Gemeinsam statt allein

Digitale Angebote zur Suchtprävention

VERZAHNUNG VON ARBEITS- UND GESUNDHEITSFÖRDERUNG IN DER KOMMUNALEN LEBENSWELT

Im Jahr 2021 nahmen im Saale-Holzland-Kreis 404
Personen jeden Alters das Beratungsangebot der psychosozialen
Beratungsstelle Wendepunkt e.V. in Anspruch, davon 69 Angehörige. Wie
in den Vorjahren waren Alkohol-, Cannabis- und Stimulantienkonsum die
Hauptdiagnosen. Eine Suchterkrankung kann jeden treffen. Für viele
Betroffene und Angehörige ist es schwer, die Sucht oder Abhängigkeit als
solche zu erkennen. Dazu bedarf es die Unterstützung von außen mit viel
Fingerspitzengefühl und Geduld. 

Gemeinsames Handeln als Schlüsselfunktion 

Wie Fachkräfte in der Zusammenarbeit mit arbeitslosen Menschen ihren
Kundinnen und Kunden Unterstützung bei Suchtauffälligkeiten geben und
wie die Suchtprävention funktionieren kann, ist Hauptthema eines von
zwei digitalen Angeboten zur Suchtprävention des Projektes „Verzahnung
von Arbeits- und Gesundheitsförderung in der kommunalen Lebenswelt“.
In kostenfreien Informationsstunden werden Fachkräfte aus Thüringen
und Sachsen fachlich von Annette Rothe-Thieme von Wendepunkt e.V.
begleitet, die die Wichtigkeit eines gemeinsamen Weges durch die Sucht
verdeutlicht.

“Mit der Telefonkonferenz konnte ich mich neuen
Herausforderung stellen und eine interessante Möglichkeit zur
Aufklärung über Sucht in einem neuem Kontext auszuprobieren.
Mein Ziel ist, den Fachkräften verständlich zu machen, wie es dem Hilfesuchenden in der Sucht geht. Die Betroffenen müssen, solen und wollen etwas veränadern, was gegen ihre bisher Gewohnheiten steht. Es kommen Erfahrungen auf sie zu, die sie schwer einschätzen können und es braucht an der Seite.", so Rothe-Thieme.

Auch für die Zielgruppe der arbeitslosen Menschen selbst wird eine digitale Möglichkeit
angeboten, sich als Betroffener, Angehöriger oder Interessierter anonym über die
Suchtprävention zu informieren. So ermöglicht die Suchtberaterin Judith Völlmer die Teilnahme an regelmäßig stattfinden Terminen via Zoom. 

Die Teilnahme an den digitalen Angeboten ist ohne vorherige Anmeldung sowie anonym und kostenfrei möglich. Neue Termine sind ab Oktober geplant. Interessierte können sich bei ihrem Jobcenter und ihrer Agentur für Arbeit oder direkt bei der Projektkoordinatorin Frau Peyerl melden. 

Ziel des Projekts „Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung in der kommunalen Lebenswelt“ ist es, die gesundheitliche Lage von arbeitslosen Menschen zu verbessern und damit auch ihre Chancen auf den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt zu erhöhen. In Thüringen und Sachsen wird das Projekt an 29 Standorten umgesetzt. Die Federführung im Auftrag des GKV-Bündnisses für Gesundheit obliegt der AOK PLUS, der IKK classic sowie der vdek-
Landesvertretung Thüringen. 

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Kontakt

Kerstin Keding-Bärschneider
Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)
Landesvertretung Thüringen

Tel.: 03 61 / 4 42 52 - 27
E-Mail: Kerstin.Keding@vdek.com