Gemeinsame Pressemitteilung

Bessere Versorgung bei Rheuma: Neues Behandlungsprogramm startet in Thüringen

Thüringer Rheuma-Patienten können ab dem 1. Oktober 2026 ein neues, strukturiertes Behandlungskonzept in Anspruch nehmen: Das Disease-Management-Programm (DMP) Rheumatiode Arthritis (Rheuma) ermöglicht Betroffenen eine leitliniengerechte, sektorenübergreifende Versorgung auf hohem Qualitätsniveau. Vertragspartner sind die gesetzlichen Krankenkassen in Thüringen sowie die Kassenärztliche Vereinigung Thüringen.

Die Teilnahme steht allen Versicherten ab dem vollendeten 18. Lebensjahr offen, sofern eine gesicherte Diagnose „rheumatoide Arthritis“ vorliegt.

Mehr Versorgungsqualität, bessere Lebensqualität

Mit dem neuen Programm werden Patientinnen und Patienten engmaschig von Haus- und Fachärzten betreut.

Es unterstützt betroffene Menschen dabei, die Krankheitssymptome möglichst langanhaltend zu verringern und eine weitere Verschlechterung der Krankheit zu verhindern. Gleichzeitig zielt die Behandlung darauf ab, eine dauerhafte Schädigung der Gelenke zu vermeiden sowie Schmerzen zu lindern, um so die Beweglichkeit und Funktionalität im Alltag spürbar zu verbessern.

Kontinuität in der Versorgung

Mit dem neuen DMP Rheuma wächst das Angebot strukturierter Behandlungsprogramme in Thüringen auf insgesamt acht Erkrankungen. Damit stärken die gesetzlichen Krankenkassen gemeinsam mit der KV Thüringen die Versorgung chronisch erkrankter Menschen im Freistaat und schaffen verlässliche Strukturen für eine qualitativ hochwertige und wohnortnahe Behandlung.

Robert Schöning, Leiter der vdek-Landesvertretung Thüringen, stellvertretend für die gesetzlichen Krankenkassen in Thüringen: „Rund 36.000 Menschen in Thüringen leiden an rheumatoider Arthritis. Mit dem neuen Programm stärken wir die Versorgung dieser chronisch erkrankten Patientengruppe entscheidend und übernehmen Verantwortung für unsere Versicherten.“

Dr. Annette Rommel, Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen: „Die Ärztinnen und Ärzte in den Praxen sind für Rheuma-Patienten die ersten Ansprechpartner bei Beschwerden ihrer Krankheit. Mit dem DMP Rheuma bauen wir auf dieser verlässlichen Basis auf. Mit dem neuen Behandlungsprogramm bieten wir Betroffenen eine strukturierte Versorgung, die die individuellen Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten engmaschig und langfristig begleitet. Sehr froh sind wir auch über die ergebnisorientierte Zusammenarbeit mit den regionalen Krankenkassen: Innerhalb eines halben Jahres konnten wir das DMP Rheuma verhandeln, ein rekordverdächtiges Tempo für eine so große Maßnahme.“

 

Kurz & kompakt

Rheumatoide Arthritis:

§  Rheumatoide Arthritis ist die häufigste der über 100 Rheuma-Erkrankungen

§  Es handelt sich um eine chronische ganzkörperliche Autoimmunerkrankung: das Immunsystem greift fälschlicherweise gesundes Gewebe an – Gelenke, Sehnen, Haut und andere Körpergewebe, auch innere Organe können betroffen sein

Disease-Management-Programm (DMP) Rheuma

  • Teilnahmevoraussetzungen: Erwachsene ab dem vollendeten 18. Lebensjahr, mit einer gesicherten Diagnose einer rheumatoiden Arthritis.
  • Start: Patiententeilnahme ab 1. Oktober 2026 möglich.
  • Leistungen: Leitliniengerechte Therapie, strukturierte Betreuung, Patientenschulungen, dokumentierte Qualitätssicherung.
  • Teilnehmende Ärzte: Als koordinierende Ärzte versorgen die Hausärztinnen und Hausärzte die Rheuma-Patienten. Im fachärztlichen Bereich behandeln Fachärztinnen und Fachärzte für Innere Medizin und Rheumatologie, außerdem Fachärztinnen und Fachärzte für Orthopädie bzw. Orthopädie und Unfallchirurgie, jeweils mit Zusatz-Weiterbildung Orthopädische Rheumatologie. Alle Patienten sollen vorrangig von ihrem betreuenden Hausarzt eingeschrieben werden. Die Fachärzte übernehmen im Weiteren die Mitbehandlung der Patienten auf Überweisung.

Kontakt

Anne Osterland
Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)
Landesvertretung Thüringen

Tel.: 03 61 / 4 42 52 - 27
E-Mail: Anne.Osterland@vdek.com