Eigenanteile in den Pflegeheimen
Finanzielle Belastung für Pflegeheimbewohner in Thüringen erneut stark gestiegen
Ein Platz in einem Thüringer Pflegeheim ist erneut deutlich teurer geworden: Nach neuesten Zahlen unseres Verbandes liegt die durchschnittliche Eigenbeteiligung eines Pflegebedürftigen in Thüringen für einen Heimplatz im ersten Jahr bei durchschnittlich 3.163 Euro pro Monat (Stand 1. Juli 2026). Das sind rund 250 Euro mehr als vor einem Jahr. Der Freistaat Thüringen liegt rund 200 Euro unter dem bundesweiten Durchschnitt von 3.364 Euro.
„Es ist wichtig, dass die Bundesgesundheitsministerin den Handlungsdruck in der sozialen Pflegeversicherung erkannt hat und auf Reformen drängt“, sagt Robert Schöning, Leiter der vdek-Landesvertretung Thüringen.
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Vor allem ist es richtig, auf der einen Seite Menschen mit erheblichem Pflegebedarf und auf der anderen Seite das Thema Prävention in den Fokus zu rücken: Je später ältere Menschen auf Pflege angewiesen sind, desto besser. Was uns aber fehlt, ist der längst überfällige Solidarausgleich zwischen sozialer und privater Pflegeversicherung. Es braucht einen sinnvollen Maßnahmen-Mix, um die Belastung für die Pflegeversicherten und das Defizit der sozialen Pflegeversicherung nicht ins Unendliche steigen zu lassen.“
Auch das Land Thüringen nimmt der vdek in die Pflicht. „Der Freistaat Thüringen sollte angesichts der enormen finanziellen Belastung der Pflegebedürftigen im Land seinen Verpflichtungen endlich nachkommen: Er muss die Ausbildungskosten und vor allem die Investkosten der Träger und Einrichtungen übernehmen. Gerade Sanierungsmaßnahmen für mehr Hitzeschutz sind für viele Einrichtungen unerlässlich – das haben wir erst Ende Juni gesehen, als bei Außentemperaturen von fast 40 °C teils unerträgliche Bedingungen in den Einrichtungen herrschten, sowohl für die Bewohner als auch die Beschäftigten.“
Aktuell werden die Kosten für Investitionen eins zu eins auf die Pflegebedürftigen umgelegt. Auch die Ausbildungskosten werden zum großen Teil von den Beitragszahlenden und den Pflegeheimbewohnern finanziert. „Ausbildung ist aber Staatsaufgabe und sollte von den Ländern getragen werden“, so Schöning weiter.
Wie sich die Kosten im Detail zusammensetzen und wie sie sich im Vergleich zum Vorjahr entwickelt haben, zeigen unsere Übersichtsgrafiken:
vdek zum Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG)
Der vom Bundesministerium für Gesundheit vorgelegte Entwurf für ein Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG) enthält wichtige Ansätze, um die Pflegeversicherung angesichts des demografischen Wandels langfristig leistungsfähig zu halten. Besonders die stärkere Ausrichtung auf Prävention und die Fokussierung der Leistungen auf Menschen mit erheblichem Pflegebedarf weisen in die richtige Richtung.
Für eine nachhaltige und ausgewogene Reform sind jedoch weitere Anpassungen erforderlich:
- Prävention gezielt stärken und vorhandene Ressourcen wirksam einsetzen, um Pflegebedürftigkeit möglichst lange hinauszuzögern.
- Die Soziale Pflegeversicherung auf die Versorgung von Menschen mit hohem Pflegebedarf konzentrieren und Leistungen konsequent bedarfsorientiert ausgestalten.
- Den Bund stärker an der Finanzierung versicherungsfremder Leistungen beteiligen und pandemiebedingte Ausgaben der Pflegeversicherung ausgleichen.
- Pflegende Angehörige nachhaltig unterstützen und ihre soziale Absicherung stärken.
- Einen solidarischen Finanzausgleich zwischen sozialer und privater Pflegeversicherung schaffen.
- Die Digitalisierung der Pflege flächendeckend fördern – in ambulanten wie stationären Einrichtungen gleichermaßen.
Die anstehenden Reformen werden von Pflegebedürftigen, ihren Angehörigen sowie den Beitragszahlenden erhebliche Anstrengungen verlangen. Umso wichtiger ist eine faire Verteilung der finanziellen Verantwortung und eine nachhaltige Finanzierung der Pflegeversicherung.
