Der Saale-Holzland-Kreis unternimmt mit Unterstützung des GKV-Bündnisses für Gesundheit in Thüringen, einer gemeinsamen Initiative der gesetzlichen Krankenkassen, einen weiteren wichtigen Schritt hin zur Etablierung als Gesundheitsregion: Am 9. Februar traf sich auf Einladung von Landrat Johann Waschnewski zum ersten Mal eine regionale Expertenrunde als Strategiegruppe.
„Wir wollen unsere Bürger gut versorgt wissen mit Gesundheits- und Präventionsangeboten“, sagte der Landrat im Zuge des Treffens, an dem unter anderem Klinikvertreter, Ärzte, aber auch der öffentliche Gesundheitsdienst teilnahmen. „Dafür braucht es ein gemeinsames Vorgehen. Wir wollen klären: Wie kann unsere Gesundheitsregion weiterentwickelt werden? Wo sind die Herausforderungen, aber auch Chancen in den nächsten Jahren? Was genau hilft unseren Bürgern, gesund und fit zu bleiben?“
Die Förderung erfolgt mit Mitteln der gesetzlichen Krankenkassen im Rahmen des GKV-Bündnisses für Gesundheit in Thüringen. Über drei Jahre fördert das Bündnis die Etablierung einer Gesundheitsregion Saale-Holzland-Kreis. Im Vordergrund stehen dabei zunächst der Strukturaufbau sowie die Analyse von Gesundheitsdaten der Region und die Benennung wichtiger Kennzahlen. Die bereits vorhandenen Angebote werden ebenfalls zusammengetragen.
Im zweiten Schritt sollen konkrete Maßnahmen abgeleitet werden, die für die Menschen vor Ort hilfreich sind und das gesundheitliche Angebot im Landkreis stützen und erweitern. „Dabei sind wir auf unsere Experten angewiesen. Wir haben mit den Waldkliniken in Eisenberg, den Fach-, Kur- und Rehakliniken in Stadtroda und Bad Klosterlausnitz, den niedergelassenen Ärzten und Therapeuten, unserem Team vom Gesundheitsamt und vielen sozialen Anbietern eine solide Basis an Erfahrungswerten. Wir werden gemeinsam mit Ihnen und den Bürgern die Themen Gesundheitsförderung, Krankheitsprävention, medizinischen Versorgung und Pflege voranbringen.“
Zur medizinischen und pflegerischen Versorgung im Saale-Holzland-Kreis gehören:
- zwei Akutkrankenhäuser, Notfallversorgung
- vier Rehabilitationskliniken
- Psychiatrische Tagesklinik in Eisenberg und Stadtroda
- Hausärzte, Fachärzte und Psychotherapeuten
- Apotheken
- ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen
- Öffentlicher Gesundheitsdienst (Gesundheitsamt)
Der demografische Wandel hat Auswirkungen auf die Gesundheits- und Pflegeversorgung:
- steigender Behandlungs- und Pflegebedarf
- gleichzeitig sinkende Kapazitäten von Haus- und Fachärzten sowie pflegerischem Personal
- stärkere Belastung für die bestehenden Versorgungssysteme
- hohe Anzahl von pflegenden Angehörigen (59,1 %)
- wachsende Bedeutung integrierter Versorgungsmodelle
(z.B. MVZ, Telemedizin, Digitalisierung, Delegationen)
Förderschwerpunkte für die Gesundheitsregion Saale-Holzland-Kreis:
- Einrichtung einer Geschäftsstelle mit einer koordinierenden Personalstelle zum Strukturaufbau der Gesundheitsregion
- Durchführung einer Bestands-, Bedarfs- und Ressourcenanalyse als Grundlage zur Erarbeitung und Umsetzung gesundheitsförderlicher Maßnahmen
- Umsetzung von Maßnahmen, gemäß dem Leitfaden Prävention des GKV*-Bündnisses für Gesundheit
Kontakt zur Geschäftsstelle Gesundheitsregion SHK
Telefon:
Frau Rempke: 036691 – 70 3003, 0151 - 2339 7880
Frau Schäufler: 036691 – 70 3004
E-Mail: gesundheitsregion@lrashk.de
Kontakt
Anne Osterland
Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)
Landesvertretung Thüringen
Tel.: 03 61 / 4 42 52 - 27
E-Mail: Anne.Osterland@vdek.com