Pflege

Sachsen ist eines der ältesten Bundesländer – zumindest aus demographischer Sicht. Lag 1990 das Durchschnittsalter der Sachsen noch bei 39 Jahren, so erreicht es aktuell bereits über 46 Jahre. In Sachsen geht die Zahl der Einwohner zurück, zugleich erreichen immer mehr Menschen das höhere Lebensalter. Weil mit zunehmendem Alter die Wahrscheinlichkeit einer Pflegebedürftigkeit steigt, werden immer mehr Menschen in Sachsen pflegebedürftig. Prognosen rechnen für 2030 mit 212.000 pflegebedürftigen Menschen im Freistaat.

Wenngleich der überwiegende Teil der Pflegebedürftigen ältere Menschen sind, kann Pflegebedürftigkeit jede Altersgruppe treffen. Umfassende Versorgung benötigen beispielsweise junge Menschen mit Pflegebedarf oder Menschen mit Suchterkrankungen. Die Ersatzkassen fördern entsprechend spezielle Versorgungsangebote.

Der größte Teil der Pflegebedürftigen in Sachsen wird ganz oder teilweise durch Angehörige gepflegt. Handlungsschwerpunkte der Ersatzkassen sind Beratungen über Pflege- und Entlastungsangebote sowie Präventionsmöglichkeiten.

Der vdek setzt sich aktiv für eine zukunftsorientierte und gute pflegerische Versorgung im Freistaat Sachsen ein. Im Positionspapier sind die gesundheitspolitischen Standpunkte zusammengefasst.

Themenschwerpunkte der Pflege

Versicherte können je nach Bedarf Angebote ambulanter und stationärer Pflege nutzen. Durch ambulante Pflegeangebote können Pflegebedürftige in ihrem Zuhause versorgt werden und wird Unterstützung im Alltag ermöglicht. Manche krankheitsbedingten Situationen erfordern die Nutzung von Angeboten der häuslichen Krankenpflege und Haushaltshilfe.

Ist ein Leben in der gewohnten Umgebung nicht mehr möglich, können stationäre Angebote genutzt werden. Dadurch entsteht für Pflegebedürftige und deren Angehörige eine neue Situation. Mit der Pflegeberatung wird den Betroffenen bei Fragen rund um das Thema geholfen. Zusätzlich bietet der vdek-Pflegelotse vielseitige Informationen über Leistungen, Preise sowie die Ergebnisse der Qualitätssicherung. Der vdek schließt Verträge wie beispielsweise zur Inkontinenzversorgung mit Pflegeeinrichtungen ab.

Manche schwerwiegenden Erkrankungen erlauben keine Aussicht auf Heilung. Erkrankten wird mit den Möglichkeiten der Palliativversorgung Linderung ihrer Leiden verschafft. Sterbende Patienten werden ambulant oder stationär in Hospizen begleitet.