Pflege

Sachsen ist eines der ältesten Bundesländer – zumindest aus demographischer Sicht. Lag 1990 das Durchschnittsalter der Sachsen noch bei 39 Jahren, so erreicht es aktuell über 46 Jahre. Die Zahl der Einwohner geht zurück, zugleich erreichen immer mehr Menschen ein höheres Lebensalter. Weil mit zunehmendem Alter die Wahrscheinlichkeit einer Pflegebedürftigkeit steigt, werden immer mehr Menschen in Sachsen pflegebedürftig. Prognosen rechnen für 2030 mit 212.000 pflegebedürftigen Menschen im Freistaat.

Wenngleich der überwiegende Teil der Pflegebedürftigen ältere Menschen sind, kann Pflegebedürftigkeit jede Altersgruppe treffen. Umfassende Versorgung benötigen beispielsweise junge Menschen mit Pflegebedarf oder Menschen mit Suchterkrankungen. Die Ersatzkassen fördern entsprechend spezielle Versorgungsangebote. Das Pflegepersonal-Stärkungsgesetz ermöglicht ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen zusätzliche Förderprogramme in Anspruch zu nehmen.

In Sachsen existiert ein umfassendes und vielfältiges Pflegeangebot. Etwa 1.100 ambulante Pflegedienste stehen Bedürftigen im Freistaat zur Verfügung. Hinzu kommen mehr als 400 Anbieter der teilstationären Tages- bzw. Nachtpflege. Außerdem gibt es circa 790 stationäre Einrichtungen inklusive Kurzzeitpflege.

Der größte Teil der Pflegebedürftigen in Sachsen wird ganz oder teilweise durch Angehörige gepflegt. Handlungsschwerpunkte der Ersatzkassen sind Beratungen über Pflege- und Entlastungsangebote sowie Präventionsmöglichkeiten.

Der vdek setzt sich aktiv für eine gute und zukunftsorientierte pflegerische Versorgung im Freistaat Sachsen ein. Im Positionspapier sind die gesundheitspolitischen Standpunkte zusammengefasst.

Themenschwerpunkte der Pflege

Durch Pflegebedürftigkeit entsteht für Betroffene und deren Angehörige eine neue Situation. Mit der Pflegeberatung wird den Pflegebedürftigen bei Fragen rund um das Thema geholfen. Zusätzlich bietet der vdek-Pflegelotse vielseitige Informationen über Leistungen, Preise sowie die Ergebnisse der Qualitätssicherung.

Versicherte können je nach Bedarf Angebote ambulanter und stationärer Pflege nutzen. Durch ambulante Pflegeangebote können Pflegebedürftige in ihrem Zuhause versorgt werden und Unterstützung im Alltag erhalten. Manche krankheitsbedingte Situationen erfordern es, Angebote der häuslichen Krankenpflege und Haushaltshilfe in Anspruch zu nehmen.
Ist ein Leben in der gewohnten Umgebung nicht mehr möglich, können stationäre Angebote genutzt werden. Der vdek schließt Verträge wie beispielsweise zur Inkontinenzversorgung mit Pflegeeinrichtungen ab.

Manche schwerwiegenden Erkrankungen erlauben keine Aussicht auf Heilung. Erkrankten wird mit den Möglichkeiten der Palliativversorgung Linderung ihrer Leiden verschafft. Sterbende Patienten werden ambulant oder stationär in Hospizen begleitet.