Ersatzkassenforum der vdek-Landesvertretung Sachsen-Anhalt

Sozialwahl 2023

Ersatzkassen-Logos vdek, TK, BARMER, DAK, KKH, hkk, HEK

Das Ersatzkassenforum hat am 25. April 2023 im Roncalli-Haus Magdeburg für die Sozialwahl desselbigen Jahres geworben. Die Sozialministerin Frau Grimm-Benne, der Bundeswahlbeauftragte für die Sozialversicherungswahlen, Peter Weiß, sowie der Leiter der Landesvertretung, Klaus Holst, haben die rund 600.000 Mitglieder der fünf Ersatzkassen (TK, BARMER, DAK-Gesundheit, KKH und hkk) in Sachsen-Anhalt aufgefordert, sich an der drittgrößten Wahl in Deutschland zu beteiligen. Die Wahlberechtigten haben die roten Briefumschläge mit den Wahlunterlagen zur Sozialwahl 2023 per Post erhalten. Bis zum 31. Mai 2023 konnten sie ihre Stimme abgeben. Gewählt wurde per Briefwahl. Bei den Ersatzkassen konnten die Wahlberechtigten ihre Stimme im Rahmen eines Modellprojekts erstmalig alternativ zur Briefwahl auch digital abgeben – vom PC zu Hause oder von einem mobilen Endgerät mit Internetanschluss aus. Um die Wählerinnen und Wähler zu informieren, führten DRV Bund und Ersatzkassen eine deutschlandweite Aufklärungskampagne durch.

Sozialministerin Grimm-Benne: „Die Sozialwahlen und die Soziale Selbstverwaltung sind zentrale Eckpfeiler unserer sozialen Sicherungssysteme in Deutschland. Wir haben in Deutschland keine rein staatlichen Sozialversicherungen. Vielmehr gestalten Vertreterinnen und Vertreter der Versicherten und Arbeitgeber ihre Sozialversicherungen ehrenamtlich mit und sorgen dafür, dass die Verwaltung praxisnah und versichertenorientiert entscheidet. Durch die Sozialwahlen werden die Selbstverwalterinnen und Selbstverwalter für ihre Arbeit legitimiert, wie bei anderen demokratischen Wahlen auch. Geben Sie Ihre Stimme ab und stärken Sie die Demokratie in Deutschland.“

Wer Beiträge bezahlt, bestimmt auch mit!

Peter Weiß: „Die gewählten ehrenamtlichen Selbstverwalterinnen und Selbstverwalter treffen bei den Renten- und Krankenversicherungen wichtige Grundsatzentscheidungen, beschließen die Haushalte, wählen und kontrollieren den Vorstand und haben ein entscheidendes Mitspracherecht beim Leistungsangebot, etwa bei spezialisierten Reha-Leistungen in der Rentenversicherung oder Zusatzleistungen der Krankenkassen wie Mehrleistungen für Familien und spezielle Vorsorgeuntersuchungen. Wir freuen uns, dass die Sozialwahl durch die Möglichkeit der Online-Wahl bei den Ersatzkassen und durch die Einführung einer Geschlechterquote von 40 Prozent in den Verwaltungsräten modernisiert wird. Damit ist die Sozialwahl der Modernisierungstreiber im deutschen Wahlrecht“

Klaus Holst: „Das Prinzip der Sozialen Selbstverwaltung ist: Wer Beiträge bezahlt, bestimmt auch mit! Die gesetzliche Krankenversicherung wird in diesem Jahr 300 Milliarden Euro für die gesundheitliche Versorgung aufwenden. Die ehrenamtlichen Verwaltungsräte achten darauf, dass dieses Geld für moderne Versorgungsstrukturen und eine hohe Versorgungsqualität eingesetzt wird. Stärken Sie den Selbstverwalterinnen und Selbstverwaltern mit Ihrer Stimme den Rücken und bestimmen Sie damit den Kurs Ihrer Krankenkasse. Das geht weiterhin per Brief und nun erstmalig auch online. Für diesen Modellversuch Onlinewahlen haben wir uns als Ersatzkassen bei der Politik eingesetzt.“

Hohe Wahlbeteiligung signalisiert Wertschätzung

Eine hohe Wahlbeteiligung unserer Mitglieder signalisiert der Politik die Wertschätzung und die Bedeutung, die den Ersatzkassen bei der Aufbringung und Verwendung der knappen Mitgliedsbeiträge zukommt. Dabei steht die Krankenversicherung nicht nur für eine effiziente Mittelverwendung, sondern regelt in ihren individuellen Satzungen auch gesonderte Leistungen, die den Bedürfnissen ihrer Mitglieder zu Gute kommen. Die Sozialwahl 2023 ist die vielleicht modernste Wahl, weil sie zum ersten Mal digital und online durchgeführt wurde. Auf diese Weise sanken die Barrieren für eine Beteiligung, und der Aufwand an Ressourcen für ihre Durchführung fiel geringer aus.

 

 

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