Veranstaltungen
Hier geht es zu den letzten Veranstaltungen der vdek-Landesvertretung Sachsen:
Neujahrsforum 2026
Am 09.01.2026 ab 11:00 Uhr veranstaltete die vdek-Landesvertretung Sachsen das alljährliche Neujahrsforum im Marta-Fraenkel-Saal des Deutschen Hygiene-Museums Dresden - dieses Mal zum Thema:
Gesundheit steuern - Vertrauen sichern. Koordination, Qualität und Patientenorientierung in der Versorgung
Die Themenkomplexe Patientensteuerung, Qualität in der Gesundheitsversorgung und Patientensicherheit bilden zentrale Elemente eines leistungsfähigen Gesundheitssystems und sind eng miteinander verknüpft. Schnittstellen bestehen insbesondere bei der Ausrichtung auf den konkreten Versorgungsbedarf vor Ort, der Gestaltung sicherer und effektiver Behandlungsprozesse sowie bei der sektorenverbindenden Versorgung und der Rollenverteilung zwischen Patienten und Gesundheitsakteuren.
Diana Smikalla moderierte unter Beteiligung von rund 90 Teilnehmenden souverän und regte die Podiumsdiskutant:innen intensiv an, u. a. zu folgenden Fragen zu diskutieren: Wie gelingt die kluge Organisation von Versorgungspfaden, die Zugang zu bedarfsgerechten Angeboten ermöglichen - abseits von Über-, Unter- und Fehlversorgung? Inwiefern verfügen wir über vielversprechende Strategien, die die Beteiligung und Orientierung an Patientenbedürfnissen als Voraussetzung für eine sichere und hochwertige Versorgung schon jetzt priorisieren?
An der Podiumsdiskussion beteiligten sich hochkarätige Vertreter_innen von Bundes- und Landesebene:
- Nora Seitz MdB (Mitglied im Ausschuss für Gesundheit des Deutschen Bundestags): "Auch bei der Frage nach einer besseren Koordination, höheren Qualität und stärkeren Patientenorientierung in der Versorgung ist es entscheidend, die Stimmen und Erfahrungen aus der Praxis ernst zu nehmen und genau hinzuhören. Nur so können wir den Herausforderungen einer immer älter werdenden Gesellschaft begegnen, in der der Bedarf an Pflege- und Gesundheitsleistungen stetig wächst, während die Zahl der Ärztinnen, Ärzte und Fachkräfte sinkt. Gerade zu Beginn des Versorgungspfads müssen wir künftig verstärkt auf intelligente digitale Lösungen setzen, um eine qualifizierte und bedarfsgerechte Patientensteuerung im geplanten Primärarztsystem zu ermöglichen. Ziel ist es, Patientinnen und Patienten so schnell und unkompliziert wie möglich in die passende Versorgung zu bringen. Im Rahmen der Primärarztversorgung kommt insbesondere den Hausärztinnen und Hausärzten eine zentrale Rolle zu. Als Koalition haben wir daher die Stärkung der Allgemeinmedizin und der hausärztlichen Versorgung fest in unserem Koalitionsvertrag verankert."
- Staatsministerin Petra Köpping (Sächsisches Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt): "Für eine hochwertige Gesundheitsversorgung sind eine verlässliche Koordination, höchste Qualitätsstandards sowie eine konsequente Ausrichtung an den Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten unverzichtbar. Nur wenn alle Akteure zusammenwirken, können wir die medizinische Versorgung nachhaltig entwickeln – und so das Vertrauen in unsere hervorragende Gesundheitsversorgung sichern."
- Ulrike Elsner (Vorstandsvorsitzende des vdek, Berlin): "2026 brauchen wir in der Politik und der gemeinsamen Selbstverwaltung eine Verantwortungspartnerschaft – die Lösungen liegen auf dem Tisch. Es braucht moderne und zeitgemäße Versorgungsstrukturen sowie eine unterstützende Orientierung der Versicherten im Gesundheitswesen, mit der gleichzeitigen Stärkung der Versichertensouveränität. Die Digitalisierung muss Einzug in das Gesundheitswesen finden."
