Krankenhäuser

Medizinische Eingriffe mit großem technischen Aufwand oder etwa späterer intensivpflegerischer Überwachung erfordern eine stationäre Behandlung der Patienten. Diese Aufgabe übernehmen die Krankenhäuser. Ihnen kommt damit eine zentrale Rolle bei der Gesundheitsversorgung zu.

Die Kliniken bilden den größten Kostenblock bei den Ausgaben der Krankenkassen. 2017 gaben die Krankenkassen rund vier Milliarden Euro für stationäre Behandlungen in Sachsen aus. Das ist etwa das Doppelte dessen, was im ambulanten Bereich an niedergelassene Ärzte gezahlt wurde. Die duale Krankenhausfinanzierung wird teilweise von den Krankenkassen geleistet. Der vdek verhandelt im Interesse seiner Mitgliedskassen die Rahmenbedingungen der Finanzierung.

Die Krankenhausplanung sichert bedarfsgerecht die stationäre Versorgung. Im Freistaat Sachsen stehen der Bevölkerung knapp 80 Krankenhäuser mit mehr als 25.000 Betten zur Verfügung. Darunter befinden sich unter anderem die beiden Universitätskliniken Dresden und Leipzig sowie zwei Herzzentren. Rund 30 Krankenhäuser befinden sich in öffentlicher Trägerschaft, mehr als ein Drittel der Krankenhäuser sind in privater Trägerschaft. Die übrigen Häuser befinden sich in freigemeinnütziger Trägerschaft.

Entwicklung

Veränderte Rahmenbedingungen wie der medizinische Fortschritt, neue ambulant durchführbare Behandlungsmöglichkeiten oder die Alterung der Bevölkerung verlangen eine kontinuierliche Überprüfung und Anpassung der benötigten Krankenhauskapazitäten in Sachsen. Die Zahl der Krankenhäuser ist seit einigen Jahren stabil. Der Trend zur Privatisierung von Krankenhäusern hält indes unverändert an.

Eine Entwicklung durchläuft indes auch die Verweildauer von Patienten in Krankenhäusern - sie sinkt kontinuierlich. Durch innovative Behandlungsverfahren können heute viele Eingriffe ambulant, also ohne Notwendigkeit, den Patienten stationär zu versorgen, durchgeführt werden. Die Kombination von ambulanten und stationären Behandlungsangeboten wird von Krankenhäusern angeboten. Die ambulante Behandlung kann dabei in diverse Formen unterteilt werden und sichert die Auslastung der Klinikressourcen.

Um eine hohe Qualität der durchgeführten Behandlungen zu gewährleisten, sind die Krankenhäuser dazu verpflichtet, zur Qualitätssicherung Berichte über den Erfolg der Behandlungen zu veröffentlichen. Der vdek bietet mit seinem Online-Klinik-Lotsen eine detaillierte Übersicht über die Qualität der Krankenhäuser in Sachsen.

Eine hohe Qualität ist auch Voraussetzung zur Durchführung von Transplantationen. Kontinuierlich niedrige Spenderzahlen haben den vdek veranlasst, an dieser Stelle das wichtige Thema Organspende anzuführen. Der vdek setzt sich für eine Verbesserung der Spenderquote ein.