Heil- und Hilfsmittel

Heilmittel sind medizinische Dienstleistungen, die von Vertragsärzten verordnet und nur von speziell ausgebildeten Therapeuten erbracht werden können. Zu den Heilmittelerbringern gehören beispielsweise Masseure und Physiotherapeuten, Logopäden und Ergotherapeuten. Hilfsmittel dagegen sind ärztlich verordnete Produkte wie zum Beispiel Orthesen, Rollstühle oder Hörgeräte.

In Deutschland brauchen aktuellen Studien zufolge immer mehr Menschen Heil- und Hilfsmittel. Gründe hierfür sind die Alterung der Bevölkerung und der technische Fortschritt. Obwohl der Bereich ein Ausgabenvolumen von rund 13,7 Milliarden Euro im Jahr 2015 umfasste, wird er häufig unterschätzt. Fast sieben Prozent der Leistungsausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) entfallen auf Heil- und Hilfsmittel. Damit bilden sie zusammen den viertgrößten Ausgabenblock der GKV. Gegenüber 2014 stiegen die Ausgaben für Heil- und Hilfsmittel um rund zehn Prozent.

Hilfsmittel

Die Krankenkassen sind gesetzlich dazu verpflichtet sicherzustellen, dass die zur Versorgung herangezogenen Apotheken, Augenoptiker usw. zu einer angemessenen Lieferung der Hilfsmittel in der Lage sind. Nur solche Hilfsmittelerbringer können Vertragspartner der Krankenkassen sein. Um dieses Verfahren zu vereinfachen, gibt es die sogenannte Präqualifizierung, die Hilfsmittelerbringer auf ihre Eignung prüft.

Der vdek führt eine entsprechende Präqualifizierungsstelle (kurz PQS Hilfsmittel). Hier kann jeder Leistungserbringer, der Hilfsmittel herstellt, abgibt oder anpasst, seine fachliche Eignung überprüfen und bescheinigen lassen. Mit dem entsprechenden Zertifikat können sich die Hilfsmittelerbringer schließlich an Ausschreibungen für die Versorgung beteiligen und in Vertragsverhandlungen mit den Krankenkassen treten.

Logo PQS Präqualifizierung

Die Anträge zur Präqualifizierung sowie weitere Informationen zur PQS Hilfsmittel finden Sie hier:

www.pqs-hilfsmittel.de

Heilmittel

Wer zum Beispiel eine Sprachtherapie benötigt, hat als Versicherter Anspruch auf eine Behandlung in einer entsprechenden Praxis. Die Heilmittel-Richtlinie regelt im einzelnen, welche Heilmittel zugunsten der Patienten erbracht werden dürfen und welche ausgeschlossen sind. Heilmittel anbieten dürfen ausschließlich zugelassene Praxen. Um den Aufwand für eine Zulassung möglichst gering zu halten, hat der vdek zusammen mit der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau ein gemeinsames Zulassungsverfahren etabliert.

Eine Physiotherapeutin winkelt das Bein der Patientin an

Antragsunterlagen, Vergütungslisten und Hinweise zum Zulassungsverfahren für Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und Podologie finden Sie auf den Seiten der vdek-Verbandszentrale:

www.vdek.com

 

 

Antragsfrist

Der Zulassungsantrag ist vier bis sechs Wochen vor der Praxiseröffnung bei der vdek-Landesvertretung Sachsen zu stellen.

Adresse

Wenn Sie einen Antrag auf Zulassung einreichen möchten, senden Sie diesen bitte an:

vdek-Landesvertretung Sachsen

Glacisstraße 4

01099 Dresden

Ihre Ansprechpartner beim vdek:

Heike Martin

E-Mail: heike.martin@vdek.com

Tel.: 0351 / 876 55 38

und

Evelyn Bernhard

E-Mail: evelyn.bernhard@vdek.com

Tel.: 0351 / 876 55 28