Der vdek hat zum PNOG eine Stellungnahme erarbeitet und dem Bundesgesundheitsministerium zukommen lassen:
Pressemitteilungen aus Thüringen:
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Eigenbeteiligung in Pflegeheimen Finanzielle Belastung für Pflegeheimbewohner in Thüringen erneut stark gestiegen
Ein Platz in einem Thüringer Pflegeheim ist erneut deutlich teurer geworden: Nach neuesten Zahlen des Verbandes der Ersatzkassen (vdek) liegt die durchschnittliche Eigenbeteiligung eines Pflegebedürftigen in Thüringen für einen Heimplatz im ersten Jahr bei durchschnittlich 3.163 Euro pro Monat (Stand 1. Juli 2026). » Lesen
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Eigenbeteiligung in den Pflegeheimen Die monatliche Eigenbeteiligung für Pflegeheimbewohner in Thüringen knackt die 3.000 Euro-Marke
Ein Platz in einem Thüringer Pflegeheim ist so teuer wie noch nie: Nach neuesten Zahlen des Verbandes der Ersatzkassen (vdek) liegt die durchschnittliche Eigenbeteiligung eines Pflegebedürftigen in Thüringen für einen Heimplatz im ersten Jahr bei durchschnittlich 3.005 Euro pro Monat (Stand 1. Januar 2026). » Lesen
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Eigenbeteiligung in Pflegeheimen Die monatliche Eigenbeteiligung für Pflegeheimbewohner in Thüringen steigt um rund 10 Prozent
Ein Platz in einem Thüringer Pflegeheim wird wieder teurer. » Lesen
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Eigenanteile in der stationären Pflege Auch in Thüringen müssen stationäre Pflegebedürftige trotz Zuschüssen im ersten Jahr fast 2.800 Euro monatlich an Eigenbeteiligung zahlen
Pflegedürftige, die in Thüringer Pflegeheimen versorgt werden, müssen trotz höherer Zuschüsse aus der sozialen Pflegeversicherung (SPV) zum 01.01.2025 im ersten Jahr des Aufenthaltes im Pflegeheim eine Eigenbeteiligung von 2.796 Euro im Monat aufbringen. Zum Vorjahreszeitraum geht damit eine Erhöhung um 418 Euro, mithin über 17 % einher. » Lesen
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Stationäre Pflegeeinrichtungen Weiter steigende finanzielle Belastung für stationär versorgte Pflegebedürftige trotz höherer Leistungszuschläge der Pflegekassen
Auch die Pflegebedürftigen in Thüringen müssen mit einer Steigerung ihrer Eigenbeteiligung bei den Kosten in der stationären Pflegeeinrichtung rechnen. So stiegen die Eigenanteile für Pflegebedürftige, trotz der Zuschüsse durch die Pflegeversicherung, zum 1.1.2024 im Vergleich zum Vorjahr um über 12 Prozent und damit auf 2.284 Euro. » Lesen
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Stationäre Pflege Finanzielle Belastung der Pflegebedürftigen in Pflegeheimen steigt auch in Thüringen kontinuierlich
Die Auswertung des Verbandes der Ersatzkassen e. V. (vdek) vom 1.7.2023 zeigt erneut einen starken Anstieg der finanziellen Belastung der Pflegebedürftigen in Pflegeheimen. » Lesen
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Eigenbeteiligung in der stationären Pflege erneut stark gestiegen vdek fordert Pflegereform aus einem Guss
Steigende Lebensmittelkosten und vor allem die seit 1.9.2022 geltende Tarifpflicht wirken sich deutlich auf die Eigenbeteiligung der Pflegebedürftigen in den stationären Pflegeeinrichtungen in Thüringen aus. Das zeigt eine aktuelle Auswertung des Verbandes der Ersatzkassen e. V. (vdek). » Lesen
Weitere Informationen:
In unseren FAQ rund um die Eigenbeteiligung in der stationären Pflege finden Sie Erläuterungen zur Aufschlüsselung der Kosten und weitere Hintergrundinformationen. Die Höhe der Eigenbeteiligung jedes einzelnen Pflegeheims finden Sie im vdek-Pflegelotsen, unserer Suchmaschine für das passende Pflegeheim.