Zahnärzte

In Sachsen sichern 3.058 Zahnärzte die Versorgung. Weitere 182 Zahnärzte arbeiten außerhalb von Praxen, beispielsweise in öffentlichen Gesundheitsämtern. Die größte Gruppe bilden die Vertragszahnärzte (2.863), gefolgt von den Kieferorthopäden (155) und den Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen (40).

Die Kassenzahnärztliche Vereinigung Sachsen ist verantwortlich, dass genügend Zahnärzte („Vertragszahnärzte“) die Versorgung der Bevölkerung gewährleisten. Sie besitzt den sogenannten Sicherstellungsauftrag. Die vdek-Landesvertretung schließt mit der Kassenzahnärztlichen Vereinigung alljährlich Vergütungsvereinbarungen ab. In den Vergütungsvereinbarungen wird die Vergütungshöhe für die zahnärztlichen Leistungen an Ersatzkassen-Versicherte geregelt. Sie umfassen beispielsweise die Versorgung mit Füllungen und Schienen sowie kieferorthopädische Behandlungen.

Gruppenprophylaxe

Für Kinder bis zur Vollendung des zwölften Lebensjahres gibt es neben der individuellen Vorsorge zur Verhütung und Bekämpfung von Zahnerkrankungen zusätzlich die Vorsorge in der Gruppe - die Gruppenprophylaxe. Sie erfolgt insbesondere in Kindergärten und Schulen.

Landesarbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege

Zur Erfüllung dieser Aufgabe haben die Krankenkassen in Sachsen, die Körperschaften der Zahnärzte und die Kommunen des Freistaates Sachsen die Landesarbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege e.V. (LAGZ) gegründet. Die LAGZ organisiert gemeinsam mit den regionalen Arbeitskreisen, die in allen sächsischen Landkreisen und kreisfreien Städten bestehen, die Durchführung einer flächendeckenden gruppenprophylaktischen Betreuung der Kinder. Niedergelassene Zahnärzte, Zahnärzte der Jugendzahnkliniken sowie Gesundheitsämter führen die Maßnahmen durch. Sie beraten die Kinder zur Mundhygiene und Ernährung, motivieren sie zu regelmäßigen Zahnarztbesuchen und versehen die Zähne mit zahnschützendem Fluor. Die Gruppenprophylaxe soll den Heranwachsenden mehr Chancengleichheit bei der Zahngesundheit bieten. Kranke Zähne bei Kindern können schneller entdeckt und die Kleinen zur individuellen Behandlung angeregt werden.

Die Aktionen der LAGZ werden zu 100 Prozent von den gesetzlichen Krankenkassen in Sachsen finanziert. Den Verwaltungshaushalt der LAGZ tragen Krankenkassen und Körperschaften der Zahnärzte jeweils zur Hälfte.

aus Knetmasse geformtes Gebiss

Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten der LAGZ Sachsen.

Zahngesundheit bei Kindern und Jugendlichen

Parallel zur Gruppenprophylaxe wird der Gebisszustand erhoben. Die Auswertung des Schuljahres 2015/16 zeigt, die Zahngesundheit bei zwölfjährigen Kindern hat sich in Sachsen weiter verbessert: Immer mehr Kinder besitzen ein kariesfreies Gebiss. Danach stieg der Anteil der Kinder mit naturgesunden Zähnen gegenüber dem Schuljahr 2010/11 um zehn Prozent auf 79 Prozent. Die Gruppe der Kinder, deren Zähne bereits saniert werden mussten, verkleinerte sich von 24 Prozent auf etwa 16 Prozent. Auch „offene Baustellen“ wurden weniger entdeckt. Nur bei rund fünf Prozent der Kinder wurde zahnärztlicher Behandlungsbedarf festgestellt.