- "Dr. Stefan Windau, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen, hebt die maßgebende Bedeutung der ambulanten Ärzteschaft für künftige Steuerungsmodelle hervor. Ineffiziente Doppel- und Dreifachstrukturen (Entwurf des NotfallG: Praxisdienst + Fahrdienst + Telefondienst) können wir uns dabei nicht leisten. Hier muss der Gesetzgeber dringend für Entlastung sorgen – auch dadurch, dass die Steuerung in der Notfall- und Regelversorgung für alle Patienten verbindlich wird und ein Abweichen spürbare Konsequenzen hat. Zudem müssen innovative Ansätze (z.B. 116117 oder Primärversorgerpraxen) zeitnah und bürokratiearm umgesetzt sowie den Kassenärztlichen Vereinigungen in Abstimmung mit den Krankenkassen mehr Gestaltungsspielraum für konkrete Versorgungsprojekte vor Ort eingeräumt werden."
- Erkan Ertan (Leiter des Arbeitsstabs des Patientenbeauftragten): "Sachsen hat mit Ihrem Zielbild 2030 Gesundheitsversorgung Prozess eindrucksvoll bewiesen, wie ein Reformprozess wichtige Akteure einbinden und zugleich den Blick auf die Bedarfe von Patientinnen und Patienten sichern kann."
Weiterführende Informationen
Um die Perspektiven für die Themenkomplexe zu erweitern, äußerten sich während der Veranstaltung fünf Stimmen in Form einer Videobotschaft zu dem hiesigen Gesundheitssystem und wie dieses in den nächsten 10 Jahren gestaltet werden kann.
In der Reihenfolge: Dr. Ruth Hecker (ehem. Vorsitzende des Aktionsbündnisses Patientensicherheit (APS), Dr. Ulf Sengebusch (Vorstandsvorsitzender Medizinischer Dienst Sachsen), Assessor jur. Friedrich R. München (Geschäftsführung Krankenhausgesellschaft Sachsen), Andreas Eichorst (Vorstand Verbraucherzentrale Sachsen) und Erik Bodendieck (Präsident der Sächsischen Landesärztekammer)
Rückblick in das vdek-Neujahrsforum 2026
Am 10.01.2025 ab 11:00 Uhr veranstaltete die vdek-Landesvertretung Sachsen das alljährliche Neujahrsforum im Marta-Fraenkel-Saal des Deutschen Hygiene-Museums Dresden - dieses Mal zum Thema:
(Klima-)Wandel im Gesundheitswesen: Welches (Um-)Denken braucht es für die Zukunft?
Extreme Wetterereignisse, Veränderungen der Luft- und Wasserqualität oder aber Einflüsse auf die weltweite Ernährungssicherheit: Der Klimawandel und seine Auswirkungen auf den gesamten Planeten sind in aller Munde. Zunehmend wird es wichtiger, den Klimawandel jedoch nicht nur als Umweltproblem, sondern auch als bedeutende gesundheitspolitische Herausforderung zu betrachten. Denn auf der einen Seite beeinflusst das Klima wesentlich unsere Gesundheit; zum anderen trägt das Gesundheitssystem selbst zur Umwelt- und Klimabelastung bei.
Wie kann es funktionieren, Klima und Gesundheit künftig (noch mehr) zusammen zu denken? Welche Ansatzpunkte für Klimaanpassung bzw. zur Verhinderung des Fortschreitens des Klimawandels gibt es im sächsischen Gesundheitssektor bereits? Welche Strategien haben sich als vielversprechend erwiesen, um unser Gesundheitssystem auch in Zukunft klimaresilient zu gestalten?
Rückblick zum vdek-Neujahrsforum 2025
Am 12.01.2024 ab 11:00 Uhr veranstaltete die vdek-Landesvertretung Sachsen das alljährliche Neujahrsforum im Marta-Fraenkel-Saal des Deutschen Hygiene-Museums Dresden - dieses Mal zum Thema:
Faktor Mensch im Gesundheitswesen – Herausforderungen und Lösungsansätze für die medizinische Versorgung der Zukunft
Der soziale Wandel und die damit einhergehende demografische Entwicklung prägen unser aller Alltag. Überall werden Fachkräfte gesucht, der „Faktor Mensch“ wird zusehends zur beinahe unbezahlbaren Währung – auch und gerade im Gesundheitswesen.
