Bessere Vernetzung: Ersatzkassen begrüßen sächsischen Weg der Pflegeberatung

Dresden, 12.06.2009 – Die Ersatzkassen in Sachsen unterstützen den sächsischen Weg der Pflegeberatung, keine Pflegestützpunkte einzurichten. Bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung zur Weiterentwicklung der Pflegestrukturen sagte die Leiterin des Verbandes der Ersatzkassen (vdek), Silke Heinke, am Freitag in Dresden:

„Das Sächsische Sozialministerium hat hier eine Entscheidung mit Augenmaß getroffen. Es hat sich für eine intelligente Zusammenführung von Sachverstand und gegen Doppelstrukturen ausgesprochen. Dieser Schritt zeigt, dass die Entscheidung über die Einrichtung der Pflegestützpunkte von einer Bewertung der regionalen Gegebenheiten geleitet werden sollte. Es gilt das Potential des schon Vorhanden zu prüfen, ehe man Weiteres hinzufügt. Die Bundesländer kommen an dieser Stelle zu unterschiedlichen Ergebnissen.

Deshalb bieten Pflegestützpunkte nicht per se den einzig richtigen Weg zu einer besseren Pflegeberatung. In Sachsen wurden mit den regionalen Pflegenetzwerken und der gemeinsamen Internetplattform ein Pendant zu den Pflegestützpunkten geschaffen. Die ersten Ergebnisse der Modellregionen stimmen optimistisch. Gleichwohl erwartet sie wie auch die Pflegestützpunkte der Funktionstest in der Praxis. Beide Ansätze haben sich jetzt in der flächendeckenden Versorgung zu bewähren. Dort wird sich zeigen, ob sie halten, was sie versprechen.

Angesichts dessen, dass die übrigen Bundesländer einen anderen Weg eingeschlagen haben als Sachsen, werden wir wieder und wieder die Zielsicherheit der sächsischen Route beweisen müssen. Darin liegt die Chance, tatsächlich eine neue Qualität bei der Pflege im Freistaat zu erreichen. Der sächsische Weg sollte als verpflichtender Ansporn verstanden werden, der Zeit eine Idee voraus zu sein und passgenaue regionale Lösungen für die Pflegeberatung im Freistaat zu entwickeln anstatt auf zentrale Vorgaben zu warten.“