Zellen – also Krebs – zu verhindern. Ziel wird es sein, mit einer abgestimmten Vorsorge und bedarfsgerechten Präventionsangeboten im Schulterschluss dem Krebs den Kampf anzusagen. Alle relevanten Akteure – Politik, Patienten, Ärzte und Krankenkassen – können darauf gemeinsam  hinwirken. Der vdek im Saarland arbeitet seit vielen Jahren konstruktiv zusammen mit dem saarländischen Krebsregister daran, dieses Ziel voran zu bringen.

Unterscheidung zwischen klinischem und epidemiologischem Krebsregister

Allgemein unterscheidet man zwei verschiedene Arten von Krebsregistern: klinische und epidemiologische Krebsregister. Bei epidemiologischen Krebsregistern geht es um eine bevölkerungsbezogene Analyse. Sie geben Informationen darüber, wie häufig eine bestimmte Krebsart in einer Region vorkommt. Dafür werden Daten über das Auftreten und die Häufigkeit von Krebserkrankungen, ihre Verteilung nach Alter, Geschlecht und Wohnort der Patienten sowie über deren Überlebenszeit erhoben, gespeichert und verarbeitet. Auf dieser Grundlage können dann Präventions- und Früherkennungsprogramme entwickelt werden oder Krebsursachen und Risikofaktoren erforscht werden. Bei klinischen Krebsregistern erfolgen hingegen behandlungsbezogene Analysen. Hier werden alle Daten von der Diagnose über die einzelnen Behandlungsschritte und die Nachsorge bis hin zu Rückfällen, Überleben und Tod ermittelt und ausgewertet. Mit den Ergebnissen wird ein Überblick gewonnen, welche Therapie- beziehungsweise Behandlungsoptionen am erfolgversprechendsten sind. Sowohl die Daten der klinischen als auch der epidemiologischen Register können zudem unter bestimmten Voraussetzungen, in der Regel in pseudonymisierter oder anonymisierter Form, für wissenschaftliche Forschungsprojekte genutzt werden. Zwischen den zwei verschiedenen Registern gibt es einige inhaltliche Überschneidungen. Außerdem ist in vielen Fälle eine kombinierte Analyse sehr interessant. Gegebenenfalls hat nämlich das Alter oder das Geschlecht Auswirkungen auf die Erfolgsaussichten einer bestimmten Therapie. In vielen Bundesländern – auch im Saarland – wurde daher ein integriertes klinisches-epidemiologisches Krebsregister eingerichtet. In den Bundesländern, in denen die Krebsregister nicht zusammengefasst wurden, werden die Daten aus dem klinischen Krebsregister an das epidemiologische Krebsregister übermittelt, damit keine Daten doppelt erfasst werden müssen.

Die Gesundheit der Saarländer fördern

Eine Hand hat mit Kreide Begriffe wie Gesund leben, Sport treiben und Vitamine an eine Tafel geschrieben

Ein weiterer Baustein im Kampf gegen Krebs ist eine gesunde Lebensweise. Eine gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung wirken sich positiv aus, wenn es darum geht, eine Krebserkrankung zu vermeiden. Daher unterstützen die Ersatzkassen regionale Präventionsprojekte, die die Gesundheit der Saarländerinnen und Saarländer fördern und somit einen Beitrag zur Krebsprävention leisten. Die Ersatzkassen ergänzen die Versorgung mit individuellen, bedarfsgerechten Angeboten vor Ort und sind für ihre Versicherten #regionalstark. Mehr über die regionalen Angebote der Ersatzkassen im Saarland finden Sie auch in unserem Fokus #regionalstark.