Organspende

Eine Frau hält einen Organspendeausweis in die Kamera

Organspende geht uns alle an!

In Erfurt hat sich am 12. Dezember 2017 ein Thüringer Bündnis Organspende gegründet. Ziel ist es, die Aufklärung und Information in Thüringen zu verbessern.

Lebensbedrohliche Krankheiten oder der Verlust wichtiger Organfunktionen machen häufig eine Organtransplantation notwendig. In Deutschland warten derzeit laut der europäischen Verteilungsorganisation Eurotransplant etwa 10.000 Patienten auf ein Spenderorgan. Diese sind davon abhängig, ob ein passender Organspender gefunden wird. Zurzeit können Niere, Herz, Leber, Lunge, Bauspeicheldrüse und Dünndarm nach dem Tod gespendet werden.

Von den Menschen in Deutschland, die auf ein fremdes Organ warten, sterben jährlich etwa 1.000. Nach wie vor werden in Deutschland nicht genügend Organe gespendet, um allen Wartelistenpatienten helfen zu können. Dabei kann ein einzelner Organspender bis zu sieben schwerkranken Menschen helfen.

In Deutschland kommen auf eine Million Einwohner rund zehn Spender. International liegt Deutschland damit weit abgeschlagen auf einem der hinteren Plätze. Nicht berücksichtigt sind dabei Organe, die lebend gespendet werden, also Nieren und Teillebern.

Organspende reformiert - Bundestag beschließt Zustimmungslösung

Die Bereitschaft, Organe nach dem eigenen Tod zu spenden, soll in Zukunft regelmäßiger erfragt werden. Das hat der Deutsche Bundestag beschlossen. Künftig sol eine Erklärung zur Organspende auch in Ausweisstellen möglich sein. Zudem sollen  Hausärzte die Patienten ermuntern, eine Entscheidung zu dokumentieren.