Vorsorge und Rehabilitation

Rehabilitation

Eine Reihe medizinischer Eingriffe sieht eine anschließende Rehabilitation vor. Um etwa nach einem Herzinfarkt wieder fit für den Alltag zu sein, benötigen Patienten nach der Entlassung aus dem Krankenhaus eine weitere Behandlung. Der Körper muss trainiert, die Ernährung verändert und das seelische Befinden stabilisiert werden. Das geschieht unter Anleitung und Betreuung durch Ärzte und Therapeuten verschiedener Fachrichtungen. Die Rehabilitation soll die Patienten bei der Wiedererlangung oder dem Erhalt körperlicher Fähigkeiten unterstützen. Mit einer Rehabilitation kann auch die Absicht verbunden sein, Beeinträchtigungen oder Einschränkungen abzuwenden, die sich als Folge chronischer Erkrankungen einstellen. Medizinische Rehabilitation findet in ambulanten („ambulante Rehabilitation“) und stationären („stationäre Rehabilitation“) Rehabilitationseinrichtungen statt.

Vorsorge

Neben der Rehabilitation gibt es die Vorsorge, die umgangssprachlich auch heute noch „Kur“ genannt wird. Die Vorsorge soll die geschwächte Gesundheit stärken, während die Rehabilitation bereits kranken Menschen beim Gesundwerden helfen soll. „Badekuren“ gelten als klassisches Beispiel der Vorsorge. Vorsorgemaßnahmen können ambulant oder stationär erfolgen.

Zahlen und Fakten

51 stationäre Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen bestehen im Freistaat Sachsen. Davon befinden sich 32 Einrichtungen (63 Prozent) in privater, zehn Einrichtungen in freigemeinnütziger (20 Prozent) und neun Einrichtungen (17 Prozent) in öffentlicher Trägerschaft. Sie verfügen über insgesamt 9.018 Betten. Die Kapazitäten der stationären Vorsorge und Rehabilitation entwickeln sich gegenläufig zu denen der Krankenhäuser - die Anzahl der Reha-Einrichtungen steigt. Allein seit 2004 kamen sechs neue hinzu. Die Bettenkapazität bleibt nach einem Anstieg in den 1990er Jahren weitgehend konstant. Der im gleichen Zeitraum begonnene Privatisierungsprozess hat sich beruhigt.

Außerdem existieren 24 ambulante Rehabilitationseinrichtungen, die seit 1994 – dem Jahr der Aufnahme der ambulanten Rehabilitation in den Leitungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung - entstanden.