Krankenhäuser

Medizinische Eingriffe mit großem technischen Aufwand oder etwa späterer intensivpflegerischer Überwachung erfordern eine stationäre Behandlung der Patienten. Diese Aufgabe übernehmen die Krankenhäuser. Ihnen kommt damit eine zentrale Rolle bei der Gesundheitsversorgung zu.

Die Kliniken bilden den größten Kostenblock bei den Ausgaben der Krankenkassen. 2016 gaben die Krankenkassen rund vier Milliarden Euro für stationäre Behandlungen in Sachsen aus. Das ist etwa das Doppelte dessen, was im ambulanten Bereich an niedergelassene Ärzte gezahlt wurde.

Zahlen und Fakten

Im Freistaat Sachsen stehen der Bevölkerung 79 Krankenhäuser mit 25.120 Betten zur Verfügung. Darunter befinden sich unter anderem die beiden Universitätskliniken Dresden und Leipzig sowie zwei Herzzentren. 34 Krankenhäuser (43 Prozent) sind in öffentlicher Trägerschaft, 27 Krankenhäuser (34 Prozent) in privater Trägerschaft und 18 Häuser (23 Prozent) in freigemeinnütziger Trägerschaft.

Einen Überblick über die Struktur der sächsischen Krankenhauslandschaft untergliedert nach Regionen bietet folgende Tabelle:

  Südwest-sachsen Ost- sachsen   Nordwest-sachsen Kliniken gesamt
Betten gesamt
Fachkrankenhäuser 5 13 6 24 3369
Regelversorgung 19 16 9 44 11694
Schwerpunktversorgung 4 4 1 9 5682
Maximalversorgung 1 1 1 3 4375

Entwicklung

Veränderte Rahmenbedingungen wie der medizinische Fortschritt, neue ambulant durchführbare Behandlungsmöglichkeiten oder die Alterung der Bevölkerung verlangen eine kontinuierliche Überprüfung und Anpassung der benötigten Krankenhauskapazitäten in Sachsen. So sinkt die Zahl der Planbetten kontinuierlich; 2004 gab es rund 3.000 mehr Betten als heute. Die Zahl der Krankenhäuser ist seit einigen Jahren stabil. Der Trend zur Privatisierung von Krankenhäusern hält indes unverändert an. Ihr Marktanteil hat ein Drittel inzwischen überschritten.