Ärzte

Bei einer Erkrankung gehen die meisten Menschen zuerst zu einem niedergelassenen Arzt. Kann der nicht helfen, überweist er die Patienten ins Krankenhaus. Nach dieser Logik ist die Versorgungsstruktur aufgebaut. Es gibt eine Vielzahl von Praxen und deutlich weniger Kliniken.

In Sachsen sichern 6.898 Ärzte die ambulante Versorgung. Diese sind in eigener Niederlassung oder als Angestellte in einer Praxis tätig (Stand 2014). Die größte Arztgruppe bilden mit 2.928 Medizinern die Hausärzte, gefolgt von den Frauenärzten mit 505 Medizinern.

Die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen ist verantwortlich, dass genügend niedergelassene Ärzte („Vertragsärzte“) die Versorgung der Bevölkerung gewährleisten. Sie besitzt den sogenannten Sicherstellungsauftrag. Aufgrund der problematischen Entwicklung der Versorgungssituation bringen sich in Sachsen auch die Krankenkassen zu dem Thema ein.

Drohender Ärztemangel

Anfang der 1990er Jahre bestand ein Überangebot an Ärzten. Nicht jeder Absolvent einer medizinischen Hochschule fand nach dem Studium eine Stelle als Arzt. Diese Situation hat sich grundlegend gewandelt. Ärzte werden heute gesucht, obwohl die Zahl ambulant tätiger Ärzte weiter ansteigt. Zum Vergleich: In Sachsen wurden 2004 noch 6.108 Ärzte gezählt. Doch die Verteilung der Mediziner ist aus dem Lot geraten. Den ärztlichen Nachwuchs zieht es vorrangig in die Metropolen, auf dem Lande werden lokale Versorgungsengpässe erkennbar. Langfristig droht in vielen Regionen ein Ärztemangel.