Dabei sind Menschen hier sowohl Inanspruchnehmende (Patient:innen) als auch Dienstleistende (Ärzt:innen, Pflegepersonal etc.). Wie kann den – sowohl derzeit schon bestehenden als auch noch auf uns zukommenden –
Herausforderungen im Gesundheitssektor begegnet werden? Welche kreativen und innovativen Lösungsansätze gibt es, um unter anderem auch aus Arbeitgeber-, Berufs- sowie der politischen Perspektive Rahmenbedingungen für eine gute Gesundheitsversorgung in Sachsen zu etablieren?
Am 13.01.2023 ab 11:00 Uhr veranstaltet die vdek-Landesvertretung Sachsen das alljährliche Neujahrsforum im Großen Saal des Deutschen Hygiene-Museums Dresden - dieses Mal mit der Leitfrage:
„Weiter wie bisher“ oder „Alles neu macht die Krise“? - Wie innovativ ist das deutsche Gesundheitssystem?
In den vergangenen rund drei Jahren stellte die Corona-Pandemie in besonderem Maße die Leistungsfähigkeit des Gesundheitswesens auf den Prüfstand. Doch auch andere Rahmenbedingungen fordern den Gesundheitssektor zunehmend heraus: Der fortschreitende demografische sowie der Strukturwandel und die weiter alternde Gesellschaft inkl. sich stetig verschärfendem Fachkräfte- und Personalmangel sind die drängendsten Herausforderungen, denen insbesondere im Gesundheitssystem begegnet werden muss.
Speziell in solch bewegten Zeiten wie aktuell gibt es viel Potenzial für neue Impulse, mutige Ideen und Initiativen zur Weiterentwicklung der Versorgungslandschaft. Wie ist es um Innovationskraft des deutschen Gesundheitswesens bestellt? Wie hoch ist die Innovationsfreude besonders in Krisenzeiten? Und wo bestehen vielversprechende Potenziale zur Neugestaltung des Systems?
Programm am 13.01.2023 im Deutschen Hygiene-Museum Dresden (Großer Saal)
ab 10:30 Uhr: Einlass
11:00 Uhr: Begrüßung (Silke Heinke, Leiterin der vdek-Landesvertretung Sachsen)
Grußwort (Petra Köpping, Staatsministerin, Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt)
Impulsreferate
Wird die Gesundheitspolitik zur Reise nach Jerusalem? | Prof. Andreas Beivers (Professor für Volkswirtschaftslehre & Gesundheitsökonomie, Hochschule Fresenius München und Stiftung Münch)
Digitalisierung mit Weitblick - Erfolg nur mit Kulturwandel? | Sebastian Zilch (Unterabteilungsleiter „gematik, Telematikinfrastruktur, eHealth“, Bundesministerium für Gesundheit)
Strukturwandel, Demografie und der Trend zur ärztlichen Anstellung – Welche Lösungen sieht die GKV? | Boris von Maydell (Abteilungsleiter Ambulante Versorgung, Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek))
Podiumsdiskussion
- Staatsministerin Petra Köpping (Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt)
- Prof. Andreas Beivers (Professor für Volkswirtschaftslehre & Gesundheitsökonomie, Hochschule Fresenius München und Stiftung Münch)
- Martin Blaschka (Mitglied der Geschäftsleitung, INNO3 GmbH)
- Silke Heinke (Leiterin der vdek-Landesvertretung Sachsen)
- Thorben Krumwiede (Geschäftsführer der UPD Patientenberatung Deutschland gGmbH)
- Sebastian Zilch (Unterabteilungsleiter „gematik, Telematikinfrastruktur, eHealth“, Bundesministerium für Gesundheit)
- Moderation: Thomas Lopau
13:00 Uhr: Imbiss & Get-together