Krebsregister Saarland

Gemeinsam dem Krebs den Kampf ansagen!

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Das Saarländische Krebsregistergesetz (SKRG) regelt die fortlaufende und einheitliche Erhebung von Daten über das Auftreten, die Behandlung und den Verlauf bösartiger und weiterer Neubildungen im Saarland sowie die Verarbeitung und Nutzung dieser Daten für die Krebsbekämpfung. Zur Erfüllung dieser Aufgaben wurde das Saarländische Krebsregister beim Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie eingerichtet. Organisatorisch ist das Saarländische Krebsregister in die zwei Haupteinheiten Vertrauensstelle und Registerstelle gegliedert.

Meldewege und Datenflüsse

Die Struktur des Krebsregisters Saarland sowie Aufgaben, Meldewege und Datenflüsse sind in der untenliegenden Abbildung dargestellt. Pfeile beschreiben die Meldungen durch Ärztinnen und Ärzte sowie die Übermittlung von Informationen an das Krebsregister durch Gesundheitsämter, Meldebehörden sowie andere Krebsregister.

Schaubild Krebsregister Saarland
Logo Krebsregister Saarland

 

Weitere Informationen zum Saarländischen Krebsregister erhalten Sie hier auf der Homepage des Registers.

Dr. Magnus Jung, Minister für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit, zum Krebsregister Saarland

Dr. Magnus Jung Minister für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit des Saarlandes

"Krebsregister sind außerordentlich wichtig für jedes Krebsbekämpfungsprogramm. Mit den Daten des Saarländischen Krebsregisters können die Wirksamkeit von Präventionsmaßnahmen und die Qualität der onkologischen Versorgung aufgezeigt werden. Damit leistet das Krebsregister einen Beitrag zur Verbesserung der medizinischen Versorgung einzelner Krebspatientinnen und -patienten und der Bevölkerung als Ganzes im Saarland."

Krebsregister Saarland – Gemeinsam dem Krebs den Kampf ansagen!

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Die Krebstherapie ist im Laufe der Jahre immer umfangreicher, spezialisierter und damit auch komplexer geworden. Die Folge: An die Stelle der klassischen Arzt-Patienten-Beziehung bei der Behandlung von Krebskranken ist eine Beziehung zwischen Patienten und einem sektorenübergreifenden Netz von Leistungserbringern aus unterschiedlichen Fachgebieten und Fachgruppen getreten. Als Antwort auf diese Entwicklung fiel 2008 der Startschuss, um in jedem Bundesland ein klinisches Krebsregister aufzubauen. Das Ziel: mehr Transparenz in die komplexe Krebsversorgung bringen. Transparenz ist aber nicht die einzige wichtige Aufgabe. Krebsregister leisten zudem durch das Sammeln und Bereitstellen von Daten, beispielsweise über den Behandlungserfolg bestimmter Therapieansätze, wichtige Beiträge zur Qualitätssicherung. Mehr

Mann mit Brille, Krawatte und schwarzem Sakko.

Krebsregister sind ein wertvoller Baustein im Kampf gegen Krebs. Durch die Analyse der Daten lassen sich zum einen wichtige Erkenntnisse für Präventionsprojekte und Früherkennungsprogramme gewinnen und zum anderen hilft es den Ärzten die beste Behandlung für ihre Patienten zu wählen.

Martin Schneider, Leiter der vdek-Landesvertretung Saarland

Weitere Informationen finden Sie hier.

Krebsregister Saarland Vorreiter bei der Umsetzung bundesweiter Kriterien

Die gesetzlichen Krankenkassen fördern den Betrieb der klinischen Krebsregister durch die Zahlung einer Förderpauschale. Diese ist an die Erfüllung von 43 Förderkriterien gebunden, welche es bis Ende 2020 zu erfüllen galt. Die Finanzierung von Krebsregistern, die bis dahin nicht alle Förderkriterien erfüllen, geht dann nach aktueller Gesetzgebung auf die Bundesländer über. Bis zuletzt verlief der Aufbau der klinischen Krebsregister schleppend, wie das im August 2020 erschienene Gutachten der Prognos AG deutlich machte (siehe Artikel ersatzkasse magazin.). Demnach hatten zum Stichtag 31. Dezember 2019 lediglich vier von 18 Krebsregistern alle Förderkriterien erfüllt. Auch die Prognose zeigte, dass nur bei acht Krebsregistern erwartet wurde, dass sie bis zum 31. Dezember 2020 alle 43 Förderkriterien erfüllen werden. Das Krebsregister Saarland war bundesweit eines der ersten Register, das alle Kriterien erfüllt hat.

Den kompletten Artikel finden Sie in der Ausgabe 2/2021 des ersatzkasse magazin.

Drei Fragen an... Dr. Bernd Holleczek, Leiter des Krebsregisters Saarland

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"Mit ihren vollzähligen Fallsammlungen und vollständigen Daten sind die Krebsregister unverzichtbare Werkzeuge für das Monitoring der Auswirkungen von Tumorerkrankungen und der Versorgungsqualität auf regionaler Ebene und deutschlandweit geworden."

Dr. Bernd Holleczek, Leiter des Krebsregisters Saarland

Was ist der Unterschied zwischen einem epedemiologischen und einem klinischen Krebsregister?

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Auch wenn die beiden verschiedenen Register-Typen in einigen Bundesländern mittlerweile kombiniert eingesetzt werden, ist es hilfreich die verschiedenen Eigenschaften und Vorteile, sowohl des epidemiologischen als auch des klinischen Krebsregisters, zu kennen. Da die Unterschiede nicht selbsterklärend sind, haben wir sie in einer Tabelle anschaulich dargestellt. Eine detailliertere Erklärung finden Sie zudem hier.